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Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe sanierte über mehrere Monate Gewässer in Trebnitz

Schlossteich erstrahlt in alter Pracht

Geschafft: Verbandsingenieur Thomas Arnold am komplett sanierten Schlossteich in Trebnitz.
Geschafft: Verbandsingenieur Thomas Arnold am komplett sanierten Schlossteich in Trebnitz. © Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 19.07.2012, 06:48 Uhr
Trebnitz (MOZ) Pünktlich zur Sommersaison hat der Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe die Arbeiten am Schlossteich in Trebnitz abgeschlossen. Das Areal fügt sich jetzt wieder harmonisch in den historischen Park und das Schlossensemble ein.

Noch vor wenigen Wochen lagen riesige Erdmassen am Rande des Schlossteiches. Die Uferbereiche waren zerfahren, erinnerten an eine Mondlandschaft. Von all dem ist nichts mehr zu sehen. Dafür hat sich der Schilfgürtel bereits wieder prächtig entwickelt. Thomas Arnold weiß um die Befürchtungen mancher Trebnitzer, dass der Teich nun wohl bald wieder zugewachsen sein wird. Doch der Verbandsingenieur, der das Projekt betreute, beruhigt. Er zeigt auf die Wasserfläche. „Wir haben den Teich in einigen Bereichen bis zu drei Meter tief ausgebaggert, da kann so schnell kein Schilf mehr wachsen“, sagt er.

Der Verband hatte das Trebnitzer Projekt Ende vergangenen Jahres begonnen. Jahrzehntelang war der Teich mit Sedimenten zugeschwemmt worden. Wasser war fast nicht mehr zu sehen. Nur ein riesiger Pflanzenteppich ließ die Umrisse des Gewässers erahnen.

Über das Programm Landschaftswasserhaushalt erhielt der Verband die notwendigen Mittel. Denn das Projekt passte genau in die Förderrichtlinie. „Es geht hier darum, das Wasser in der Region zu halten“, erläutert Arnold. In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde wurde ein Konzept zur Sanierung erarbeitet. Dabei sei festgelegt worden, den Teich nicht bis an die Ufer komplett zu entschlammen. Es sei u.a. darum gegangen, Kleinlebenwesen in der Bauphase Rückzugsmöglichkeiten zu geben, erklärt der Verbandsingenieur.

Rund 3000 Kubikmeter Schlamm und Sedimente wurden entnommen. Eine Fachfirma sicherte die Entsorgung. Das Material war zwar nicht kontaminiert, durfte aber aufgrund der Zusammensetzung auch nicht auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Die Schlamm-Massen wurden zunächst im Parkbereich getrocknet. Realisiert wurden die Arbeiten durch die verbandseigene Bauabteilung. Neben dem Umweltaspekt sei es auch um den kulturhistorischen gegangen, erklärt Thomas Arnold. Mit der Sanierung des Teiches hat das Areal rund um das Schloss wieder ein Gesicht bekommen, das sich an den historischen Achsen orientiert. Im Zuge der Arbeiten wurde auch der Stau am Ende des Teiches erneuert. Vom Stau kann Wasser im Bedarfsfall - sollte zu viel davon in den Teich drängen - in das angrenzende Fließ geleitet werden und wird von dort über eine Rohrleitung unter der Bahn hindurch bis nach Obersdorf transportiert. Zuletzt kam neuer Rasen in die Erde, der gut angewachsen ist.

Zwei bis drei solcher größeren Investitionsmaßnahmen erledigt der Verband in jedem Jahr. Jetzt liegt es an der Kommune - in diesem Falle der Stadt Müncheberg - die dauerhafte Unterhaltung des Biotops zu sichern. Dem Verband obliegt die Unterhaltung von fließenden Gewässern. Das ist über die Beiträge abgedeckt. Pflegemaßnahmen an stehenden Gewässern, wie in Trebnitz, müssen von der Kommune in Auftrag gegeben und natürlich bezahlt werden.

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