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Gedenken an Opfer von Jamlitz

Ralf Loock / 13.09.2009, 18:14 Uhr
Jamlitz Rund 330 Menschen haben am Sonnabend der Opfer des Speziallagers Jamlitz (Dahme- Spreewald) gedacht. In dem 1945 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD eingerichteten Lager waren bis 1947 rund 10 000 Häftlinge eingesperrt. Fast 4000 von ihnen starben an Hunger und Krankheiten. Das Speziallager wurde nach Kriegsende auf dem Areal eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen errichtet. Unter den Häftlingen befanden sich ehemalige Mitglieder der NSDAP sowie viele willkürlich Verhaftete, auch Jugendliche.

Ostern 1947 wurden etwa 4400 Überlebende in die Lager Mühlberg (Elbe-Elster) und in das von der sowjetischen Besatzungsmacht ebenfalls als Speziallager weiter genutzte, ehemalige KZ in Buchenwald bei Weimar gebracht. Etwa 1000 Häftlinge wurden in die UdSSR deportiert. Unter den Teilnehmern der 20. Gedenkveranstaltung war neben Justizministerin Beate Blechinger (CDU) als Vertreterin der Landesregierung und Dr. Martina Münch (SPD), die die Gedenkrede hielt, u. a. auch Holger Reuter, Bürgermeister der Stadt Freiberg in Sachsen. Er ehrte Dr. Werner Hartenstein, der als Oberbürgermeister Freiberg im Mai 1945 erst kampflos übergeben hatte, dann im September 1945 verhaftet wurde und im Februar 1947 in Jamlitz starb.

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