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Schöne Nase besucht hässliche Ohren

Sie hebt ihn: Unter Anleitung von Daniel Heinz (l.) üben Constanze Röhn und Kai Liebchen eine Hebefigur.
Sie hebt ihn: Unter Anleitung von Daniel Heinz (l.) üben Constanze Röhn und Kai Liebchen eine Hebefigur. © Foto: MOZ
Manja Wilde / 18.05.2012, 20:20 Uhr
Schöneiche (MOZ) So sähe das also aus, wenn die Nase ein Eigenleben hätte: Zehn Männer und Frauen schnüffeln an Säulen und Vorhängen. "Jetzt schaut sich die Nase die Augen an", gibt Daniel Heinz die nächste Anweisung. "Ich bin schön, mein Gott, da sind ja die Ohren, sind die hässlich - gebt der Nase einen Charakter", fordert der Schauspieler vom Theater Frankfurt (Oder) die Teilnehmer des Workshops Körper und Bewegung auf.

In Schöneiche laufen die Brandenburgischen Amateurtheatertage. 80 Mitglieder verschiedener Bühnen sind zu Gast. Zwei Workshops, Ortsrundfahrten und naturkundliche Führungen gehören zum Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt steht aber natürlich jede Menge Theater. Acht Stücke werden in drei Tagen gezeigt.

Am heutigen Sonnabend enden die Theatertage mit zwei Vorführungen. Um 11.30 Uhr gibt das Theater "Zeitlos" aus Rathenow "Hans Sachs: Der tote Mann /Das heiße Eisen". Um 14.30 Uhr folgt das Gastspiel "Medea" der einzigen professionellen Bühne, des Theaters Frankfurt (Oder).

Die meisten Teilnehmer reisten Donnerstag an, um das volle Programm zu erleben. Übernachtet wird im Jugenddorf am Müggelsee. Mit Lagerfeuern und Feuershows lassen die jungen Leute die Tage ausklingen. "Wir saßen gestern bis 1.30 Uhr am Feuer", sagt Marie Jose Büttner. Jetzt sitzt sie im Garten der Kulturgießerei, nippt am Kaffee und blinzelt in die Morgensonne. Seit vier Jahren spielt die 16-Jährige am Eisenhüttenstädter Theater "The Ei" - in Schöneiche steht sie nur für einen Sketch auf der Bühne. Gleich will sie in den Workshop Improvisationstheater. "Es macht alles tierisch viel Spaß", sagt Marie Jose begeistert.

"Total schön", schwärmt auch Constanze Röhn vom Schöneicher Tanztheater Lumota. Sie hat gerade den Bewegungs-Workshop mitgemacht. Dass die Kraft aus der Hüfte kommen muss und im Becken der Körperschwerpunkt liegt, sind Dinge, die sie gelernt hat und künftig anwenden will.

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Erika von der Heide 18.05.2012 - 23:25:13

aufmunternde Komik

:-D Liebe Frau Manja Wilde, vielen herzlichen Dank, für die aufmunternde Komik. Ihre Artikel sind die besten ! Wir haben haben ja schallend laut gelacht. Und das lag nicht nur am Feierabend-Wein. Jaja, der Quatsch wird immer quätscher, bis er quietscht. Soweit ist es nun mit der Eigen-Bildung der Multikulti-Jugend gekommen. Wer zu faul zum produktiven Arbeiten und Rucksack-Wandern ist, muss sich halt seinen Neigungen entsprechend, anders die Zeit vertreiben. Und sei es nur mit Ortsrundfahrten im supermodernen, klimareguliertem Reisebus, auf der Autobahn oder durch enge Dorfstraßen, jeder Menge eigenes Theater beim Schnüffeln mit toten Männern (ein heißes Eisen), ist aber auch ein tierischer Spaß. Dass die Kraft immer aus der Hüfte kommen muss und im Becken der Körperschwerpunkt liegt, sind Dinge, die jede Frau instinktiv schon gelernt hat und jede Teilnehmerin dieser Bewegungs-Workshops das Neuerlernte auch künftig anwenden will. Deutschland braucht unbedingt die Bevölkerungsdichte der übervölkerten Länder. .... Große qualmende Lagerfeuer am Waldesrand im Frühlingswind, lässt im Anblick total schöner funkensprühender Feuershows auch so manches Feuerwehrherzel höher schlagen. - Jaja, die stürmische Jugend von heute.... nur noch Blödsinn, Jux und Dollerei im Kopf. Und sowas nennt sich dann moderne Eier-Tanz-Kunst. - Jedes registrierte Kind braucht doch einen Namen, wegen der Unterhaltung und so. ;-)

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