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Wettiner-Prinz Alexander: Ostdeutsche undankbar und ohne Etikette

Alexander Prinz von Sachsen
Alexander Prinz von Sachsen © Foto: dpa
25.07.2012, 17:11 Uhr - Aktualisiert 25.07.2012, 17:20
Hamburg/Dresden (dpa) Der neue Chef des früheren sächsischen Herrscherhauses Wettin, Alexander Prinz von Sachsen (59), hat keine gute Meinung von den Menschen in Ostdeutschland. Ihnen fehle es an gutem Benehmen, sagte der Adelige in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Was die Etikette betrifft, könnten die Ostdeutschen einiges dazulernen", sagte Prinz von Sachsen. "Vielleicht erklärt sich diese ruppige und unfreundliche Umgangsart aus dem jahrzehntelangen Eingesperrtsein hinter Grenzen."

Insbesondere kritisierte er die Sachsen: Der "liebevolle Aufbaugeist der Nachwendejahre" sei verschwunden. Auch die Politik stelle nur noch Ansprüche. "Da gibt es eine gewisse Überheblichkeit und den Glauben, man wisse selbst alles am besten." Die Menschen bekämen keine Kinder mehr, außerdem herrsche eine gedrückte Stimmung. "Ich glaube, man müsste stolz sein auf das Erreichte - stattdessen laufen viele Menschen so missmutig herum, als litten sie darunter, dass die DDR nicht mehr existiert." Der bisherige Chef der Wettiner, Maria Emanuel Markgraf von Meissen Herzog zu Sachsen, war am Montag im Alter von 86 Jahren in der Schweiz gestorben. Er war der Enkel des letzten sächsischen Königs. Prinz Alexander, der in Mexiko lebt, sagte der "Zeit", er stehe einer Rückkehr nach Sachsen offen gegenüber. Er war dort einst unter anderem Ansiedlungsbeauftragter des Wirtschaftsministeriums.

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Mandy 29.07.2012 - 18:40:31

@Berliner

die leise vor sich hin köchelnde "feindschaft" zwischen berlin und brandenburg ist ja nun nichts neues mehr. das diese nun allerdings auch halbwegs intelligente (vermute ich zumindest) menschen befällt, ist mir neu. überall gibt es diese und jene und wenn ich mich in manchen ecken berlins umschaue, sehe ich auch den einen oder anderen nörgelnden und ungepflegten berliner. nur weil ich in meinem leben mal nen unfreundlichen, meckernden berliner getroffen habe, behaupte ich nicht, das ganz berlin aus nörglern besteht. vielleicht einfach mal den kopf einschalten, bevor man ganze bevökerungsgruppen verurteilt. und verallgemeinern und alle in einen topf werfen, das geht nicht gut, das zeigt uns doch wohl auch die geschichte. also in diesem sinne, einfach mal raus aus der stadt, rein ins land brandenburg und feststellen, das es hier nette, aufgeschlossene, fröhliche, gepflegte, arbeitende menschen gibt, die sogar ein lächeln für einen miesepetrigen berliner übrig haben. :)

ottendorf-okrilla 29.07.2012 - 17:24:44

Schade um diese MOZ-Kolummne, denn sie gehört in keine seriöse Tageszeitung

Zitat: "Prinz Alexander, der in Mexiko lebt, sagte der "Zeit", er stehe einer Rückkehr nach Sachsen offen gegenüber." Ob das seine vermeintlichen "miesepetrigen Untertanen" auch so sehen, darf bewußt bezweifelt werden. Aber vielleicht fragt er sie mal, bevor er sein segenreiches Wirken in Sachsen beginnt. Denke mal, wir haben schon genug eigene Spinner im Land.

paul wust 29.07.2012 - 14:02:16

Wetternder Wettiner

Tja, was sollte man nun dem armen und offenbar verwirrten Wettiner-Prinz Alexander darauf entgegnen? Halten Euer Durchlaucht es doch einfach mit dem Ausspruch eines Ihrer Vorfahren bei der Abdankung als König von Sachsen: "Denn macht doch euern Dreck alleene".

Krasnoperewo 29.07.2012 - 08:09:51

Sonntagsspruch: Dem störischen Ochsen bringt keine Gewalt zum Saufen.

Schade das bei Ziffer 13 die Diskussion zu Ende ist. Möglich das die Deutschen mehr die Adligen mögen als das eigene Auto.

