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Das Amtslager der Jugendfeuerwehren der Märkischen Schweiz verfolgt bei allem Spaß wichtige Ausbildungsziele

Mit der Nudel Verantwortung üben

Gabriele Rataj / 01.07.2012, 19:54 Uhr - Aktualisiert 01.07.2012, 19:57
Waldsieversdorf (MOZ) Die Jugendfeuerwehr Zinndorf hat es geschafft. Sie hat in einem Kopf-an-Kopf-Rennen dem Vorjahressieger Grunow den ersten Platz im Orientierungslauf abgekauft. Dritter des großen Wettbewerbs im Amtslager der Jugendfeuerwehren der Märkischen Schweiz wurde Ihlow.

Es soll Spaß machen, aber auch nicht zu einfach sein. So müssen die Feuerwehr-Eleven zwischen acht und 16 Jahren aus dem Amtsbereich Märkische Schweiz beim Orientierungslauf ohne Hilfe ihrer Jugendwarte an sieben Stationen zeigen, was sie können. Die Waldsieversdorfer haben mehrere Kilometer Kurs abgesteckt und prüfen vor ihrem Gerätehaus die Fertigkeiten des Nachwuchses an Geräten, Armaturen und bei Knoten.

An anderen Stellen geht es um Erste Hilfe, wird geschient und Druckverband angelegt oder das Verhalten bei Notruf getestet. Lustig wird es dagegen, wenn mittels einem auf dem Helm befestigten Schwamm Wasser aufgenommen, über eine Strecke transportiert und ausgedrückt werden soll. Wer schafft die meisten Milliliter? Oder das Ausrollen des C-Schlauchs wird damit verbunden, einen Tennisball auf Zeit durch diesen zu drücken. Der Beutel mit der Feuerwehrfangleine muss gezielt in einem fünf Meter entfernten Behälter landen ...

Damit erschöpft es sich nicht. Beim Wissensquiz sollte der Jugendfeuerwehrmann schon wissen, woran er eine Arbeitsleine erkennt, welche Aufgaben der Angriffstrupp im Löscheinsatz hat, aber auch, wie sein Jugendwart heißt. Geht es doch auch darum, dass die Jüngeren oder Neuen in den Gruppen die Kriterien für die Jugendflamme 1 schaffen.

Nicht zu vergessen die Nudel. Sie ist immer dabei. Verpackt oder versteckt. Beim Abendessen, zur Nachtwanderung, beim Badespaß am Strand oder Grillen am Lagerfeuer. Mit Argusaugen muss sie bewacht und auf Verlangen auch vorgezeigt werden. „Verantwortung lernen und Spaß haben müssen sich ja nicht ausschließen“, sagen Elke Ihde und Nadine Wagner. So kam der Amtsjugendlagerwartin und ihrer Stellvertreterin die Idee mit der Nudel und im Jahr zuvor dem rohen Ei. Wie ein Maskottchen musste jede der zehn Jugendwehren dieses während der drei Tage hüten.

Eine Menge Vorbereitung steckt hinter dem Amtsjugendwehrlager, dem mittlerweile vierten dieser Art. Den Zusammenhalt, das Zusammenwirken untereinander bereits hier auszuprägen, ist wichtiges Anliegen dabei. „Dafür waren die kreislichen Lager einfach zu groß“, schätzt Amtswehrführer Hartmut Sommer ein. Was sich aber Elke Ihde und Nadine Wagner für die Amtslager im Ferienpark am Däbersee einfallen lassen, wie viel Mühe und Ideen dahinterstecken, das sei mehr als lobenswert. Dafür wurde ihnen zur eigenen Überraschung zum Eröffnungsappell die Ehrennadel der Kreis-Jugendfeuerwehr angesteckt und Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann stellte klar, dass es auch ein 5. Lager geben wird bzw. Finanzhilfe dafür. Denn ein Bestreben steht über allem: Die Einsatzgruppen der Freiwilligen Feuerwehr bauen auf das Nachrücken junger Leute.

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