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Ermittlungsverfahren gegen Häßler eingestellt

Wobau-Chef steht außer Verdacht

Sabine Rakitin / 02.05.2012, 07:37 Uhr
Bernau (MOZ) Das Ermittlungsverfahren gegen Wobau-Geschäftsführer Jens Häßler wegen des Verdachts der Untreue im Zusammenhang mit der Wappenuhr ist ohne Wenn und Aber eingestellt worden. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) gibt es keinen Verdacht auf eine Straftat.

Die Anzeige gegen Häßler war Ende des vergangenen Jahres erstattet worden. In einem anonymen Schreiben an die Staatsanwaltschaft Neuruppin, schwerpunktmäßig zuständig für die Bekämpfung der Korruptionskriminalität im Land Brandenburg, wurde dem Geschäftsführer vorgeworfen, unberechtigt und zum Nachteil des städtischen Unternehmens aus einer "persönlichen Laune" heraus, Gewinne aus Mieteinnahmen zweckentfremdet für die Herstellung einer Wappenuhr verwendet zu haben.

Die Neuruppiner Staatsanwälte gaben den Fall Anfang dieses Jahres an ihre Kollegen in Frankfurt (Oder) ab. Nach drei Monaten Prüfung, in denen unter anderen Bernaus Bürgermeister und Wobau-Aufsichtsratsvorsitzender Hubert Handke (CDU) als Zeuge befragt wurde sowie Stellungnahmen von Aufsichtsrat und Hauptausschuss der Bernauer Stadtverordnetenversammlung, die sich hinter Häßler und die Wobau stellten, wurde das Ermittlungsverfahren nun Mitte April eingestellt.

Doch damit ist das Kapitel noch nicht beendet. Wobau-Geschäftsführer Jens Häßler hat nun seinerseits Strafanzeige gegen Unbekannt "wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung, der Verleumdung, Verächtlichmachung und übler Nachrede" gestellt.

Häßler sei als Geschäftsführer der Wobau eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und habe bislang ein hohes Ansehen in der Bernauer Bevölkerung genossen, stellt sein Anwalt, Alexander Ullmann, fest. Durch die anonymen Beschuldigungen sei Häßler nicht nur "in seiner persönlichen Ehre schwer gekränkt" worden. Auch der Ruf der Wobau und Häßlers Ruf als Geschäftsführer seien schwer geschädigt worden. "Die Anschuldigungen des Anzeigenerstatters waren nicht nur leichtfertig, sondern wurden offenbar wider besseres Wissen gemacht und sind völlig unbegründet", argumentiert Ullmann gegenüber der Staatsanwaltschaft. Und er äußert auch einen konkreten Verdacht, wer der Anzeigenerstatter gewesen sein könnte: ein unzufriedener Mieter der Wobau, der das städtische Unternehmen in den vergangenen Jahren mehrfach verklagte, vor Gericht jedoch immer wieder unterlag.

Bei der Wobau sind inzwischen die Vorbereitungen zum Aufstellen der weltgrößten Wappenuhr wieder aufgenommen worden. Am kommenden Dienstag wird dem Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens erstmals ein konkreter Standort vorgeschlagen.

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gunter 08.05.2012 - 05:54:30

Mieter bezahlen Wappenuhr ?

Der Artikel „Wobau-Chef steht außer Verdacht“ lässt ja entscheidende Frage offen und gibt weiter einen Nährboden für Spekulation, den es wird nicht über die Finanzierung und die Gründe der Verfahrenseinstellung informiert. Verfahren werden mangels Beweise eingestellt, gegen Zahlung von Geld oder Geringfügigkeit,… . Zur Finanzierung der Wappenuhr und deren Höhe äußert man sich nicht. Nach meiner persönlichen Meinung kommt der „Anzeiger“ oder die „Anzeigerin“ aus den Reihen der Wobau, denn es braucht sicherlich eines gewissen Insiderwissens. Ein erfolgloser mehrfacher Klageniederlage-Mieter wäre längst naturgemäß ausgezogen. Oder es ist nur ein Faker…

Anzeiger 05.05.2012 - 22:19:09

üble Nachrede - Vorwürfe

"Doch damit ist das Kapitel noch nicht beendet. Wobau-Geschäftsführer Jens Häßler hat nun seinerseits Strafanzeige gegen Unbekannt "wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung, der Verleumdung, Verächtlichmachung und übler Nachrede" gestellt" "§ 186 StGB Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat ö f f e n t l i c h oder durch V e r b r e i t e n von Schriften (§ 11 Abs. 3) b e g a n g e n ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Anzeiger 05.05.2012 - 10:34:56

