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Kongress der Zeichner bleibt bis zum 1. Juli in Eisenhüttenstadt

Bilder statt Worte

Kunst für alle: Marta Linynska, Jewgen Samborsky und Pawel Althamer (v.l.) laden zum Zeichnen ein.
Kunst für alle: Marta Linynska, Jewgen Samborsky und Pawel Althamer (v.l.) laden zum Zeichnen ein. © Foto: MOZ/Aileen Hohnstein
Aileen Hohnstein / 22.06.2012, 06:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Tür steht offen in der Straße der Republik 37. So soll es auch sein. Denn alle Eisenhüttenstädter sind in dem leerstehenden Geschäft willkommen. Eingeladen, die weißen Wände mit Hilfe von Stiften, Acrylfarbe und Tusche zu gestalten und sich dadurch auszudrücken, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Rahmen der Berlin Biennale, die in Eisenhüttenstadt fortgesetzt wird, präsentieren der polnische Künstler Pawel Althamer und sein Team das Projekt "Draftsmen's Congress" (dt. Kongress der Zeichner). "Zeichnen ist die älteste Tradition, die wir haben. Es ist der einfachste Weg, miteinander zu kommunizieren", sagt Pawel Althamer, der das Projekt initiierte. In Berlin wurde es in der St. Elisabeth-Kirche veranstaltet, mit großem Erfolg. Bis zu 300 Menschen kamen täglich, um die Wände zu bemalen. Auf einen ähnlichen Erfolg hoffen sie auch in Eisenhüttenstadt.

Doch bisher nahmen nur wenige Eisenhüttenstädter die Einladung wahr. Seit Montag wären nur zwei Leute vorbeigekommen. "Gestern haben wir eine Gruppe Jugendlicher eingeladen und uns mit ihnen unterhalten", erzählt Marta Linynska erfreut. Das sei es, was ihr besonders am Projekt gefalle - mit Menschen in Kontakt kommen, erfahren, wie sie denken, sehen, worin sie sich unterscheiden. Lächelnd zeigt sie auf das Kunstwerk der Gruppe: Ein großes rotes Herz prangt an der weißen Wand, EHST und die Namen der Jugendlichen umrahmen es. "Es gibt keine Grenzen. Du kannst alles machen, man braucht keine Worte", betont der ukrainische Künstler Jewgen Samborsky. Über Bilder könnten Emotionen oder politische Aussagen vermittelt werden. "Das Projekt ist ein Prozess. Es liegt an den Menschen hier, wie es sich entwickelt", sagt Althamer. Noch bis zum 1. Juli haben alle in der Stahlstadt die Möglichkeit, den Raum zu nutzen, der von 12 bis mindestens 17 Uhr geöffnet ist.

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