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Straßenstaffel passiert den Niederbarnim

Sabine Rakitin / 20.06.2012, 07:59 Uhr - Aktualisiert 20.06.2012, 08:36
Bernau (MOZ) Am Freitag startet in Ravensbrück die 24. Straßenstaffel, die an die Gräueltaten während des 2. Weltkrieges und insbesondere an den Todesmarsch von Frauen aus Lidice erinnern soll. Unter der Schirmherrschaft des tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus und der Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Matthias Platzeck und Stanislaw Tillich, führt die rund 730 Kilometer lange Tour von Ravensbrück bis nach Lidice und Ležáky in Tschechien, wo die Läufer und Radfahrer am Sonntag erwartet werden.

Am Freitagmittag durchquert die Staffel den Niederbarnim. Gegen 12.30 Uhr passieren die Teilnehmer Wandlitz/Stolzenhagen und fahren dann auf der L 29 über Lanke auf die L 31 durch Ladeburg (Bernauer Straße) bis nach Bernau (über die Ladeburger Chaussee, Jahnstraße und August-Bebel-Straße). Gegen 13 Uhr ist auf dem Platz vor dem Steintor eine symbolische Schleifenanbindung geplant.

Anschließend geht es weiter auf der L 30 (Börnicker Chaussee) durch Nibelungen und Börnicke Richtung Löhme. Dort warten die nächsten heimischen Radfahrer und Läufer auf die Staffel. Wer möchte, kann sich an jedem Punkt der Strecke den Teilnehmern anschließen.

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A.W. 20.06.2012 - 08:43:22

Aha....

Ich will hier sicher nichts aufrechnen, würde mich aber mal freuen, wenn sich “unsere” Ministerpräsidenten auch mal für - unschuldige - deutsche Opfer einsetzten würden. Das geschieht nicht und nirgends. Kleines Beispiel aus Wikipedia… "...Der „Brünner Todesmarsch“ wurde vorwiegend von den tschechischen Arbeitern der „Brünner Waffenwerke/Československá zbrojovka“ geplant und durchgeführt. Als Hauptorganisator dieses Verbrechens gilt der tschechische Stabskapitän Bedřich Pokorný. Er wechselte wenig später ins tschechische Innenministerium und gilt auch als Organisator des Massakers von Aussig vom 31. Juli 1945. Aufgrund des „Amnestie-Gesetzes“ Nr. 115 vom 8. Mai 1946 blieben die begangenen Straftaten ungesühnt, demnach ist es im eigentlichen Sinne ein „Straffreiheits-Gesetz“... " Und weiter zu den Opfern rund 8.000... "In Pohrlitz/Pohořelice, auf halbem Weg zwischen Brünn/Brno und der Grenze zu Niederösterreich, befinden sich mehrere Massengräber der Opfer des Todesmarsches. Eines davon mit 890 Gräbern ist mit einem schlichten Gedenkstein als Grab erkennbar, wird jedoch weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Im Garten des Augustinerklosters in Brünn/Brno erinnert seit 1995 ein Gedenkstein an die Opfer des Brünner Todesmarsches. In zahlreichen Ortsfriedhöfen an der Strecke des Todesmarsches in Österreich erinnern Gräber und Gedenksteine an die Ereignisse, so etwa in Drasenhofen, Poysdorf, Mistelbach, Wolkersdorf, Stammersdorf und Purkersdorf. An der Außenfassade des neuen Altvaterturms auf dem Wetzstein (Berg) im südlichen Thüringer Wald wurde 2004 eine Gedenktafel für die Opfer angebracht. Am 29. Mai 2005 gedachten die Südmährer anlässlich ihres jährlichen Kreuzbergtreffens aller Opfer der Vertreibung, insbesondere jedoch des 60. Jahrestages des „Brünner Todesmarsches“..." Nur eine Anmerkung... Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland über 890 Gräber hinweg Ackerbau betrieben wird...

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