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Wiederaufbau des historischen Bauwerks mit modernen Akzenten kostet knapp 429000 Euro / Baustart im Juni

Mühlentor als neuer Eingang zur Stadt

Nach altem Vorbild und dennoch modern: So soll es aussehen, das neue Mühlentor, für dessen Wiederaufbau Bernauer eigens einen Verein gegründet hatten. Drei Jahre kämpften sie um Fördermittel für das Projekt. Jetzt kam grünes Licht von der Pomerania.
Nach altem Vorbild und dennoch modern: So soll es aussehen, das neue Mühlentor, für dessen Wiederaufbau Bernauer eigens einen Verein gegründet hatten. Drei Jahre kämpften sie um Fördermittel für das Projekt. Jetzt kam grünes Licht von der Pomerania. © Foto: Hübler Invest
Sabine Rakitin / 26.04.2012, 20:03 Uhr
Bernau (sas) Nach fünf Jahren Vorbereitung ist es soweit: Das Bernauer Mühlentor kann errichtet werden. Die Fördermittel sind bewilligt, der Eigenanteil des "Vereins zum Wiederaufbau des Mühlentores" liegt bereit. Baustart ist voraussichtlich im Juni.

Knapp 429000 Euro soll der Wiederaufbau des Mühlentores kosten. Rund 365000 Euro Fördermittel kommen aus dem Programm "Interreg IV A" der Kommunalgemeinschaft Pomerania. Sie wurden bereits im Februar von der zuständigen Kommission bewilligt. Möglich wurde die Förderung, weil sich der Mühlentor-Verein unter dem Motto "Tore, die verbinden" mit der Stadt Stargard einen polnischen Partner ins Boot geholt hat und die Stadt Bernau als Fördermittelempfänger fungiert. Vorbereitung, Bauantrag und Baudurchführung wurden beziehungsweise werden aber vom Verein bewerkstelligt.

Am Mittwoch stellte Vereinsvorsitzender Manfred Hübler den Mitgliedern des Bernauer Stadtentwicklungsausschusses die Ausführungsplanung vor. Die Vorgabe der Denkmalpfleger, es müsse erkennbar sein, dass das Mühlentor zwar nach historischem Vorbild errichtet, dennoch aber ein Neubau sei, habe zu langen Diskussionen innerhalb des Vereins geführt, sagte er. Das alte Mühlentor stand auf einem Sockel aus unregelmäßig beschlagenen Feldsteinen. Bogen und Ecken hingegen waren aus Ziegelmauerwerk, das Dach mit Tondachziegeln gedeckt. Die Seitentore wiederum bestanden aus Feldsteinmauerwerk, so wie die Bernauer Stadtmauer.

"Diese historischen Materialien werden modern interpretiert und unter heutigen Gesichtspunkten eingesetzt", erläuterte Manfred Hübler am Mittwochabend. Das neue Mühlentor soll aus homogenem Ziegelmauerwerk mit einem zirka 40 Zentimeter hohen Sockel aus in Beton eingegossenem gebrochenen Granit bestehen. Das Dach wird wie beim historischem Vorbild mit so genannten Biberschwänzen gedeckt.

In den vergangenen Jahren verkaufte der Verein bereits symbolische Steine, um den Aufbau des Mühlentores zu finanzieren. Die ersten 500 kosteten 100 Euro, die zweiten 500 dann 50 Euro je Stück. Diese nummerierten Spendersteine sollen nun in den Seitenwänden - unregelmäßig eingebunden - einen Platz finden, "damit die Spender mit ihren Enkeln zum Mühlentor gehen und ihnen zeigen können, dass sie zu dessen Wiederaufbau beigetragen haben", sagte Hübler vor dem Ausschuss. In der Nachbarschaft des Tores werden schließlich Stelen als Gabionen mit gebrochenen Granit postiert - "als neue Interpretation der Stadtmauer", erklärte er.

Das Mühlentor wird seinen Platz in der Mühlenstraße in Höhe des Abzweiges zum Henkerhaus erhalten. Um auch Lkw die Durchfahrt zu ermöglichen, wird die Öffnung drei Meter breit und 3,45 Meter hoch sein. Auf entsprechende Nachfragen der Stadtverordneten plädierte Vereinschef Hübler für eine Verkehrsänderung in der Mühlenstraße. Es wäre natürlich von Vorteil, wenn die Einbahnstraßenregelung in der Mühlenstraße umgedreht würde, der Verkehr also durch das Tor in die Innenstadt und nicht wie bisher aus der Stadt führen könnte, sagte er. Das hätte den Vorteil, dass der Knotenpunkt "Europa-Kreuzung" entschärft würde. Aber dies sei lediglich eine Idee. Konkrete Maßnahmen wurden noch nicht ergriffen.

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Dr._Ing. Frank Valentin 16.05.2012 - 10:37:32

Hinterhältige Geschenke

Geschenke können hinterhältig sein: Die hässliche Vase von Tante Erna zur Hochzeit, die bei jedem Besuch der guten Erbtante mühsam gesucht und aufgestellt werden muss. Oder die sechs Kaffeemaschinen zum 50. Geburtstag, von denen man dann fünf mit großem Aufwand umtauschen muss. Jeder hat das schon einmal erlebt. Es ist alles ein wenig ärgerlich, aber die Schenker meinen es immerhin gut und der Beschenkte macht gute Miene dazu. Vor einer ähnlich kritischen Situation steht zur Zeit die Stadt Bernau. Ein völlig uneigennütziges Geschenk an die Stadt ist unaufhaltsam in Vorbereitung. Seit 5 Jahren arbeitet der "Verein zum Wiederaufbau des Mühlentores" unermüdlich und Tag und Nacht an eben demselben. Ohne Rücksicht auf Verluste. Jetzt hat man die Fördermittel sicher, Baubeginn soll im Juni sein . Der Vereinsvorsitzende Manfred Hübler vor der Krönung seines Lebenswerks, die Stadt Bernau glücklich ob des Geschenks? Zumal - wie man seit fünf Jahren immer wieder betont - der Stadt keinerlei Kosten entstehen. Niemand braucht heute und in Zukunft das Mühlentor, es wurde um 1885 aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen. Die Militärtechnik war damals so weit gediehen, dass man fast gleichzeitig überall in Europa Befestigungsbauwerke schliff. Der Abriss hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass man jetzt (noch) einen phantastischen Blick aus der Mühlenstraße in die Stadt und auf die Marienkirche genießen kann. Die Stadt wurde damals freier und luftiger. Zweitens: Die Fördermittel der Pommerania sind laut einem früheren Bericht der "MOZ" eigentlich für die Pflege und Sanierung existierender Stadttore vorgesehen. Bisher scheint der Pommerania noch nicht aufgestoßen zu sein, dass es sich beim Mühlentor um einen kompletten Neubau handelt. Selbst wenn die Pommerania was merkt , kann es dem Herrn H. piepegal sein, denn die Stadt Bernau und nicht der Förderverein fungiert ja jetzt als Fördermittelempfänger. Wer wird dann die Fördergelder zurückzahlen? Keine Kosten für die Stadt? Um was wollen wir wetten? Ich setze auf das Gegenteil. Spätestens, wenn der erste Euro für das Mühlentor in den Nachtragshaushalt der Stadt eingestellt wird, sehen wir uns wieder. Ob die Kosten der Planungsverfahren oder des notwendigen Straßenbaus vom Verein oder aus Fördergeldern bezahlt werden? Wer zahlt für Erhaltungsmaßnahmen und Pflege des guten Stückes? Für dei Entfernung der Grafitti ? Gibt es für all das Verträge zwischen Stadt und Verein? Wenn es sie gibt, wer hat sie beraten und genehmigt? Die Stadtverordneten? Wer ist eigentlich der Bauherr, wer steht anschließenmd im Grundbuch? Im Finanzausschuß der Satdt wurden jedenfalls nicht eine dieser Fragen beraten. Man sieht, das Mühlentor ist ein tückisches Geschenk. Dass das geplante, bisher völlig funktionslose Tor und seine Stelen nun wirklich potthäßlich sind und an eine Ausgeburt von Albrecht Speer, dem Lieblingsarchitekten Adolf Hitlers, erinnern, ist natürlich eine Geschmacksfrage. Aber dass wieder einmal die Bürger nicht gefragt werden, ob sie das Monstrum überhaupt haben wollen, ist typisch für Bernau. Und die Stadtverwaltung spielt wieder einmal mit. In Bernau setzt sich scheinbar alles durch. Auch wenn es die hässliche Vase oder die Wappenuhr von Tante Erna sind. Die Stadt wird zwar davon nicht schöner, aber fast so großartig wie die edlen Spender. Und so warte ich auf die nächsten geschmacklosen und unnützen Geschenke. Den überfälligen Brunnen auf dem Marktplatz, Reiterstandbild für den langjährigen Bürgermeister oder ähnlichen Nippes.. Unabhängig davon, ob man jemals mit Bahnhofsvorplatz, Fahrradparkhaus, Parkhaus Waschspüle, Plansche, Freibad, Rathaus II , notwendiger Sanierung des Kantorhauss, Ortsumgehung, dem längst überfälligen Erwerb und der Sanierung eines der letzten Ackerbürgerhöfe der Stadt oder mit anderen Dauerbaustellen fertig wird...

