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Dr. Matthias John gibt Kindern und Eltern Tipps für eine geruhsame Nacht

Schlaf, Kindchen, schlaf!

Alexander Kempf / 23.04.2012, 12:09 Uhr
Schwedt (MOZ) Dr. Matthias John ist überrascht wie aufgeweckt die kleinen Zuhörer seiner Vorlesung im Schwedter Asklepios Klinikum sind. Keiner gähnt, obwohl das Thema doch "Der Schlaf" lautet. Tatsächlich löchern die Kinder den Dozenten mit Fragen.

Kann ein Traum beim nächsten Schlaf fortgesetzt werden? Kann ein Mensch in einer anderen Sprache träumen? Darf ein Schlafwandler aufgeweckt werden? Diese Fragen wollen die Jungen und Mädchen vom Hochschullehrer und Schlafmediziner beantwortet haben.

Nein, ein Traum ist keine Serie, erklärte der Doktor. "Wir träumen Gedanken in Bildern." Diese sind abhängig von der Stimmung des Menschen. Ja, Menschen können in einer Fremdsprache träumen. Er spricht da aus Erfahrung. Als er zwei Jahre in England arbeitete habe er auch auf Englisch geträumt. Und richtig, wer einen Schlafwandler trifft, der sollte diesen nicht aufwecken, sondern wieder ins Bett bringen. Schlafwandler seien aber sehr selten und können ganz bestimmt keine Dächer entlang schreiten.

Noch immer weiß die Wissenschaft nicht alles über den Schlaf und die Träume. "Wir sehen, dass jemand träumt, aber nicht was er träumt." Dennoch stehen einige Dinge eindeutig fest. Schlaf ist lebenswichtig, erklärt Dr. Matthias John den Kindern. Er ermöglicht Erholung, stärkt das Immunsystem und fördert gerade bei Kindern das Wachstum. Auch darum brauchen Babys bis zu 20 Stunden Schlaf am Tag. Zehnjährigen wiederum genügen schon zehn Stunden.

An dieser Stelle tippten einige Eltern ihren Kindern auf die Schulter. Gut zuhören! Dr. Matthias John erklärte aber auch, dass es zwei grundlegend verschiedene Schlaftypen gebe. Die einen sind Frühaufsteher wie die Lerchen, andere wahre Nachteulen und kommen früh nicht aus den Federn.

"Bei Eulenkindern kann man nichts machen", sagte der Mediziner den Eltern. Auch für Papa hatte Dr. Matthias John Tipps. Der Mittagsschlaf sei nicht gut für den Körper. Denn der verschiebe nur die biologische Uhr. Generell ist Schlaf eine sehr gute Medizin. Zu wenig Schlaf kann zu Übergewicht, Zucker, Kreislauferkrankungen und natürlich schlechter Laune führen.

Bei Schlafstörungen rät der Arzt zu Einschlafritualen. Das kann eine Gute-Nacht-Geschichte, ein Lied oder der Sandmann sein. Wichtig sei auch ein ruhiges und dunkles Zimmer.

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