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Zwei begeisterte Radler testen Europa-Radweg

750 Kilometer auf dem R 1 durch Polen

Hans-Günter Hoffmann
Hans-Günter Hoffmann © Foto: Christoph Kopetzki
GABRIELE RATAJ / 21.06.2012, 06:15 Uhr - Aktualisiert 21.06.2012, 14:10
Rehfelde (MOZ) Hans-Günter Hoffmann hat sich vom R 1 „verführen“ lassen. Auf dem durch seinen Wohnort verlaufenden Europa-Radweg legte er mit seinem ebenso radbegeisterten Begleiter Christoph Kopetzki täglich zwischen 50 und 120 Kilometern zurück, um „an der polnischen EU-Außengrenze, etwa 50 Kilometer vor Kaliningrad, anzuschlagen“.

Angeregt worden war Hoffmann von einer Publikation zur Euroroute des R 1 durch Polen, mit Tourguide, Karten und GPS-Tracks - „gekauft zum Sattelfest auf dem Markt in Altlandsberg“. Die Tracks habe er auf sein Auto-Navi übertragen, berichtet er, was sich auch bei der abendlichen Quartiersuche als sehr nützlich erwiesen habe.

„Fünf Kilometer vor dem jeweiligen Ziel haben wir Übernachtung eingetippt und dann mehrere Angebote bekommen. Eines davon hat immer gepasst“, sagt Hoffmann auf MOZ-Nachfrage und spielt damit auf den Geldbeutel an. Auch die Verpflegung sei unproblematisch gewesen: häufig Übernachtung mit Frühstück, auch mal Suppekochen in einem Agrotouristik-Quartier, abends oft in Gaststätten am Zielort und „außerdem gibt es in jedem kleinen Ort einen Laden, wo man Brot, Wasser usw. kaufen kann“.

Der R 1-Kurs führe in Polen zumeist über Nebenstraßen und sei nur in größeren Orten als separater Radweg ausgelegt. „Zumeist ist er jedenfalls asphaltiert“, schildert der Rehfelder die Beschaffenheit des Europa-Radwegs durch das Nachbarland. Dass Polen in der EU angekommen ist, hätten z. B. zahlreiche EU-Schilder an in Bau oder Sanierung befindlichen Straßen, am Dorfteich oder an Gebäuden gezeigt.

Auf ihrer Tour fanden Hoffmann und Kopitzke schöne Landschaften, sehenswerte Städte, begeisternde Bauwerke und viele freundliche Menschen, erlebten Fronleichnam-Prozessionen und wurden beim Dorffest spontan zum Bigosz eingeladen.

„Ein kontrolliertes Abenteuer“, nennt es Hans-Günter Hoffmann im Nachhinein, „eine Fahrt durch die Geschichte.“ Und obgleich die Rücktour per Bahn absolviert wurde, kam das Rad auf den letzten Kilometern nochmals zum Einsatz: dank Schienenersatzverkehr der S-Bahn und einem Bus, in den kein Drahtesel passte.

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