Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

EU-Projekt schafft für Schlossberg neue Perspektiven / Bauantrag gestellt

Pforte am Moorerlebnispfad

Brigitte Horn / 31.07.2012, 21:01 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die touristische Aufwertung des Biesenthaler Schlossbergs rückt in greifbare Nähe. Er soll Ausgangspunkt eines Moorerlebnispfades werden. Im Biesenthaler Bauausschuss sind die Bauvorhaben zur Schaffung von Infrastruktur diskutiert worden.

Die Pforte zum Moornaturerlebnispfad im Biesenthaler Becken wird sich am Schlossberg und damit direkt am Fernradwanderweg Berlin-Usedom befinden. Sie nimmt demnächst konkrete Formen an. Der Pfad verbindet wiederbelebte Moorgebiete am Pfauen-, Rüdnitzer- und Hellmühler Fließ sowie im Schlangengraben. Schon nach wenigen Jahren sollen die Besucher dort das attraktive Bild offen gehaltener Moorlandschaften genießen können, wirbt der Förderverein Naturpark Barnim. Diese Vorhaben sind Teil des EU-Projektes zur ökologischen Sanierung von Teileinzugsgebieten der Oder.

Um als Pforte für den Erlebnispfad wirksam werden zu können, erhält der Biesenthaler Schlossberg eine fast komplette touristische Infrastruktur. Das Vorhaben hat einen finanziellen Umfang von rund 450 000 Euro, davon kommt der größte Teil von der EU. Entstehen werden ein Pavillon samt sanitärer Anlagen am Fuß des Schlossbergs und eine Fahrradstation. Vervollständigt wird das Programm mit Infotafeln und der Sanierung des Schlossbergturms. Träger dieses Bauvorhabens ist die Stadt Biesenthal. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hat man einzelne Bestandteile unter die Lupe genommen.

Das fing bei der Treppe zum Schlossberg an, reichte bis zur Einzäunung des Schlossberggeländes und führte bis zum Dach des Pavillons im Eingangsbereich des Geländes.

Mit Genugtuung ist im Bauausschuss registriert worden, dass die Treppe zum Schlossberg keine Eisenkonstruktion werden wird, wie ursprünglich vorgesehen, sondern einen Kantenschutz zur Befestigung der Böschung aus Granitpalisaden erhalten wird.

Diskussion ausgelöst hat demgegenüber die Einzäunung des Areals mit einen Doppelstabmattenzaun, wie er vielen aus dem Baumarkt geläufig ist. Sowohl Bürgermeister André Stahl als auch Ausschussmitglied Uwe Bruchmann sprachen sich für ein Material aus, das sich harmonischer in die natürliche Umgebung einpasst, beispielsweise Weidengeflecht oder ähnliches. Wer durch das Tor dieses Zaunes auf das Gelände kommt, trifft dann zuerst auf den Pavillon. Der hat einen Durchgang, auf dessen einer Seite sich der Info-Punkt und Versammlungsraum befinden wird und auf der anderen die sanitären Anlagen. Dessen Dach soll nun nicht aus Pappe, sondern aus Trapezblech bestehen. Ein eigentlich wünschenswertes Gründach, so hieß es im Ausschuss, wäre auf Grund der Lichtverhältnisse nicht möglich. Diskutiert wurde des Weiteren über den Wetterschutz auf dem Schlossbergturm, die Fenster und anderes mehr.

Biesenthals Bürgermeister zeigte sich insgesamt mit der Planung zufrieden. Wie beim Förderverein des Naturparks zu erfahren war, ist der Bauantrag eingereicht, so dass Ende des Monats mit der Genehmigung zu rechnen sei. Damit geht das Vorhaben in die nächste Phase, in der das Betreibermodell, ob Touristinfo, Imbiss oder eine ganz andere Alternative in den Mittelpunkt der Diskussion rücken dürfte.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG