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Freienwalder Unternehmer Ralph Pestke spendet Zeitungsabonnement / Kita und Hort teilen sich die MOZ

Falkenbergs Kita fördert Schriftkultur

Zur fröhlichen Übergabe des MOZ-Patenabonnements von Brunnenbauer Ralph Pestke (Mitte) hat der Verlag den Kindern noch eine Runde Malbücher und Gummibärchen spendiert.
Zur fröhlichen Übergabe des MOZ-Patenabonnements von Brunnenbauer Ralph Pestke (Mitte) hat der Verlag den Kindern noch eine Runde Malbücher und Gummibärchen spendiert. © Foto: Sören Tetzlaff
Jens Sell / 01.08.2012, 08:00 Uhr
Falkenberg (MOZ) Der Bad Freienwalder Unternehmer Ralph Pestke spendiert der Kita Falkenberger Spatzennest für ein Jahr die Märkische Oderzeitung. Damit wollen die Erzieherinnen die Sprachentwicklung der Kinder noch besser fördern. Bei der Übergabe spielt auch der Sport eine Rolle.

Ben weiß, wovon er spricht: "In der Zeitung heute kämpfen die Ritter um das Burgfräulein. Hier war ich auch zum Wikingerfest", sagt er und zeigt auf das Foto der gestrigen Ausgabe, "im nächsten Jahr will ich dort wieder hin zu den Ferienspielen." Es fällt auf, dass der Fünfjährige in vollständigen Sätzen auf Fragen antwortet. Interessiert blättert er die Zeitung durch: "Hier ist mein Buchstabe B", sagt er und zeigt auf "Bilderbogen", und im Sudoku findet er auch seine Ziffern Eins und Vier.

In der Kitagruppe von Simone Köpke-Strehl sind die 19 größten Kinder der Kita Falkenberger Spatzennest. Jedes hat seine Zahl. Lea sucht die Sieben. Im Zeitungskopf findet sie sie gleich dreimal. "Ich hatte schon überlegt, was denn eine Kita mit der Zeitung will, aber ich sehe, dass das durchaus Sinn hat", sagt Ralph Pestke. Der Bad Freienwalder Brunnenbauer spendiert schließlich dem Falkenberger Spatzennest für ein Jahr lang die Märkische Oderzeitung.

"Kita und Hort werden sich die MOZ teilen", erklärt die Leiterin Ute Wieland, "vormittags arbeiten wir in den Kitagruppen mit ihr, nachmittags bekommen sie die Hortkinder." Erste Erfahrungen haben sie bereits gemacht, denn der Verlag hat schon mit der Auslieferung begonnen. Angeregt, sich um ein MOZ-Paten-abo zu bemühen, wurde Ute Wieland von Kindern und Eltern: "Da heißt es öfter mal bei den Hausaufgaben: Nutze die Zeitung für deine Antwort, oder Eltern zeigten uns Artikel über unsere Einrichtung." Darunter ist regelmäßig der Bericht über die Kita-Olympiade, für die das Falkenberger Spatzennest jedes Jahr ein heißer Favorit ist. Diesmal siegten sie in der Halle und mussten im Freiland den härtesten Rivalen, der DRK-Kita Freundschaft Wriezen, den Vortritt lassen.

Dieses sportliche Engagement, an dem die Erzieherinnen großen Anteil haben, weckt das Interesse von Ralph Pestke: "Ich bin ja im Tennis-Verein Grün-Weiß Bad Freienwalde. Wir könnten doch mal eine der größeren Gruppen zu uns einladen und den Sport zeigen. Die Kinder können dabei gern selbst mal den Schläger in die Hand nehmen. Um den Transport würden wir uns auch kümmern." Der Vorschlag trifft bei Ute Wieland und ihren Kolleginnen auf offene Ohren. Schließlich kommen die sportlichen Erfolge der Kita nicht von ungefähr: "Vier Mal in der Woche nutzen wir die Turnhalle der benachbarten Grundschule zum Sporttreiben, die Kinder haben viel Spaß daran", sagt Ute Wieland und lobt, dass die Gemeinde die Kita direkt neben die Schule gebaut hat.

Viel Wert legt die Pädagogin aber auch auf das Lesen: "Die Förderung der Schriftkultur wird leider in der Gesellschaft und in manchen Elternhäusern sehr vernachlässigt. Die Kinder haben es dann schwerer, Zeitungen und Bücher für den Wissenserwerb zu nutzen und auch Probleme, sich mündlich und schriftlich zu artikulieren." Mit der täglichen Arbeit mit der MOZ verfolgen die Erzieherinnen deshalb auch den Zweck, die Zeitung als etwas Alltägliches zu erleben, Neugier zu wecken und das Lesen als tägliches Bedürfnis zu entwickeln. Und es geht nicht nur ums Lesen: "Zur Fußball-Europameisterschaft haben die Kinder schon fleißig Bilder und Artikel ausgeschnitten und sich gegenseitig gezeigt, wo Deutschland im Turnier steht. Und als sie neulich den Bericht über das Neptunfest im OFFI vorgelesen bekamen, haben sie gleich Ideen für unser eigenes Fest aufgenommen."

Ralph Pestke kann nach dem Besuch sicher sein, dass sein Engagement für ein MOZ-Patenabo gut angelegtes Geld ist. Und wenn sich aus Falkenberg ein Nachwuchs-Tennisspieler findet, umso besser. Mit 65 Kindern in der Kita und 58 Hortkindern hat die Einrichtung Potenzial. Auf jeden Fall will Ben mitfahren.

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