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Auf 18 Touren ging es am Sonntag nach Altlandsberg / Über 600 Radler kamen in geführten Gruppen auf dem Marktplatz an

Aus allen Richtungen zum Sattelfest

Sattelfest in Altlandsberg: Hier die Truppe aus Bernau am Guthaus, darunter auch MOZ-Radler.
Sattelfest in Altlandsberg: Hier die Truppe aus Bernau am Guthaus, darunter auch MOZ-Radler. © Foto: MOZ Gerd Markert
Gabriele Ratai und Dirk Schaal / 29.04.2012, 21:55 Uhr - Aktualisiert 30.04.2012, 08:46
Altlandsberg (MOZ) Auf sonst verschwiegenen sandigen Waldwegen, auf Radwegen und neben schattigen Alleen sowie über holprige Feldwege rollte es am Sonntag aus Nord und Ost, aus West und Süd auf 18 verschiedenen Touren nach Altlandsberg.

Die stärkste Truppe hatte sich wie in den Vorjahren von Neuenhagen aus auf Tour gemacht: 116 Radler waren unterwegs. Aber auch die Bötzseetour mit 50 Teilnehmern oder die Lilientour mit rund 40 Radlern und der unermüdlichen 83-jährigen Charlotte Henze brachten erneut viele Leute auf die Beine oder das Rad.

Vom Treffpunkt Altlandsberger Stadtkirche ging es gegen 10 Uhr für rund 60 Radler auf die etwa 25 Kilometer lange Kirchentour. Vorbei an goldenen Raps-Teppichen und Löwenzahn am Wegesrand, war die um 1300 erbaute Buchholzer Dorfkirche schnell erreicht. Tourleiter Hartmut Spühr, der sich auch beruflich um die Kirchen kümmert, kannte jedes Detail.

Über Stock und Stein ging es in Richtung Wesendahl, zur 2010 wieder aufgebauten Kirche - die Besonderheit dieses Gotteshauses. Kurze Pause und Zeit für ein Gespräch unter Männern. "Nicht nur das Radfahren ist mir wichtig, auch das Kennenlernen und der Austausch", begründete der Altlandsberger Thomas Köhler seine vierte Teilnahme am Sattelfest.

Als gespenstische Filmkulisse präsentiert sich momentan der Werneuchener Flugplatz, der auf der Strecke zum mit über 20 Metern größten Bauwerk der Stadt kurzer Haltepunkt war. An der evangelischen Kirche im neogotischen Stil zitierte Pfarrer Thomas Brilla ein von Schmidt von Werneuchen verfasstes Gedicht und führte informativ in den sehr kühlen Kirchensaal. Letzte Anradel-Stelle vorm Altlandsberger Marktplatz-Finale war die Kirche in Wegendorf. Kaffee und Kuchen vom dortigen Förderverein, verspeist im romantischen Kirchhof - für die letzten Kilometer genau die richtige Stärkung.

Von Strausberg aus hatten sich mit Tour-de-MOZ-Org-Chefin Karin Ernst etwa 50 Radwanderer mit dem Stadtförster Heiko Wessendorf aufgemacht. Das erste Mal dabei war beispielsweise Marlene Rauser aus Neuhardenberg, der es die abwechslungsreiche Natur angetan hatte. Auch Berliner waren zur Tour gestoßen. Sie habe sich extra ein neues Rad gekauft, um nicht mit der alten Chaise anrücken zu müssen, verriet Silke Sydrow, die oft in der Umgebung der Hauptstadt unterwegs ist. Aus Gielsdorf reihte sich Bernd Hirschmeier ein, der ein großes Lob an die Organisatoren richtete. Und wie alle anderen Teilnehmer dieser Tour war er überrascht und begeistert, als Förster Wessendorf alle in seinen Rucksack mit Wildschwein-Knackern greifen ließ.

Mehr als 600 Radfreunde waren insgesamt auf den geführten Touren Richtung Sattelfest unterwegs, mindestens ebenso viele aber auch in kleinen Gruppen auf selbst gewählten Routen oder allein. Die Fredersdorfer Hannelore Gawrikow und Birk Uhlmann winkten fröhlich von unterwegs in Spitzmühle und schlenderten später gemütlich über den Altlandsberger Marktplatz, wo die Country-Klänge nicht nur den spontanen Linedancern in die Beine fuhren.

EWE unterstützt die Tour de MOZ. Aus organisatorischen Gründen muss die Potsdam-Tour jedoch verschoben werden. Ein neuer Termin wird bekanntgegeben.

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