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Festhöhepunkt am 16. Juni / Hans-Peter Kirchbach sagt Besuch zu / Umzug mit 42 Bildern und polnischer Beteiligung

Hohenwutzen feiert Dreifach-Jubiläum

Die historische Futtermühle: Hier wird am 16. Juni die Tribüne für den Festumzug stehen. Von ihr aus wird die Moderatorin Rita Walther das Geschehen kommentieren.
Die historische Futtermühle: Hier wird am 16. Juni die Tribüne für den Festumzug stehen. Von ihr aus wird die Moderatorin Rita Walther das Geschehen kommentieren. © Foto: Sören Tetzlaff
Jens Sell / 20.05.2012, 07:55 Uhr
Hohenwutzen (MOZ) Vom 15. bis 17. Juni feiert Hohenwutzen ein Dreifach-Jubiläum: Seinen eigenen 675. Geburtstag, den 100. Jahrestag der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr und den 15. Jahrestag des Sieges über die Oderflut 1997.

Als Schirmherren haben die Organisatoren um Vize-Ortsbürgermeister Wolfgang Schure und Wolfgang Schern vom Vorbereitungskomitee Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gewonnen. Zugesagt hat sein Kommen auch der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr Hans-Peter von Kirchbach, der 1997 die Bundeswehrverbände befehligte, die maßgeblich zur Rettung des Oderdeichs bei Hohenwutzen beigetragen haben. Auch der Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr habe sich angekündigt, berichtet Wolfgang Schern. Er plant, im Verlauf des zweistündigen Nachmittagskonzerts des 1. Brandenburgischen Garde-Blasmusikkorps am Sonnabend an zwölf verdienstvolle Helfer der Oderflut 1997 Urkunden des Ministerpräsidenten überreichen zu lassen. An das für die Gemeinde existenzbedrohende Ereignis und seine Abwendung soll auch ein Gedenkstein erinnern, der in einer morgendlichen Feierstunde vor dem Fest, am 16. Juni, um 9 Uhr, auf dem Grün-Dreieck zwischen Hohenwutzener Chaussee und B 158A eingeweiht wird.

Das Festgelände werden der ehemalige große Parkplatz hinter der Feuerwehr, aber auch der Platz neben dem Gerätehaus mit dem Schleppdach sein. Denn parallel zum Ortsjubiläum läuft das 100-Jährige der Feuerwehr. Und zum Jahrestag der Oderflut gehört die Ortswehr ohnehin dazu. So wird sie am Sonnabend neben Technik und Löschübungen auch den Sandsackverbau vorführen, der im Oderbruch zum Grundhandwerk der Retter gehört. Mit der Drehleiter, also dem "Giga-Lift", können sich die Festbesucher für ein besonders beeindruckendes Fotomotiv in große Höhe heben lassen.

Die Feuerwehr leitet die drei Festtage mit einem Leistungsmarsch ein, der am Freitag um 18 Uhr beginnt und 23 Uhr endet. Ebenfalls am 15. Juni startet um 20.30 Uhr der Fackelzug. Danach, gegen viertel zehn, beginnt die Disko.

Den Sonnabend leiten die Spielleute aus Oderberg mit einem einstündigen Weckkonzert ein. Ab zehn Uhr gastiert das Jugendorchester der Kreismusikschule Bad Freienwalde. Höhepunkt aller drei Tage soll der Festumzug werden. Er führt durch den Fährweg und die Hohenwutzener Chaussee zur Friedhofstraße und von dort zum Festgelände. Wolfgang Schern spricht von 42 bis 46 Bildern und betont, dass auch die polnischen Gäste ein Bild gestalten werden: "Sie sind auf das Mittelalter spezialisiert." Die Plakate, die er diese Woche in der Kurstadt und den Ortsteilen verteilt hat, hat das Festkomitee auch in polnisch drucken lassen und nach Cedynia gebracht.

Die Organisatoren haben enge Verbindungen ins frühere Zehden, in das einst immerhin täglich die Eisenbahn über Hohenwutzen fuhr, geknüpft. Der Bürgermeister wird als Ehrengast erwartet. In Niederwutzen haben die Organisatoren einen Busunternehmer aufgetan. Ihn wollen sie dazu gewinnen, einen Shuttle-Verkehr zwischen Cedynia und Hohenwutzen sicherzustellen. Und nicht nur den Festumzug, sondern auch das Kulturprogramm zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr werden die Polen mit Tanz und Gesang bereichern. Rund 30 Hohenwutzener werden schon eine Woche nach dem Fest einen Gegenbesuch in Polen abstatten. Dann feiern die Freunde in Cedynia ein Ritterfest. So viel grenzüberschreitende Aktionen sind der Europäischen Union, speziell der Pro Europa Viadrina, auch Fördermittel wert.

Die große Tribüne für den Umzug soll in Höhe der Futtermühle aufgebaut werden. Vom Rundfunk Berlin-Brandenburg hat das Vorbereitungskomitee nicht nur die Moderatorin Rita Walther für den ganzen Tag gewinnen können, sondern auch die Schlagernacht am Lagerfeuer mit vielen bekannten Künstlern. Der Frankfurter Veranstaltungstechnik-Spezialist wird die Beschallung des Festplatzes und der Umzugsstrecke gewährleisten, damit die Erläuterung der Bilder des Umzugs auch von allen Zaungästen gehört wird. Doch auch regionale Künstler werden den Festtagen ihren Stempel aufdrücken. So nach Schlagernacht und Höhenfeuerwerk noch die Oderdammis bis früh um zwei. Und acht Stunden später, zum Frühschoppen am Sonntag um zehn, packt das Schulzendorfer Tanz- und Blasorchester sein Holz und Blech aus.

Auch die Feuerwehr plant für den Sonntag noch einen feierlichen Appell mit Auszeichnungen sowie Showvorführungen. Und dass an allen Festtagen beim Gerätehaus eine breit angelegte Kinderbelustigung stattfindet, versteht sich.

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