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Strausberger erlag im Alter von 71 Jahren schwerer Krankheit

Ex-Landrat Jürgen Reinking gestorben

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Doris Steinkraus / 16.05.2012, 07:45 Uhr
Strausberg/Seelow (MOZ) Im Alter von 71 Jahren ist der einstige Landrat von Märkisch-Oderland, Jürgen Reinking, am 14. Mai gestorben. Bis zur Wende war er als Lehrer in Strausberg tätig. Er gehörte zu denen, die nach dem politischen Umbruch zunächst im Altkreis Strausberg eine neue Verwaltung aufbauten. Er wirkte mit dem Mandat der SPD als Zweiter Beigeordneter im Bereich Bildung, Jugend und Sport im Kreis Strausberg. Mit der Großkreisbildung übernahm er diese Funktion auch in der neuen Struktur, war stellvertretender Landrat von Gunter Fritsch.

Nach dessen Weggang wurde Jürgen Reinking 1998 zum neuen Landrat von Märkisch-Oderland gewählt. Diese Funktion übte er bis zu seiner Pensionierung im November 2005 aus. Schon zu dieser Zeit erkrankte er schwer, kehrte aber mit großem Ehrgeiz noch einmal an seinen Arbeitsplatz zurück. Er wirkte nach seiner Pensionierung in vielen Gremien weiter ehrenamtlich, nahm auch an kreislichen Veranstaltungen teil.

"Sein kommunalpolitisches Handeln galt stets dem Wohle der Bürger in seiner Heimat", würdigen Landrat Gernot Schmidt (SPD) und Kreistagsvorsitzender Wolfgang Heinze (Linke) in einem gemeinsamen Nachruf. Weiter heißt es darin: "Sein Einsatz für die Menschen, seine große Kompetenz sowie seine Geradlinigkeit zeichneten sein Handeln aus. In verschiedenen Gremien brachte er seinen großen Sachverstand, seine politische Erfahrung und seine persönliche Überzeugung in vorbildlicher Weise ein."

Über die Parteigrenzen hinweg sei Jürgen Reinking ein geschätzter und hoch geachteter Kommunalpolitiker gewesen. Sein besonderes Engagement habe dem Ausbau der Bildungseinrichtungen im Kreis gegolten. Der Landkreis trauere um einen wichtigen Wegbereiter der Entwicklung Märkisch-Oderlands. "Wir werden seine offene und herzliche Art, seine Lebenserfahrungen und sein Wirken nicht vergessen", versichern Gernot Schmidt und Wolfgang Heinze. Das Mitgefühl und die Anteilnahme gelte seiner Familie.

In der heimischen Geborgenheit seiner Familie - er hinterlässt eine Frau, zwei Söhne und ein Enkelkind - fand der Kommunalpolitiker in den ihm vergönnten Jahren des Ruhestandes Rückhalt und Unterstützung. Als sein größtes Glück bezeichnete er noch vor wenigen Wochen, dass es ihm vergönnt war, die Freuden eines Großvaters zu erleben.

Die Beisetzung findet am 19. Mai um 11 Uhr auf dem evangelischen Friedhof Sankt Marien in Strausberg statt.

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