unser gutes Grundgesetz in Bernau - Recht auf Meinungsfreiheit

Ich bekenne mich als Anzeiger und dass ist auch gut so. War ein Versuch wert, damit ist juristisch klar, dass es schon 5 nach Zwölf ist. Leider bleiben die Kosten für die Größte aller Uhren ein Größtes Geheimnis, sie werden zur Tarnung eingenebelt. Der Kapitän der Wobau (Bürgermeister (CDU)) diente als Zeuge für seinen Steuermann (Häßler)… und eine Versammlung soll die Glocke auch nicht geläutet haben. Die Neuruppiner haben nach Überlegung der Sache, das Manöver-Kommando nach Frankfurt abgegeben, … nach Ermessen hätte die Schwerpunkkriminalisten die Akte auch gleich versenken können, aber sie taten es nicht… und dass ist auch gut so. Getroffene Hunde bellen. Keiner hätte von „Anonym“ etwas erfahren, wenn man die MOZ nicht als ein Rettungsboot eingesetzt hätte. Das Boot hat man aber auf den falschen Kurs gebracht, denn es gibt kein anonymes Ziel, die Anzeige trägt eine Wappen-Unterschrift. Das nächste ausgesetzte Rettungsboot, ein Rechtsanwalt, irrt mit seinen Vermutungen auch hilflos im Wasser herum und gibt mit seiner Fahne uns ein Zeichen, ein böser Mieter-Pirat war es, der ständig schon über Jahre immer wieder versucht, das Wobau –Schiff anzugreifen, es ihm aber mit der Waffe eines Manöverschiedsrichters aus der alten Kaiser-Wilhelm-Straße (heute Breitscheid) nicht gelungen sei, das Boot zum Sinken zu bringen. Spätesten nach dem zweiten feindlichen fehlgeschlagen Angriffsversuch, hätte man den Piraten mit Hilfe aller Tricks, die zulässigerweise auch unter die Gürtellinie(z.B mit Lügen) gehen können, den Mieter aus den Manöver-Bereich durch Schiedsrichter entfernen lassen, aber das geschah nicht. Stimmt hier etwas nicht? Habe niemals die WoBau verklagt!!! Wer das behaupte streut Gerüchte…warum auch immer. Die Frage ist nun, ob der Unbekannte Pirat, ein Spielregelverstoß nach § 186 Üble Nachrede oder § 187 Verleumdung StVG begannen hat, sicherheitshalber alles in die Waagschale werfen. Man hat wahrscheinlich noch nicht sein Seepferdchen-Test im neuen Bernauer Hallenbad bestanden, da ein Kopfsprung ins flache Wasser tödlich sein kann. Kopfsprungersatzfrage: § 187 StVG Verleumdung „Wer wider b e s s e r e s Wissen …unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet,.., wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Wirft da jemand nicht mit Steinen im Glashaus? Der Anonyme hat sich eine Rettungsweste angezogen, denn er stellte „nur“ eine Frage und eine Vermutung bezüglich der Spielregeln. Dem Gerüchtesturm über das Kommando hat man nun aus den Segeln genommen, dafür sollte man doch dankbar sein und nicht versuchen jemanden zu Boden zu treten. Die öffentliche Pranger-Stellung werde ich schon irgendwie überstehen, denn im Steintor wird sich sicherlich noch etwas Passendes finden. Die Dukaten für Verteidigungs-und Strafkosten werde ich mit Fördermitteln der Pommerania bezahlen, denn es wird hier eine Begegnung mit meinen polnischen Verteidigern geben. Vielleicht gibt es auch so viel Fördermittel, dass es gleich ein Bus voll wird, abends gibt noch in der Tourist Information kostenlos einige Fässer neues Bernauer Schwarzbier „ ein Bier entstanden, das fruchtiger sei als ein klassisches Schwarzbier, mit einer Stachelbeer-Pfeffferminz-Note.“ MOZ, das zu Patent angemeldet sein soll. Sollte ich als Strafe meine Wohnung verlieren, so wird es ja nun ein Platz im Mühlentor und eine Funktion für diesen Grabstein geben. Als Mieter und muss ich dann per Gesetz die Behausung ständig für Besichtigungen offenhalten. „Bei der Wobau sind inzwischen die Vorbereitungen zum Aufstellen der weltgrößten Wappenuhr wieder aufgenommen worden.“ MOZ Und das ist gut so, zu wissen, dass dies nun kundig wurde, was in meinen Betriebskostenabrechnung so alles verschleiert wird und ich kann die Wobau wieder verklagen. Danke… Merke: Hierfür ist Neuruppin (Korruptionskriminalität) nicht zuständig, sondern jemand in der Breitscheidstraße. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Frage : Haben die Piraten eine Zukunft --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Artikel 5 Grundgesetz „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ PS : Einen freundlichen und persönlichen Piratengruß an „ DER MAL WIEDER", stärkt mich im Kampf gegen die Mühlen... Herr Häßler ist doch eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens – DDR - hauptamtlicher Funktionär der Gewerkschaft… Kürzlich haben auf den Bernauer Marktplatz die Piraten ihre Trommel gerührt, das werden die Linken Händeheber nicht gern gehört haben…

der mal wieder 04.05.2012 - 23:01:04

der bürger hat geklagt, weil er sich im recht sah

auch ich bin ein bürger dieser stadt. auch ich sehe es so, wie dieser bürger. er hat recht getan und ein gericht angerufen zu richten. dafür ist ein gericht da, auch wenn es nicht gerecht richtet (so wie in diesem fall) - aber nun hat es gerichtet. herr häßler selber ist mir absolut kein begriff. daher gehe ich davon aus, daß er nur ein kleines licht hier in bernau ist, der sich in der ehre gekränkt fühlt. wie kleine kinder gibt es wohl eine gegenklage und dann wiederum eine gegenklage vom gegegegenkläger usw. - eine irrre welt. diesen bürgermeister werde ich mit seinen schergen nach all den jahren nicht mehr wählen - daß ist alles ein großer klüngel in diesem nest. ich werde ab der nächsten wahl genausestens das wählen, was aufschreckt.

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