Günter 29.04.2012 - 20:05:10

Herr Zickenschulze

Die Abreiser waren Hübler und Seeger

Zickenschulze 29.04.2012 - 12:13:10

Ein Stück zurückgeben

In den 1970-ger und 80-ger Jaren wurde das mittelalterliche Zentrum Bernaus Opfer einer flächenmäßigen Zerstörung, nicht durch Kriegs- oder Katastropheneinwirkung , sondern durch sozialistische Stadtplanung, wie es sie vergleichbar wohl DDR-weit höchstens noch in Greifswald gab. Der Neuaufbau des Mühlentores ist für mich nur eine kleine Wiedergutmachung für das Geschehene. Ich würde noch einen Gesdenkstein aufstellen, um an die Zerstörung der Stadt in Friedenszeiten zu erinnern!

Klaus 27.04.2012 - 16:18:42

nur ein Gedenkstein-macher Spender könnte sich betrogen fühlen

Satzung :„Verein zur Förderung des Wiederaufbaus des Mühlentores in Bernau e.V. § 2 Vereinszweck, Gemeinnützigkeit 1. Der Zweck des Vereins ist die Förderung des Wiederaufbaus des Mühlentors in Bernau bei Berlin, um damit den Charakter der Hussitenstadt Bernau bei Berlin mit ihrer weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer noch stärker auszuprägen und ihre touristische Attraktivität als regionales kulturelles und historisches Zentrum zu erhöhen. 2. Angesichts der Bedeutung, welche das Mühlentor als historisches und stadtbildprägendes Bauwerk von Bernau bei Berlin vor seinem Rückbau besaß, ist der Wiederaufbau Anliegen der Vereinstätigkeit. 3. Der Verein fördert den Wiederaufbau des Mühlentores in Anlehnung an die architektonische Gestalt von ca. 1880. http://www.muehlentorbernau.de/spenden1.php „Spenden für das Mühlentor Der Wiederaufbau des Mühlentores in Bernau bei Berlin wird den Haushalt der Stadt Bernau in keiner Weise belasten. Die Finanzierung soll ausschließlich durch Spenden gesichert werden. Bevor jedoch mit dem Bau begonnen werden kann, müssen 90% der benötigten Summe bereit stehen. Deshalb ist jede Spende in beliebiger Höhe willkommen. Alle Vereinsmitglieder und der Vorstand arbeiten ehrenamtlich. Jede Spende wird somit ausschließlich für die Organisation und Durchführung des Wiederaufbaus des Mühlentores verwendet.“ _________________________________________________________________________________ „Diese historischen Materialien werden modern interpretiert und unter heutigen Gesichtspunkten eingesetzt", erläuterte Manfred Hübler am Mittwochabend. Das neue Mühlentor soll aus homogenem Ziegelmauerwerk mit einem zirka 40 Zentimeter hohen Sockel aus in Beton eingegossenem gebrochenen Granit bestehen“

