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Planung für zweiten Bauabschnitt der Fischerstraße vorgestellt

Kiez macht sich fein

Alt und neu: Während der vordere Teil der Fischerstraße schon saniert ist, kommt der hintere noch dran.
Alt und neu: Während der vordere Teil der Fischerstraße schon saniert ist, kommt der hintere noch dran. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 20.07.2012, 07:48 Uhr
Biesenthal (MOZ) Wie und wann die Fischerstraße im Altstadtgebiet von Biesenthal weiter ausgebaut werden soll, war am Mittwochabend Thema in der Sitzung des Bauausschusses der Stadt. Diskutiert wurde auch, ob in der relativ schmalen Straße nicht noch Platz für ein paar Bäume wäre.

Wenn die Berlin-Usedom-Radler auf dem Weg durch die Biesenthaler Altstadt sind, finden sie immer mehr, was zum Anhalten, Schauen und Schlendern einlädt. Die Altstadtsanierung hat viele sehenswerte Stadtquartiere geschaffen. Jetzt soll mit dem zweiten Bauschnitt der Fischerstraße eines der ältesten Karrees der Stadt, das Fischerkiez, abgerundet werden. Schon die Namensgebung stellt den Zusammenhang zum Kiez her. Laut Wikipedia war ein Kiez im Mittelalter eine slawische Dienstsiedlung, die in der Regel in der Nähe einer Burg mit deutscher Herrschaft an Flussübergängen lag. Anhaltspunkte in Biesenthal dafür sind die Askanierburg und die Finow.

Die Fischerstraße umschließt den Anger, auf dem sich heute das Kriegerdenkmal befindet und ist im vorderen Teil saniert. Gebaut werden soll nun der hintere Teil, der am Standort des ehemaligen Armenhauses und vorbei an einem Gründerzeithaus im Bogen auf die Breitestraße führt. Im zweiten Bauabschnitt wird die Fischerstraße auf eine Breite von 5,50 Meter ausgebaut, informierte Martin Bartholomäi von der mit der Entwurfsplanung beauftragten IVU GmbH Bernau. Damit sei die Straße so breit, dass dort auch geparkt werden kann. Die Fahrbahn erhält eine Deckschicht aus Großpflaster. Eine Straßenseite wird mit einem 1,50 Meter breiten Gehweg versehen, gepflastert mit den roten sogenannten Bischofsmützen sowie einem Streifen Kleinpflaster. Darüberhinaus erhält dieser Straßenabschnitt zur Entwässerung einen Regenwasserkanal. Auf Grund der Lage im Altstadtgebiet sollen alle Bodenarbeiten archäologisch begleitet werden, so Planer Martin Bartholomäi.

Dessen Vorstellung des Projektes ist im Bauausschuss wohlwollend aufgenommen worden. Es gab bis auf eine Ausnahme keine Ergänzungen zur vorgelegten Planung. Die Biesenthaler Stadtverordneten wünschen sich aber Bäume in dieser Straße. Trotz der geäußerten Befürchtung, dass der Platz in der Straße dafür nicht reichen könnte, sollen wenigstens drei bis vier Bäume gepflanzt werden.

Mit dem Baubeginn ist im günstigsten Falle Ende September/Anfang Oktober zu rechnen. Wenn die Genehmigungsbehörden die Fristen vollständig ausschöpfen, könnte es auch erst im nächsten Jahr etwas werden. Damit allerdings war Bürgermeister André Stahl nicht einverstanden. Die Stadt erhält immerhin Fördermittel, für die bei Verzögerungen Zinsen gezahlt werden müssen, mahnte er. Andreas Jahn wies daraufhin, dass Ausschreibungen für das Frühjahr besser ausfallen könnten als im Herbst, wenn die meisten Firmen genug Arbeit haben.

Die Stadt Biesenthal bekommt für dieses Projekt 82 000 Euro an Fördermitteln aus dem Topf der Altstadtsanierung. Möglich wurde dies, weil andere Kommunen auf Grund fehlender Eigenmittel das Geld nicht in Anspruch nehmen konnten, hieß es.

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