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Plädoyer für den Tierschutz

Adlige Künstlerin: Sibylle Prinzessin von Preußen stellt sich in Diensten des Tierschutzes. Sie sieht sich damit in der von Friedrich II. mitbegründeten Tradition. Die Künstlerin setzt sich mit diesem Thema in ihren Bildern auseinander, die in Bergsdorf g
Adlige Künstlerin: Sibylle Prinzessin von Preußen stellt sich in Diensten des Tierschutzes. Sie sieht sich damit in der von Friedrich II. mitbegründeten Tradition. Die Künstlerin setzt sich mit diesem Thema in ihren Bildern auseinander, die in Bergsdorf g © Foto: Risken
Martin Risken / 30.07.2012, 18:40 Uhr - Aktualisiert 30.07.2012, 23:49
Zehdenick (MZV) „Tiere sind sehr empfindsame Wesen“, das zu betonen, wird Sibylle Prinzessin von Preußen nicht müde. Die adlige Künstlerin will ihre Bilder als ein Plädoyer für den Tierschutz verstanden wissen.

Erstmalig stellt die seit acht Jahren mit Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen verheiratete Künstlerin ihre Arbeiten im Bergsdorfer Kurt-Mühlenhaupt-Museum aus. Zu ihren Bildern wurde die Prinzessin von den Ornamenten und Wandmalereien im Schloss Sanssouci in Potsdam inspiriert.

Seit vielen Jahren wandelt sie mit ihrem Mann literarisch auf den Spuren von Friedrich II. und dessen Leidenschaft für Tiere. Diesem Thema folgt sie auch in ihrer Kunst. Besonders virtuos und poetisch nutzt sie dabei die Technik des fragilen Scherenschnittes. In ihren Bildern finden sich Hasen, Füchse und Jagdhunde wieder, sogar eine gemeine Stubenfliege ist in einem Kunstwerk prominent vertreten. „Damit habe ich das Thema auf die Spitze getrieben“, sagte die Prinzessin gestern Nachmittag, während sie mit ihrer Galeristin Ruth Martius von Kunstbüro Berlin eifrig damit beschäftigt war, ihre zum Teil großformatigen Bilder in der Kulturscheune ins rechte Licht zu rücken. Mit ihrer Arbeit will die Prinzessin aber nicht nur für einen respektvollen Umgang mit Tieren werben, sondern auch ihr Werk als Aufforderung verstanden wissen, mehr Respekt gegenüber Randgruppen in der Gesellschaft aufzubringen.

Auf dem Weg von Berlin nach Bergsdorf ist ihr aufgefallen, „dass hier noch Tiere auf der Weide stehen“, das habe sie so nicht erwartet.

Sibylle Prinzessin von Preußen widmet sich aber nicht nur in der Kunst dem Tierthema, sondern darüber hinaus auch literarisch. Im Februar dieses Jahres veröffentlichte die Künstlerin gemeinsam mit ihrem Mann das Buch „Vom anständigen Umgang mit Tieren“, in dem es vor allem um die Liebe von Friedrich II. zu seinen Hunden geht. „Vielen ist heute gar nicht mehr bewusst, was Friedrich der Große für den Tierschutz in Deutschland getan hat“, so die adlige Künstlerin. So habe er beispielsweise der Tiermedizin den Weg geebnet. Entsprechend positiv fielen die Reaktionen der Leser aus. „Die Menschen sind sehr interessiert an diesem Thema“, so die Prinzessin, die des Öfteren Lesungen hält. Am Sonntag wird sie zwar nicht lesen, wohl aber ihre Bücher für interessierte Ausstellungsbesucher in Bergsdorf signieren.

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Kundesbanzler 02.08.2012 - 07:58:07

Fressen und Fressen lassen

Ja wozu sind denn dann Tiere da? Also völlig nutzlos. Da ist es doch eine regelrechte Entsorgung wenn wir sie aufessen. Oder? Kundesbanzler

Antonietta Tumminello 01.08.2012 - 23:42:10

Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen.

Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen. Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie ausbeuten."

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