Günter 27.04.2012 - 15:25:39

Fördermittelmißbrauch ----- Stadt haftet dafür

Rund 365000 Euro Fördermittel kommen aus dem Programm "Interreg IV A" der Kommunalgemeinschaft Pomerania. http://www.pomerania.net/main.cfm?rubrik=2&th=9&l=de „Zielstellung der Förderung: Gegenseitige Annäherung und Verständigung der Bevölkerung in der Grenzregion als Grundlage für eine stabile Zusammenarbeit Aufbau neuer bzw. Festigung bestehender persönlicher Kontakte zum Abbau von Barrieren und Vorurteilen Aktivitäten sollen nachhaltige Auswirkungen auf die Strukturentwicklung in der Grenzregion haben Projekte sind nur dann förderfähig, wenn sie dauerhaft die Zusammenarbeit stärken bzw. diese einleiten vorrangig werden Projekte unterstützt, die zum ersten Mal umgesetzt und auch in Zukunft weitergeführt werden bei regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen, die bereits eine Förderung über den SPF erfahren haben, sind neue, innovative Elemente nachzuweisen Die geplanten Maßnahmen müssen den Zielen des Fonds entsprechen – Aufbau und Vertiefung Kontakte, Abbau von Barrieren und Vorurteilen, Nachhaltigkeit Die geplanten Maßnahmen müssen den Zielen des Fonds entsprechen – Aufbau und Vertiefung Kontakte, Abbau von Barrieren und Vorurteilen, Nachhaltigkeit Keine Förderung möglich: Einmalige Veranstaltungen „Eintagsfliegen“ Nachhaltigkeit muss nachgewiesen werden. Projekte mit dem alleinigen Ziel der Herstellung von Kunstwerken/Literatur“ Deutsche Projekte müssen unter Mitarbeit und Teilnahme eines nichtgewerblichen Projektpartners aus dem polnischen Teil des Fördergebietes durchgeführt“ Bemerkung:http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/1/1018776/ „Vorbereitung, Bauantrag und Baudurchführung wurden beziehungsweise werden aber vom Verein bewerkstelligt.“

Günter 27.04.2012 - 12:11:05

Fördermittelmißbrauch ----- Stadt haftet dafür

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/284012/ "In dieser Woche ist dem gebürtigen Dresdner daher ein gewaltiger Stein vom Herzen gefallen. Gemeinsam mit der polnischen Stadt Stargard Szczecinski hatte sein Verein im Sommer vergangenen Jahres einen Förderantrag zur Sanierung von historischen Stadttoren in beiden Städten gestellt. Der Begleitausschuss der Euroregion Pomerania hat die Förderung des Projekts „Tore, die verbinden“ nun offiziell freigegeben. Es sieht den Wiederaufbau des Mühlentors in Bernau vor. Das grenzübergreifende Projekt, veranschlagt mit einer Million Euro, wird zu 85 Prozent vom europäischen Strukturfonds EFRE gefördert. Der deutsche Partner erhält einen Zuschuss von 364 000 Euro. Die Kosten für den Wiederaufbau des Bernauer Mühlentors werden mit 430 000 Euro beziffert. Die Summe beinhaltet neben den Baukosten aber auch Aufwendungen für Informationsmaterialien und Kulturveranstaltungen, erklärt Manfred Hübler. Denn die Förderung ist an einen interkulturellen Austausch geknüpft. Schüler, Künstler und Tourismusvereine aus beiden Städten sollen enger zusammenarbeiten. „Es ist wichtig, dass weitere Gruppen mit einbezogen werden. Stargard liegt näher als Dresden oder Leipzig“, sagt Manfred Hübler. Er war schon öfter in der polnischen Stadt, die mit den Fördermitteln nun ihr historisches Walltor sanieren wird. Ein Besuch sei lohnenswert." Wer`s Glaubt: "Der Wiederaufbau beginnt noch in diesem Jahr. Der Stadt Bernau, die aus formalen Gründen als deutscher Projektpartner eingebunden wird, entstehen keine Kosten" Mit dem Schwimmbad, dem Bahnhof, der größten Wappenuhr der Welt ..... entstehen ja auch keine Zusatzkosten oder ??? „Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, umgangssprachlich auch EU-Regionalfonds) ist ein wichtiger Strukturfonds der Europäischen Union, der für den wirtschaftlichen Aufholprozess der ärmeren Regionen sorgen soll. Um dies zu realisieren, werden unter anderem mittelständische Unternehmen unterstützt, damit dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, Infrastrukturprojekte durchgeführt und technische Hilfsmaßnahmen angewandt werden. Der EFRE kann dabei in der Periode 2007–2013 im Rahmen von drei Zielen tätig werden[1][2]: dem Ziel „Konvergenz“ dem Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ sowie dem Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ http://www.efre.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.245796.de „Der europäische Strukturfonds EFRE wird genutzt, um Brandenburg wettbewerbsfähiger zu machen. Die Mittel der EU können – ergänzt um nationale Eigenmittel – vor Ort für Projekte eingesetzt werden, die das Land voranbringen. Es geht um die Zukunftsfähigkeit des Landes“ http://www.efre.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/EFRE_Ziele.pdf „Wettbewerbsfähigkeit und Innovation als strategische Orientierung Verbesserung der regionalen PWettbewerbsfähigkeit als zentrale lVoraussetzung für die dauerhafte Steigerung des Einkommens und Beschäftigungsniveaus -Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Unternehmenssektors -Stärkung des Innovationspotenzials in Forschung und Bildung - Unterstützung Potenzialfaktoren für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Strategisches Ziel: Unterstützung infrastruktureller Potenzialfaktoren für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Umgesetzt in Schwerpunkt 4 „Umwelt und städtische Entwicklung“ Spezifische Ziele: - Stärkung der Funktionsfähigkeit der Städte und ihrer Strukturen als regionale Wachstumspole und attraktive Lebensräume -Sicherung der Umweltqualität als Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum.“ Hat es Hübler doch geschafft den Verein für seine privaten Interessen missbrauchen. Es gibt Gerüchte, dass er die Erbschaft von der ehemalig reichsten Frau von Bernau , in deren Haus heute seine Tochter wohnt, beerbt haben soll, jedoch die Erfüllung der Erbschaft an den Mühlentoraufbau gebunden sein soll.

