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14. Briesener Open mit rund 130 Teilnehmern / Favorit Kesik scheitert in Gruppe A / Stefan Schlupp gewinnt D-Gruppe

Zweiter Sieg nach zehn Jahren

Da rauchen die Köpfe: 20 Kinder traten beim U-10-Turnier der 14. Briesener Open an. Dennis Jacob (10, v. l.), Joachim von Alvensleben (8) und Robin Jacob (7) vom SV Briesen waren auch mit dabei.
Da rauchen die Köpfe: 20 Kinder traten beim U-10-Turnier der 14. Briesener Open an. Dennis Jacob (10, v. l.), Joachim von Alvensleben (8) und Robin Jacob (7) vom SV Briesen waren auch mit dabei. © Foto: Henriette Brendler
Henriette Brendler / 30.07.2012, 20:24 Uhr
Briesen (MOZ) Wenn sich am vorletzten Wochenende der Sommerferien morgens vor 9 Uhr mehr als 100 Kinder und Erwachsene aus nah und fern in der Odervorland-Halle versammeln, ist es wieder so weit: die Briesener Open werden ausgetragen. Bei der 14. Auflage des beliebten Schachturniers waren in diesem Jahr auch wieder Spieler aus der Region erfolgreich.

Bevor Freitagabend der Startschuss für die erste der insgesamt fünf Wertungsrunden des Schachturniers fällt, hat das Organisationsteam um Volker Heinrich, Vorsitzender des gastgebenden SV Briesen, jedes Jahr aufs Neue alle Hände voll zu tun: Da müssen Stühle und Tische aus der benachbarten Schule in die Sporthalle gebracht, Schachbretter aufgebaut, Startlisten gedruckt und das Büfett im Pausenraum hergerichtet werden. "Mittlerweile hat unser Verein Routine bei der Organisation. Wir haben ja zum Glück auch Unterstützung vom Amt Briesen", so Heinrich.

Ein bisschen aufgeregt ist der Vereinsvorsitzende aber doch, denn Tochter Juliane (9) spielt in diesem Jahr nicht mehr im U 10-Turnier, sondern in Gruppe D bei den Großen. "Ich schaue meinen Kindern während des Turniers aber nie über die Schulter, damit ich nicht sehe, wenn sie Fehler machen", erzählt Volker Heinrich.

Viele Teilnehmer interessieren sich hingegen brennend für die Züge der Konkurrenz. Während manche Schachspieler ihr Brett nie aus den Augen lassen, flanieren etliche nach jedem Zug durch die Gänge, um die Spielweise der anderen Denksportler zu begutachten.

In diesem Jahr sind mit 127 Schachspielern zwar weniger Teilnehmer als 2011 erschienen, die Briesener Open sind aber nach wie vor äußerst beliebt. Davon zeugt allein schon der große Einzugsbereich des Turniers: Die Schachspieler stammen nicht nur aus Frankfurt (Oder), Berlin, Briesen, Fürstenwalde, Eisenhüttenstadt, Storkow und anderen Orten in Brandenburg, sondern reisen auch aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Bremen an.

Unter ihnen sind viele Wiederholungstäter, wie Monique Schubert. Die 17-Jährige vom SV Briesen nimmt zum fünften Mal an den Briesener Open teil. "Obwohl ich die erste Runde am Freitagabend verloren habe, bin ich doch ganz zufrieden. Ich war ja in Gruppe D auch nur als Letzte gesetzt. In der Mitte meiner Partie sah es zwischenzeitlich sogar ganz gut aus", analysiert die Lokalmatadorin.

Nach insgesamt zwei verlorenen Wertungsrunden schaffte Monique Schubert zwar keine vordere Platzierung mehr, die erreichten dafür aber andere Spieler aus Fürstenwalde und Briesen: In der leistungsstärksten Gruppe A landete Tobias Lenz (BSG Pneumant Fürstenwalde) auf dem 10. Rang. René Kellner (SV Briesen) schloss Gruppe C als Vierter ab und in Gruppe D konnte sich Stefan Schlupp (SV Briesen) sogar den Sieg sichern.

Im U-10-Turnier, das in diesem Jahr zum dritten Mal über sechs Runden im Schweizer System ausgetragen wurde, dominierten indessen die jungen Schachtalente vom SV Glück auf Rüdersdorf. Aber auch Dennis Jacob vom SV Briesen war erfolgreich: Er beendete das Turnier auf Platz zwei.

Eine kleine Überraschung gab es zudem in Gruppe A: Vorjahressieger Klaus-Dieter Kesik vom sächsischen FVS ASP Hoyerswerda, der sich für das Turnier eigentlich viel vorgenommen hatte ("Wenn man als Titelverteidiger anreist, will man nicht Zweiter werden."), konnte sein Ziel nicht erreichen. Der vor dem Start mit einer Turnierwertungszahl von 2177 an eins gesetzte FIDE-Meister kassierte zwei Niederlagen und musste sich am Ende mit Platz 7 zufriedengeben. Den Sieg sicherte sich Werner Püschel (SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf), der die Briesener Open schon einmal vor zehn Jahren gewonnen hatte.

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