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Stadt bereitet Fragebogenaktion vor

Biesenthaler zu Leitbild 2030 gefragt

Brigitte Horn / 04.07.2012, 07:10 Uhr
Biesenthal (MOZ) Wie soll sich Biesenthal in den nächsten Jahren entwickeln? Die Antwort darauf erhoffen sich die Biesenthaler Stadtverordneten von den Einwohnern der Stadt. Dazu wird derzeit eine Bürgerbefragung vorbereitet, für die das Biesenthaler Forum der Lokalen Agenda 21 den Anstoß gegeben hat.

Überschrieben ist das ganze Projekt "Leitbild 2030". Dazu sind die Bürger aufgerufen, ihre Meinung zu äußern. Strukturiert ist die Bürgerbefragung in drei große Bereiche. So soll als erstes die Zufriedenheit in den verschiedenen Lebensbereichen bewertet werden. Dazu gehören unter anderem die Qualität des Wohnumfeldes, der Straße, der Verkehrsanbindung mit Bus und Bahn, kulturelle Angebote, Einkaufsmöglichkeiten oder Angebote für Senioren, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ein zweiter Punkt der Bürgerbefragung zielt darauf ab, in welche Richtung sich die Kommune mehr als bisher profilieren sollte. Hat Biesenthal in den nächsten zehn Jahren Nachholbedarf als Wohn- oder als Gewerbestandort? Oder sollte sich die Kommune eher als jugendfreundliche oder als familien- und kinderfreundliche beziehungsweise seniorenfreundliche Stadt entwickeln? Die Einstufungen reichen in allen Fällen in vier Stufen von "sehr wichtig" bis "unwichtig".

Antworten sind aber nicht nur in dem vorgegebenen Raster gefragt. Zu dritten möchten die Initiatoren der Umfrage genauso wissen, was die Bürger wünschen, welche Ideen und Vorschläge sie haben und was ihnen sonst noch am Herzen liegt. Vervollständigt wird das schließlich durch eine paar persönliche Angaben, wie Geschlecht und Alter oder wie lange der Teilnehmer an der Umfrage schon in Biesenthal wohnt. Namen und Adressen werden jedoch nicht angegeben, so dass die Auskunftgeber anonym bleiben.

Die Idee zu einem solchen Fragenkomplex stammt ursprünglich vom Biesenthaler Forum der Lokalen Agenda 21. Zu diesem Forum gehört auch Andreas Krone, der erklärt, wie es zu der Fragenaktion kam. "Wir bestehen als Lokale Agenda 2012 zehn Jahre", sagt er. "Und da ist es einfach mal gut, zu sehen, wo man steht und was die nächsten Ziele sein sollten und wie die Bürger frühzeitig einbezogen werden können." Margitta Mächtig (Linke) habe die Idee aufgegriffen und eigene Frage hinzugefügt. Herausgekommen sei schließlich eine abgespeckte Variante.

Im Biesenthaler Hauptausschuss zeigte sich auch das Gros der Stadtverordneten davon angetan. "Wir haben uns das zu eigen gemacht und führen die Umfrage als Stadt durch", erläuterte Bürgermeister André Stahl, der auch auf einen entsprechenden Rücklauf hofft.

Hauptausschussmitglied Martin Wunderlich (CDU) steht einer solchen Umfrage eher skeptisch gegenüber. "Wir wissen doch, wo wir stehen. Daher verspreche ich mir davon nicht allzu viel", sagte er.

Anders hingegen der Standpunkt von Vize-Bürgermeister Dirk Siebenmorgen (Linke): "Ich finde, dass diese Befragung eine sehr gute Idee ist." Die Fragen seien genau auf die Kommunalpolitik zugeschnitten. "Ich hoffe auf einen große Beteiligung, so dass wird dann auch Prioritäten für unsere Arbeit setzen können."

Die Fragebögen sollen nach den Sommerferien in den Briefkästen landen und können Herbst dann ausgewertet werden.

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