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Nach einem Australien-Jahr ist für Fabian Haupt dort auch ein Feuerwehr-Praktikum vorstellbar

Vom Traumland ins märkische Outback

Gabriele Rataj / 16.08.2012, 07:00 Uhr
Zinndorf (MOZ) Sind es 4000 Fotos oder 5000, die Fabian Haupt mitgebracht hat? Ein Jahr in Australien arbeiten, leben, reisen, was von Land und Leuten mitbekommen - das musste festgehalten werden. Und wie viele Feuerwehrautos darunter sind ...

Das Aussortieren und Zusammenstellen für einen Australienabend mit der Familie, mit Freunden oder Kollegen aber dürfte andauern. Denn inzwischen arbeitet der Zinndorfer wieder in Deutschland, ist so manchen Feierabend im Feuerwehrgerätehaus anzutreffen oder rückt im Einsatzfall mit der Truppe aus.

Genau genommen war es sogar die Wehr, die den 22-Jährigen nach Australien gebracht hat. Denn Sophie Thorein, die wie er schon seit Jugendwehr-Tagen in Zinndorf dabei ist, hat ihn in die Spur gebracht. Als diese vergangenes Jahr die Schule beendete, machte sie sich für ein Jahr als Au-Pair-Mädchen in die USA auf und ließ angelegentlich den Tipp von der internationalen Austauschorganisation fallen. So etwas habe ihm schon länger vorgeschwebt, berichtet der junge Mann. Beim Stöbern im Internet packte ihn die Neugier so, dass der gelernte Zerspanungsmechaniker Nägel mit Köpfen machte, ein unbezahltes Freistellungs-Jahr von der Arbeitsstelle nahm und in Richtung fünfter Kontinent abhob. "Mit Hilfe der Agentur AIFS kein Problem", sagt der junge Feuerwehrmann. Die habe ihn in verschiedenster Weise von der Steuernummer über die für Arbeiten auf dem Bau nötige White Card bis zu deutschsprachigen Ansprechpartnern betreut.

Alles andere musste und wollte der Zinndorfer selbst austesten: den Slang verstehen lernen, Arbeit finden, die optimale Art der Übernachtung ausloten, sich das richtige Maß an Abenteuer und Sehenswertem zu gönnen - vom Autowaschen über Buschbrände aus sicherer Entfernung bis zum Snowboarden in den australischen Alpen. "Kein voller Kühlschrank, keine gewaschene Wäsche wie zu Hause", verweist Fabian auf eine unschätzbare Erfahrung.

Er hätte bleiben können. Nach einem Jahr Auszeit von der märkischen Provinz hatte Fabian Haupt die Chance auf einen festen Job. "Ist schon ein Traumland", sagt der 22-Jährige, aber die klimatischen Bedingungen seien dann doch gewöhnungsbedürftig. Und da waren ja die Eltern in Zinndorf, die Feuerwehr-Kameraden ...

Er habe überlegt, bei der australischen Feuerwehr ein Praktikum zu absolvieren, verrät Fabian Haupt, doch sein Englisch sei anfangs zu schlecht gewesen. Aber noch sei nicht aller Tage Abend.

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