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Vertreter der Stadt und des Amtes Lebus geben ihrem Olympioniken beste Wünsche mit auf den Weg nach London

Lebuser fiebern mit Ralf Buchheim

Viel Glück und Erfolg! Der Lebuser Amtsdirektor Heiko Friedemann (l.) und Vize-Bürgermeisterin Monika Fritz haben den Sportschützen Ralf Buchheim (r.) zur Olympia-Teilnahme nach London verabschiedet.
Viel Glück und Erfolg! Der Lebuser Amtsdirektor Heiko Friedemann (l.) und Vize-Bürgermeisterin Monika Fritz haben den Sportschützen Ralf Buchheim (r.) zur Olympia-Teilnahme nach London verabschiedet. © Foto: Johann Müller
Ines Rath / 23.07.2012, 19:03 Uhr
Lebus (MOZ) Am Mittwoch wird Ralf Buchheim in Berlin in den Flieger nach London steigen. Anfang kommender Woche stehen die Wettkämpfe des Wurfscheibenschützen auf dem Programm. Viel Glück und Erfolg haben die Vertreter der Stadt und des Amtes Lebus dem Olympioniken gewünscht.

In süßer Schrift steht es auf der Riesen-Schokoladen-Tafel, die Vize-Bürgermeisterin Monika Fritz und Amtsdirektor Heiko Friedemann mitgebracht haben: "Amt und Stadt Lebus wünschen viel Erfolg". Die Abgeordnete und der Verwaltungschef sind gestern zum Wohnhaus der Familie Buchheim in der Lebuser Goethestraße gekommen, um den Olympioniken zu verabschieden: Wurfscheibenschütze Ralf Buchheim tritt morgen die Reise ins Olympische Dorf nach London an.

Im Gespräch mit Monika Fritz und Heiko Friedmann wirkt der 28-Jährige gelassen. "Die Tagesform wird entscheiden", sagt der Sportschütze. Ein Ziel will er für seine Olympia-Premiere nicht nennen. Seine Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am Freitag macht Ralf Buchheim vom Wetter abhängig: "Stundenlang im Regen stehen - das werde ich nicht riskieren", sagt der Lebuser. Den deutschen Athleten ist die Teilnahme freigestellt.

Am 30. und 31. Juli stehen Ralf Buchheims Wettbewerbe auf dem Programm. Den olympischen Schießplatz in London, den umgerüsteten Reitplatz der Berittenen Garde der britischen Armee, kennt der Lebuser bereits - vom Olympia-Qualifikationsturnier im April.

Mit weiteren 47 Startern in seiner Disziplin, dem Skeed, wird der Sportsoldat am ersten Wettkampftag auf 75, am zweiten auf 50 Scheiben schießen - in Durchgängen mit jeweils 25 Schuss. Jeder dieser Durchgänge dauert etwa eine halbe Stunde. "Die Pausen zwischendurch sind das Schlimmste", sagt der Schütze. Vor jedem Durchgang gelte es, sich neu zu "aktivieren", erklärt Vater Michael. Er ist der Trainer des in der Frankfurter Schützengilde beheimateten Aktiven. Und wird in London dabei sein - allerdings privat.

"Bei den Schützen darf nur ein Trainer pro Disziplin mit zu Olympia - also der Bundestrainer", sagt Michael Buchheim, der Bundes-Assistenztrainer ist. Für ihn ist es bereits die dritte live erlebte Olympiade: 1972 in München errang er selbst als Skeetschütze Bronze, 1996 war er als Trainer in Atlanta dabei. Nun wird er, gemeinsam mit Ehefrau Susanne, auf der Zuschauertribüne Sohn Ralf den Rücken stärken. Ob der es ins Finale der besten Sechs schafft, entscheidet sich nach dem zweiten Vorkampf am 31. Juli. Das Finale, in dem zunächst auf 25 Scheiben zu schießen ist, findet noch am selben Tag statt, weiß Vater Michael. Bei Punktegleichstand - "und der ist bei der hohen Leistungsdichte zu erwarten", wie Ralf Buchheim sagt, geht es ins Stechen mit k.o-System.

"Wir drücken jedenfalls die Daumen", versichern Monika Fritz und Heiko Friedemann noch, ehe sie sich verabschieden. Vater und Sohn müssen nach Frankfurt - zum Training. Nach Ringer Mike Bullmann (1988, 1992 und 1996) und Trap-Schütze Olaf Kirchstein (2004) ist Ralf Buchheim der dritte Olympiateilnehmer aus Lebus. Bullmann schaffte es aufs Siegerpodest.

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