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Vielleicht dauerhaft mehr Polizei in Grenzregion

Dietmar Woidke
Dietmar Woidke © Foto:
dpa / 27.05.2012, 14:05 Uhr
Potsdam (dpa) In der Grenzregion zu Polen wird es wegen der hohen Kriminalitätsrate möglicherweise langfristig eine stärkere Polizeipräsenz geben. Bis Ende Juni unterstützen dort noch drei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei die Soko "Grenze" und die Polizeidirektionen Ost und Süd. Eine Verlängerung des Einsatzes der Hundertschaften und eine dauerhaft erhöhte Präsenz von Beamten könne aber nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur dpa.

Die drei Hundertschaften der Fachdirektion Besondere Dienste des Polizeipräsidiums waren Anfang Januar an die deutsch-polnische Grenze beordert worden, um dort die hohe Zahl der Einbrüche und Autodiebstähle einzudämmen. Weil die Zahl der Delikte weiter wuchs, kündigte Innenminister Dietmar Woidke (SPD) im März eine dreimonatige Einsatzverlängerung bis Ende Juni an.

Ob die Maßnahme mittlerweile Wirkung zeigt, kann laut Innenministerium noch nicht gesagt werden. Die polizeiliche Kriminalstatistik könne nach wenigen Monaten "noch keine belastbaren Trendaussagen" treffen, sagte der Sprecher. "Offensichtlich bleibt der verstärkte Einsatz der Polizei jedoch nicht ohne Wirkung."

Laut Ministerium steigt die Kriminalitätsrate vor allem in den Gebieten, wo es den Menschen wirtschaftlich besser geht. Die Grenze zu Polen entwickle sich immer mehr zu einer Wohlstandsgrenze. Ob sich das Problem der Grenzkriminalität mit dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im Juni noch einmal verschärfen wird, lässt sich laut Innenministerium schwer im Voraus sagen. Derartige Erkenntnisse lägen nicht vor, sagte der Sprecher. Die Polizei rechnet während des Turniers auf Brandenburgs Straßen mit tausenden Fans auf Durchreise.

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rosarote welt 28.05.2012 - 17:13:25

keine Frage

Falsch: Vielleicht dauerhaft mehr Polizei in Grenzregion Richtig: Dauerhaft mehr Polizei in Grenzregion Alles Andere ist politisches Geschwätz.

Jürgen Maresch 28.05.2012 - 11:09:52

Handeln

Dann schlage ich ernsthaft vor, dass gehandelt wird. Die Polizeireform muss in Teilen gestoppt werden. Es darf nicht zur Reduzierung von ca.600 Stellen des Wechseldienstes kommen, Die Reduzierung der Präventionsstellen und der Kripo um die Hälfte bis zum Jahr 2019 muss unverzüglich gestoppt werden. Dafür können wir Prestigprojekte wie eine teure Sportlergruppe und Polizeiorchester sparen und das frei werdende Geld in Polizsiten auf der Straße investieren. In Zeiten knapper Kassen ist es eben nicht anders möglich. Es ist ja keine Frage, dass mit dem Geld der Bürger sorgsam umgegangen werden muss. Aber wer an der inneren Sicherheit in dem Maße spart wird die Konsequenzen am Ende spüren- und es wird immer teurer. Dies gilt übrignes auch für den Bund. Auch dieser hat den penetranten Abbau von Kollegen der Bundespoliuzei endlich zu stoppen und die besondere Situation an der Grenze zu akzeptieren. Jürgen Maresch, MdL EPHK a.D.

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