P.M.S 28.07.2012 - 08:47:51

Nicht verzagen, die Ossis fragen

http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1030796/ Wettiner-Prinz Alexander: Ostdeutsche undankbar und ohne Etikette Betrachtet man die Geschichte der Entstehung der Kaiser, Könige, Fürsten, Grafen, Ritter, also das gesamte Gesocks der Blaublütigen, dann gibt es Hunderte von Ausarbeitungen wie die Blaublütigen zu ihrem Reichtum kamen. Als Wegelagerer, Mörder, Diebe, Landsknechte, Ritter, Steuereintreiber betrogen Sie im Zusammengehen mit der Kirche das Volk und sicherten sich Reichtum und Privilegien die Jahrhunderte überdauerten. Im Osten wurde damit 1945 generell Schluss gemacht. Das war auch gut so. Dass ist der Grund warum der Herr Alexander so einen Frust auf die Ossis hat. Möglich das in Griechenland die ganze Rote Bewegung wieder von vorn beginnt.

Bärbel Wetzel 28.07.2012 - 04:53:58

für die im Westen die mehr verloren

Simon And Garfunkel Bridge Over Troubled Water 'When you're weary Feeling small When tears are in your eyes I will dry them all I'm on your side When times get rough And friends just can't be found Like a bridge over troubled water I will lay me down Like a bridge over troubled water I will lay me down When you're down and out When you're on the street When evening falls so hard I will comfort you [ Lyrics from: http://www.lyricsfreak.com/s/simon+and+garfunkel/bridge+over+troubled+water_20124580.html ] I'll take your part When darkness comes And pain is all around Like a bridge over troubled water I will lay me down Like a bridge over troubled water I will lay me down Sail on Silver Girl, Sail on by Your time has come to shine All your dreams are on their way See how they shine If you need a friend I'm sailing right behind Like a bridge over troubled water I will ease your mind Like a bridge over troubled water I will ease your mind'

Edeltraud Lademann 27.07.2012 - 19:22:11

Eine Geschichte aus zurückliegender Zeit - wie auch der neuen:

Woyzeck: Ja, Herr Hauptmann, die Tugend – ich hab's noch nit so aus. Sehn Sie: wir gemeine Leut, das hat keine Tugend, es kommt nur so die Natur; aber wenn ich ein Herr wär und hätt' ein' Hut und eine Uhr und eine Anglaise und könnt' vornehm rede, ich wollt' schon tugendhaft sein. Es muß was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl! Hauptmann: Gut, Woyzeck. Du bist ein guter Mensch, ein guter Mensch. Aber du denkst zuviel, das zehrt; du siehst immer so verhetzt aus. – Der Diskurs hat mich ganz angegriffen. Geh jetzt, und renn nicht so; langsam, hübsch langsam die Straße hinunter!

abc 27.07.2012 - 17:42:15

Da schau, die gibt es auch noch...

@ Ostdeutscher Ich meine mal gelesen zu haben, dass Beleidigungen personenbezogen sein müssen um als solche zu gelten. Davon hab ich hier nix gelesen. Ausserdem haben Sie meiner Meinung nach die Intention der meisten dieser Kommentare nicht erfasst. Die meisten hier meinen wohl dass ein in Mexiko lebender Reicher, dessen Familie vor 1919 mal als adlig galt uns eben gerade nichts mehr -um in Ihren Worten zu bleiben- "anzumahnen" hat. @ Der Holgo "Etikettiert" ist gut ;-)))

Andreas M. 26.07.2012 - 21:09:46

Ostdeutsche haben sich ein Denkmal gesetzt

Sie sagen ,Ossis haben keine Etikette ? Mit der 89er Revolution haben sie sich ein Denkmal gesetzt. Einmalig weltweit, Freiheit und Demokratie wurden ohne Opfer und Gewalt erkämpft. Die Opfer in der über 800 jährigen Geschichte des Wettiner Hauses ( alles zum Machterhalt )möchte ich nicht erst aufzählen, alleine im 30 jährigen Krieg schrumpfte die Bevölkerung von Sachsen um die Hälfte. In der Chronik des Wettiner Hauses gab es am laufenden Band Kriege und Fehden zum Machterhalt. Aber egal, das Sommerloch braucht Schlagzeilen und da müssen halt diesmal die Ostdeutschen herhalten. @Berliner Ihr Zitat. Gerade in Brandenburg sind diese nörgelnden ungepflegten Ossis in der Überzahl!. Lieber ein paar ungepflegte Ossis in Turnschuhen , statt überhebliche Berliner in Lackschuhen. Was ich damit meine ? Ihr bezieht eure Wärme fürs Haus und Strom von den undankbaren Brandenburgern, denn Berlin hat nichts , ausser einen astronomischen Schuldenberg.

