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Stadt und Polizei aufmerksam nach Hinweis zu Rechten-Konzert

Kontrollen am Triftweg

Annette Herold / 19.07.2012, 07:40 Uhr - Aktualisiert 17.10.2013, 10:53
Frankfurt (MOZ) Frankfurts Präventionsrat will sich nach der Sommerpause das nächste Mal treffen und auch zum Thema Rechtsextremismus beraten. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Stadtverordneten Jörg Gleisenstein (Bündnis 90/Grüne) hervor. Vertreten sein sollen auch Abgeordnete aller Fraktionen. Zuletzt hatten den Angaben zufolge die Linken aber noch keinen Vertreter benannt.

Ungeachtet dessen habe es regelmäßige Treffen von Verwaltungsspitze, Polizei und Präventionsbeauftragtem gegeben, heißt es weiter. Ordnungsamtschef Wolfgang Wessely verweist in der Antwort auf Zusammenkünfte vor der Fußball-Europameisterschaft und auch vor dem Aufmarsch von Rechten im März. Auch mutmaßlich rechtsextreme Konzerte im Triftweg, von denen im Verfassungsschutzbericht des Landes von 2011 die Rede war, seien Thema gewesen.

Die Stadt habe erstmals am 30. März 2012 von einer Geburtstagsfeier im Triftweg erfahren, heißt es in der Antwort auf Gleisensteins Fragen weiter. Deshalb sei eine "vorbereitende Maßnahme der Polizei von der Gewerbeaufsicht begleitet" worden. Hinweise zum Betrieb einer Schankwirtschaft, Prostitution oder Abhaltung von Glücksspielen seien nicht festgestellt worden, ebenso wenig "ein öffentlich wahrnehmbarer Einsatz von Tonbandgeräten". Nähere Erkenntnisse lägen auch der Polizei nicht vor, es gebe auch keine Beschwerden von Anwohnern. Die Stadt bestätigte Gleisensteins Vermutung, dass es sich um das Anwesen im Triftweg 3 bis 4 handelt. Zum Eigentümer machte die Stadt mit Verweis auf den Datenschutz keine Angaben.

Eine für den 4. August angekündigte Demonstration der rechtsextremen NPD in Frankfurt sei inzwischen wieder abgesagt worden. Zugleich liege eine Neuanmeldung für den 10. November vor. Zuletzt waren im März Rechtsextreme in Frankfurt aufmarschiert; dagegen protestierten zahlreiche Frankfurter und Gäste.

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Wundern und Staunen 23.07.2012 - 06:16:40

Marcel hat´s versaut

Irgendwie hat Marcel Insiderkenntnisse. Wenn er richtig nachgedacht hätte, hätte er sie nicht offenbart. So hat er den "Helden aus den Triftweg" eher einen Bärendienst erwiesen. Dabe war es "Brunhilde" doch wohl gar nicht um den Einzelfall, sondern um das Thema Datenschutz gegegangen. Ach, hätte er geschwiegen...

Brunhilde Feuerball 19.07.2012 - 10:51:40

Telefonbuch-Spur

Es reicht heute aus, in einem Online-Telefonbuch die Suchfunktion zu nutzen. Schon weiß man, dass sich Gisela und Rocco um ihre speziellen Gäste im Triftweg kümmern. Im Zeitalter des Internet gibt es nur noch einen beschränkten Datenschutz. Das kann man finden, wie man will. Zurückdrehen läßt sich diese Entwicklung aber nicht mehr! Mein Vorschlag: Die eigene Festnetznummer bei der Telekom als "unsichtbar" melden. Dann erscheint sie nicht mehr in gedruckten oder in Online-Telefonbüchern. Aber auch dass schützt nur kurzzeitig. Am besten ist, man hinterläßt im Internet gar keine Spuren!

D. Sch. 19.07.2012 - 10:04:29

Datenschutz

Zitat: "Die Stadt bestätigte Gleisensteins Vermutung, dass es sich um das Anwesen im Triftweg 3 bis 4 handelt. Zum Eigentümer machte die Stadt mit Verweis auf den Datenschutz keine Angaben." Ende Hä, die Straße mit Hausnummer gehört nicht dazu? Und wozu der Verweis auf Datenschutz, wenn man doch beim Meldeamt nachfragen kann, wer dort wohnt? Mit ein bißchen Glück bekommt dann seine gewünschten daten, falls der/die Person nicht die Weitergabe seiner Daten widersprochen hat!

Onkel Dagobert 19.07.2012 - 09:24:09

Gähnnnnnnnn

Die sollten mal lieber die Stadtbrücke kontrollieren. Ich staune immer wofür die Polizei so alles Zeit hat.

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