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Der Rüdnitzer Klaus-Dieter Becker hilft auch denen, um die sich sonst keiner kümmert

Patenkinder in den ärmsten Ländern

Berichtet über seine Hilfe für Patenkinder in Asien, Afrika und Lateinamerika: Klaus-Dieter Becker im Kreis der Schüler aus der Klasse 6b der Grundschule Grüntal erläutert, weshalb er hilft.
Berichtet über seine Hilfe für Patenkinder in Asien, Afrika und Lateinamerika: Klaus-Dieter Becker im Kreis der Schüler aus der Klasse 6b der Grundschule Grüntal erläutert, weshalb er hilft. © Foto: MOZ
Brigitte Horn / 26.04.2012, 20:01 Uhr
Sydower Fließ (MOZ) Eine ungewöhnliche Unterrichtsstunde hatte die 6b der Grüntaler Grundschule in dieser Woche. Klaus-Dieter Becker war in die Schule gekommen, um über seine sieben Patenkinder zu berichten. Es sind keine Patenkinder aus der Familie in Deutschland, sondern sie leben in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Im Unterrichtskabinett Lesen-Schreiben-Drucken war ein Beamer aufgebaut. Daneben liegt Informationsmaterial. Als der Rüdnitzer Klaus-Dieter Becker, Geschäftsführer einer Internationalen Spedition, beginnt, über eines seiner Patenkind in Malawi zu berichten, sind die zwölf- und 13-jährigen Schüler sehr beeindruckt. Es ist für sie die letzte Unterrichtseinheit von 90 Minuten und der Schultag war schon lang. Doch mit überwiegend guter Konzentration verfolgen sie den Bericht über eine für sie ferne Welt.

Das Land, in dem Beckers elfjähriges Patenkind Tiyanjane Smith lebt, liegt am Malawisee, der ungefähr so lang ist wie die Strecke vom Barnim bis nach München. Trotz des fischreichen Sees, der mittlerweile auch schon stark leergefischt ist, gibt es riesige Probleme. Viele haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Folge sind Durchfälle, die, sowie außerdem auch Lungenentzündungen, zu einer hohen Säuglingssterblichkeit führen. Durch Überschwemmungen und andere Ursache gibt es viele Mücken und damit auch Malaria. Durchschnittlich haben die Menschen dort nicht mehr als 75 Cent pro Tag zur Verfügung. Es gibt kaum Schulen oder Unterrichtsmaterial. Darum gehören Spenden für die Schule in diesem Land zum größten Teil seiner Hilfe.

Der Kontakt zu Tiyanjane wird mit Hilfe der Hilfsorganisation World Vision brieflich gehalten. So bekommt der Pate Informationen, wie es seinem Kind geht, wobei die Briefe von der Landessprache ins Englische übersetzt bei ihm ankommen.

Seine Hilfe hat Klaus-Dieter Becker unter anderem durch das Sitzungsgeld, dass er in seiner Zeit als Gemeindevertreter erhalten hat, finanziert. Doch das reicht natürlich nicht. Pro Kind sind es 30 Euro im Monat. Was hier nicht viel erscheint, kann in diesem Ländern schon viel bewirken.

Klaus-Dieter Becker sagt auch, warum er hilft. Sein Standpunkt ist, dass es eine Solidargemeinschaft geben muss. "In diesem Ländern gibt es sonst niemanden, der hilft." Es sei nicht so wie in Europa, wo Renten- und Arbeitslosenversicherungen da sind, wo Steuern auch für soziale Zwecke verwendet werden. Darum engagiert er sich bei World Vision.

Ein weiteres seiner sieben Patenkinder ist die 17-jährige Shila aus Gazipur in Bangladesh. Das Land hat die Hälfte der Fläche von Deutschland, aber die doppelte Anzahl von Menschen. Es sei bitterarm, leidet unter häufigen Überflutungen und tropischen Wirbelstürmen. Auch dort sei sauberes Trinkwasser ein Problem, weshalb im Rahmen eines Hilfsprojektes zahlreiche Brunnen gebohrt worden sind. Was damals aber nicht bekannt war: die Erde unter Bangladash ist mit Arsen vergiftet, so dass viele Menschen unter einer Arsenvergiftung leiden. Er erzählt den Kindern auch von der Kleidung die in Bangladesh hergestellt wird. Dort werde 11 bis 14 Stunden gearbeitet - ohne Wochenende und ohne Urlaub

Neben Tiyanjane und Shila hat Klaus Becker noch Patenkinder, zum Beispiel in Honduras, Mauretanien oder auf den Philippinen.

Wer Interesse an der Arbeit von World Vision hat und mehr über Patenschaften hören möchte, kann sich per E-Mail an Klaus-Dieter Becker wenden: klaus.becker.ruednitz@web.de

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