Oliver Mayrdorfer 27.04.2012 - 10:16:45

Wem nutzt das Mühlentor?

Clever von Dr. Hübler, sich und sein Architekturbüro mit der Idee des Mühlentores regelmäßig in der Öffentlichkeit zu platzieren. Wundern darf man sich allerdings über die breite politische Unterstützung dieses zweifelhaften Bauvorhabens: 1. Nachdem das Stadtplanungsamt die Bernauer Innenstadt mit dem neu errichteten "Koloss am Katzenellenbogen" beglückt hat, soll nun das Mühlentor zu einer weiteren Verdichtung der Innenstadt führen. Dadurch werden bestehende Wohngebäude unnötig weiter verschattet und es wird vermeidbarer Bau- und Straßenlärm für Anwohner produziert. 2. Das auf alt getrimmte neue Tor wird das (welt-) offene Bernau künstlich nach außen abschotten. Das Mühlentor dann auch noch mittels Umdrehen der Fahrtrichtung als Eingangspforte in die Innenstadt nutzen zu wollen, mag vielleicht die Europa-Kreuzung entlasten - das aber deutlich auf Kosten der Innenstadtbewohner. 3. Gibt es wirklich keine sinnvolleren Projekte zur Förderung der deutsch-polnischen Nachbarschaft als 365.000 Euro für ein funktionsloses Gebäude auszugeben? Und wer trägt eigentlich die Instandhaltungs- und sonstigen Folgekosten für das Mühlentor? Vielleicht wäre das Geld im Kantorhaus oder zur Sanierung der Stadthalle ja doch besser angelegt? Liebe Stadtväter: Auch wenn man einem vermeintlich geschenkten Gaul nicht ins Maul schaut, bitte überdenken Sie dieses Bauvorhaben!

Karl Hoppel 27.04.2012 - 09:28:36

Feldherrenhalle?

Was soll das denn sein? Eine neue Feldherrenhalle oder ein Albert-Speer-Gedächtnis-Pavillon? Wir haben uns nicht daran gewöhnt, dass halb Berlin mit Bauten zugepflastert wird, die aus der Tuschefeder des Lieblingsarchitekten von Hitler zu stammen scheinen. Nun solcher Mist auch noch in Bernau ! ? Was sollen die Stelen? Das ist funktionslos, also Kitsch. Für dieses Vorhaben Geld zu verplempern ist eine Schande. Es gibt kein oder nicht genügend Geld für Krippen, Tagesmütter, Eisenbahnlinien, S-Bahn und Radwege in Brandenburg, aber für solch eine Ausgeburt des Wahnsinns ? Wenn irgendwelche Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung Zeit haben, sich mit so einem Quatsch zu beschäftigen, sollten sie sich lieber um die vergessenen Baustellen der Stadt kümmern: Bahnhofsvorplatz, Ortsumgehung, Fahrradparkhaus, Parkhaus Waschspüle, Plansche, Freibad - das sind die (Bau-) Probleme dieser Stadt!!!

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