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Jury bei den vier Kandidaten im Wettbewerb um die Naturparkgemeinde 2012 zu Besuch / Station am Hellsee gemacht

Die Wanderwege im Blickpunkt

Mitten im Wald: Gerda Schmidt (2.v.l.) schwärmte von der Landschaft um Biesenthal, die in der letzten Eiszeit entstanden ist. Diese Schönheiten wolle man auch der jungen Generation nahe bringen, so die Ortsgruppenvorsitzende der NaturFreunde
Mitten im Wald: Gerda Schmidt (2.v.l.) schwärmte von der Landschaft um Biesenthal, die in der letzten Eiszeit entstanden ist. Diese Schönheiten wolle man auch der jungen Generation nahe bringen, so die Ortsgruppenvorsitzende der NaturFreunde © Foto: MOZ
Kai-Uwe Krakau / 15.08.2012, 22:54 Uhr
Biesenthal (MOZ) Der Wettbewerb um die "Naturparkgemeinde des Jahres 2012" steht kurz vor dem Abschluss. Gestern präsentierten sich die vier Bewerberstädte der Jury.

Wenige Minuten vor 10 Uhr im Rathaus Biesenthal. Gerda Schmidt ist schon ziemlich aufgeregt. Die Vorsitzende der Ortsgruppe Hellmühle der NaturFreunde ist kurzfristig für Bürgermeister André Stahl eingesprungen - er ist beruflich verhindert. Die rüstige Seniorin hat nun die Aufgabe, das vorzustellen, was die Kommune zum Thema des Wettbewerbes zu bieten hat. Das beschäftigt sich in diesem Jahr mit der Entwicklung des Wanderwegenetzes im Naturpark Barnim.

Gerda Schmidt weist auf die große Eiche hin, die mitten auf dem Platz steht. Sie sei Ausgangspunkt für viele Wanderungen, sagt sie. Ein paar Meter weiter steht eine Informationstafel. Dort sind die zwei "Natura Trails" verzeichnet. Das sind Wanderwege um Biesenthal herum, die Wissen vermitteln, aber auch auf die Schönheit der Landschaft hinweisen sollen. "Die sind auch im Internet zu finden und mit GPS-Geräten abrufbar", so Gerda Schmidt.

Dann geht es mitten in die Natur. Mit dem Auto macht sich die Jury auf den Weg zur Uli-Schmidt-Hütte am Hellsee. Die Ortsgruppenvorsitzende berichtet, wie die NaturFreunde das Haus 2001 ersteigerten und zwar "mit vielen Spenden und Eigenmitteln". Für die Erhaltung müssten jährlich auch rund 1000 Euro aufgebracht werden, viel passiere mit ehrenamtlicher Arbeit. "Zu uns kommen Schulklassen und Kita-Gruppen, die wir für die Natur begeistern wollen", sagt Gerda Schmidt.

Die Zeit drängt, aber ein kleiner Spaziergang kann nicht schaden, findet Naturparkleiter Peter Gärtner. Also geht es einige Meter den kleinen Berg hinauf. Gerda Schmidt erzählt von der letzten Eiszeit, die die Landschaft geformt hat. "Es gibt hier den Eisvogel, die Wasseramsel und den Biber", gerät die Biesenthalerin ins Schwärmen. Auch das Vernässungsprojekt des Naturparks findet Gerda Schmidt toll. Das werte die Wege nochmal auf, findet sie. Im kommenden Jahr solle es noch eine größere Veranstaltung geben, bei der man die Trails noch bekannter machen möchte. Eines ist aber auch klar: "Ganze Busladungen von Menschen wollen wir hier nicht", so die Seniorin.

Bereits am Morgen hatte die Jury, der Vertreter von Verbänden und Institutionen angehören, die Stadt Bernau besucht. Bei der Präsentation waren auch der Wanderverein Spandau sowie der Niederbarnimer Wanderklub dabei.

"Mit den Berlinern haben wir im vergangenen Jahr drei permanente Wanderwege angelegt", berichtete anschließend Monika Ulbricht von der Fremdenverkehrsinformation. Diese sind fünf, neun und 22 Kilometer lang und werden inzwischen von vielen Wanderern genutzt. "Das ist ein richtiger Volkssport geworden", so Ulbricht. Sogar aus Norwegen wurden bereits Wanderer in der Hussitenstadt gesichtet. Ein großes Lob gab es nach Angaben der Tourismusfachfrau von den Vereinen auch für die Ausschilderung der Wege. "Wir haben einen Dienstleistungsvertrag mit der Barnimer Feldmark und der Wito. Das funktioniert", sagte die Leiterin der Fremdenverkehrsinformation.

Am Nachmittag fuhr die Jury nach Oranienburg und Birkenwerder. Zum Abschluss der Tour wollten die Männer und Frauen dann den diesjährigen Sieger küren. Wer das ist, bleibt aber noch bis zum 1. September geheim. Dann soll er anlässlich des 14. Barnimer Naturparkfestes auf dem Gelände des Alten Speichers in Hobrechtsfelde bekannt gegeben werden. Die Kommune, die das Thema am besten umgesetzt hat, erhält ein Preisgeld von 2000 Euro und eine Ehrenplakette

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