ein Sachse 26.07.2012 - 19:54:18

Was anderes

Eventuell haben die Sachsen aber etwas anderes Erhofft zu bekommen, als wie sie jetzt haben, denn Sie waren es die 89 auf die Straße gingen und eine Veränderung wollten

Ostdeutscher 26.07.2012 - 15:53:22

Eigentor?!

Vielleicht mahnt Herr Alexander Prinz von Sachsen ja genau diesen Missmut an, der in einigen Kommentaren zum Vorschein kommt. Es kann doch jeder in unserem Lande seine Meinung haben. Diese muss nicht immer der Realität entsprechen aber trotzdem muss man sie akzeptieren. Nein, man fängt an beleidigend zu werden, fängt an über unrechtmäßiges Vermögen und Arbeitsmoral zu sinnieren.

der Holgo 26.07.2012 - 13:37:51

Na Mensch...

"...er stehe einer Rückkehr nach Sachsen offen gegenüber..." Bleib mal lieber in Mexiko. Da sind ja scheinbar alle dankbar und etikettiert.

R Schinkel 25.07.2012 - 20:48:42

Die Sklaven sind auch nicht mehr, was sie mal waren

Nein, die doofen Ossi`s sind heute nicht mehr so blöd, wie sie sich das wünschen würden. Mit kleinen Fähnchen am Strassenrand stehen, wenn einer ihrer Lackaffen im Mercedes Maybach an ihnen vorbeifahren sollte. Und natürlich zujubeln. Und dann an dem achthundert Jahre alten Stammbaum zu erstarren, den ihre teils senile Vorgänger im Lauf der Geschichte die Menschen in den Krieg und in die Knechtschaft gezwungen haben.Und Steuern zu entrichten. Wir wollen vor sowas wie ihnen nicht mehr niederknien und ihre Anweisungen erhalten Wenn es etwas schönes in der DDR gab, dann das man solchen Zeugs nicht mehr zu sehen brauchte. Ihren ganzen Reichtum haben doch ihre Vorgänger auf die gleiche Weise wie die Kirche errafft. Und behaupten noch ganz frech, das es ihnen gehört. Es ist widerlich, wie man ihnen im Fernsehen wieder zu einer Geltung wie vor dem Krieg zu verschaffen versucht.

Berliner 25.07.2012 - 20:02:03

Recht hat er!

Gerade in Brandenburg sind diese nörgelnden ungepflegten Ossis in der Überzahl!

G.W. 25.07.2012 - 19:36:15

Herr Prinz haben keine Zeit

um Werkzeug in die Hand zu nehmen! Herr Prinz sind damit beschäftigt, den innerfamiliären Genpool überschaulich zu halten....

C. Albrecht 25.07.2012 - 18:49:42

Wettiner-Prinz Alexander

Natürlich hat jeder ein Recht auf eine Meinung. Ob aber jemand, der in Mexico lebt, wirklich über deutsche bzw. ostdeutsche Befindlichkeiten urteilen sollte, bezweifle ich doch sehr. Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, ob jemand, der mit seiner persönlichen, schlechten und auch recht pauschalen Meinung über "die Ostdeutschen" öffentlich hausieren geht, wirklich für eine wie auch immer geartete Position/Funktion geeignet ist. Mich würde allerdings interessieren, wie er sich die von ihm vermisste "Dankbarkeit" vorstellt. MfG

timmi 25.07.2012 - 17:34:42

Ostdeutsche undankbar...

Lieber Herr Prinz, natürlich sind wir " dankbar", gegenüber der Treuhand, welche alles verscherbelte, was noch zu verscherbeln war, gegenüber unseren Politikern, welche nur Müll erzählen , gegenüber den horrend steigenden Preisen und auch gegenüber irgendwelchen Prinzen und Adligen, welche noch nie im Leben ein Werkzeug in der Hand hielten. Was erwarten Sie eigentlich, Herr Prinz ? Sollte man die Leibeigenschaft wieder einführen oder was ?

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