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Konzept für Haltepunkt Alt Rosenthal

Stopp! Und zwar öfter, das fordern die Vierlindener Gemeindevertreter für den Ostbahn-Haltepunkt in Alt Rosenthal. Derzeit halten die Züge dort nur alle zwei Stunden.
Stopp! Und zwar öfter, das fordern die Vierlindener Gemeindevertreter für den Ostbahn-Haltepunkt in Alt Rosenthal. Derzeit halten die Züge dort nur alle zwei Stunden. © Foto: Johann M¸ller
Ines Rath / 24.08.2012, 07:23 Uhr
Vierlinden (MOZ) Die Vierlindener Gemeindevertreter fordern nicht nur von den dafür Verantwortlichen den Erhalt des Ostbahn-Haltepunktes Alt Rosenthal und die "wesentliche Verbesserung des Fahrplanangebotes". Die Gemeinde will auch selbst etwas dafür tun. Die Abgeordneten haben am Mittwochabend einstimmig ein Entwicklungskonzept der Gemeinde Vierlinden für den Bahnhof Alt Rosenthal beschlossen.

Ziel der darin verankerten Maßnahmen ist es, dass mehr Fahrgäste den Haltepunkt nutzen. Denn mit derzeit täglich durchschnittlich 20 Fahrgästen, die in Alt Rosenthal ein- oder aussteigen, ist der Haltepunkt das Schlusslicht an der Ostbahnstrecke, wusste auch Klaus Groß. Der Neu-Alt Rosenthaler hat das Bahnhofsgebäude erworben und zum Wohnhaus ausgebaut. Für ihn ist der Haltepunkt, wie für viele Alt Rosenthaler, Görlsdorfer, Woriner, Diedersdorfer und Neuentempeler eine Lebensader, die unbedingt erhalten werden soll. Dafür hat sich in Alt Rosenthal eine Initiativgruppe gebildet.

Deren Vorschläge und Forderungen decken sich weitgehend mit den im Konzept der Gemeinde formulierten: So müsse und soll das Bahnhofsumfeld für Pendler, die mit dem Auto ankommen, attraktiver gemacht werden. Die Planung für den Bau von zunächst fünf Parktaschen am Bahnhof liegen dem Konzept bei. Außerdem müsste die Busanbindung des Haltepunktes verbessert werden, meinen die Vierlindener Bahnhofskämpfer.

Vor allem mit Blick auf Touristen, die stärker für den Ein- und Ausstieg in Alt Rosenthal motiviert werden sollen, ist die bessere Ausschilderung des Haltepunktes, vor allem an den B 1-Abzweigen in Worin und Diedersdorf im Konzept vorgesehen. Zudem soll eine Radwanderkarte mit touristischen Zielen in Vierlinden erstellt werden. Der Diedersdorfer Ortsvorsteher Jörg Berndt machte am Mittwochabend darauf aufmerksam, dass man seit Jahren über den Bahnhof Alt Rosenthal rede, aber noch nicht viel passiert sei. Jetzt müssten endlich Taten folgen. Berndt hält es zum Beispiel für nötig, die Zufahrtsstraßen zum Bahnhof auszubauen.

Die Forderungen der Vierlindener an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, die Bahn AG, die Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB) und das Land sind klar: Nur wenn die Züge auch häufiger in Alt Rosenthal halten - entweder stündlich oder bei Bedarf - kann man auch mehr Nutzer gewinnen.

Der zur Beratung anwesende Seelower Bürgermeister Jörg Schröder bot an, seinen Einfluss in der Interessengemeinschaft Ostbahn geltend zu machen und für den Haltepunkt Alt Rosenthal zu kämpfen.

Am 30. August treffen sich alle, die sich für den Haltepunkt engagieren wollen, ab 19 Uhr im Gemeindehaus Alt Rosenthal.

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