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Stadt Wriezen sichert Lüdersdorf Fläche zu

Elterninitiative erzielt Erfolg für Spielplatz

Christina Schmidt / 16.06.2012, 07:55 Uhr
Lüdersdorf (MOZ) Einen großen Schritt in Richtung öffentlicher Spielplatz im Wriezener Ortsteil Lüdersdorf hat die extra für diesen Zweck gegründete Elterninitiative am Donnerstag errungen. Die Stadt Wriezen sichert ihnen ein Grundstück zu. Doch das Geld für den Bau fehlt weiterhin.

In Lüdersdorf soll wieder junges Leben einziehen. Das Dorf will attraktiv sein für Familien, die sich dort niederlassen und sich wohlfühlen. Vor allem die kleinen Einwohner haben die Lüdersdorfer im Blick: Ein Spielplatz in der Dorfmitte hat daher oberste Priorität für sie. Schon seit eineinhalb Jahren kämpfen die Lüdersdorfer um Frank Fiedler für den Spielplatz. "Viele junge Familien, aber auch Eltern mit älteren Kindern, bedauern, dass wir besonders an den Wochenenden und abends keine Möglichkeiten haben", sagt Frank Fiedler.

In nicht allzu ferner Zukunft soll sich das nun ändern. Und bis dahin lehnen sich die Eltern nicht etwa zurück und warten auf finanziell bessere Zeiten. Im Gegenteil, die Lüdersdorfer ziehen an einem Strang, sammeln Spenden und organisieren Veranstaltungen und Feiern, um mit den Erlösen den Spielplatzbau zu finanzieren. "Wir wollen ein Zeichen setzen, indem wir schon Geld mitbringen und uns immer weiter engagieren", sagt Frank Fiedler. "Wir wissen selbst, dass uns die Stadt kein Spielplatz zaubern kann." Schließlich erhöhe ein Spielplatz die Attraktivität im Dorf. Und es gibt einen weiteren positiven Nebeneffekt, der schon jetzt deutlich wird: Der Zusammenhalt im Dorf wächst. Einheimische und Zugezogene kämpfen gemeinsam.

Unterdessen werden die Planungen konkreter. Auch wenn die Lüdersdorfer einen Großteil der mit bis zu 15 000 Euro geschätzten Investition noch nicht zusammenhaben, sie strotzen vor Ideen und Tatkraft. Über die Oderbruch-Stiftung wollen sie weitere Spendengelder akquirieren, sich um Fördergelder bemühen und einige der nötigen Bauleistungen in Eigenregie absichern. Was bis Donnerstagabend fehlte, war ein klares Votum der Abgeordneten. Denn das favorisierte Grundstück direkt am Gemeindezentrum gehört der Stadt Wriezen. Sie muss das Gelände für diesen Zweck vorhalten, sonst wäre jeglicher Tatendrang der Lüdersdorfer am Ende vergebens.

Frank Fiedler erntete in der Hauptaussschusssitzung am Donnerstag stellvertretend für alle engagierten Eltern viel Lob von Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) und den Abgeordneten. Schnell gaben sie die Fläche für den Spielplatz frei. Und steuerten einige Ideen bei, die die Kosten im Rahmen halten können und das Vorhaben schnell realisierbar machen. So regte Jutta Werbelow (SPD) an, die Planungen des Spielplatzes in Eichwerder für Lüdersdorf wiederzuverwenden. Und Eberhard Tonne (CDU) schlug vor, das natürliche Gefälle des Geländes in die Planungen mit einzubeziehen, um Baukosten zu minimieren.

Die Erleichterung bei Initiativensprecher Frank Fiedler war groß. Doch alle Steine sind mit dem einstimmigen Votum der Abgeordneten nicht aus dem Weg geräumt. Der Grund: Der Kita-Spielplatz, der ebenfalls in städtischer Hand ist. Aufgrund der Kosten für Wartung und Pflege müsse langfristig überlegt werden, ob zwei Spielplätze wirklich sinnvoll seien, so Uwe Siebert.

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