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Yesterday-Cup des Saarower Segler-Clubs auf dem Scharmützelsee

Große Menschen in kleinen Booten

Jörg Binder / 28.08.2012, 19:55 Uhr - Aktualisiert 29.08.2012, 09:12
Bad Saarow (MOZ) Wenn im Saarower Segler Verein am Werl (SSVaW) darüber gerätselt wird, wer über oder unter 80 Kilogramm Körpergewicht startet, ist klar - der Yesterday-Cup steht vor der Tür. Im Vorjahr als kleines Dankeschön der Jugendabteilung an den Verein, der das 60. Vereinsjahr feierte, erstmals organisiert, ging es in die zweite Runde.

Auch wenn die Jugendgruppe nur durch den Jugendwart vertreten war, für die Kinder gab es wichtige Ranglistenpunkte bei einer auswärtigen Regatta zu sammeln, gingen die Senioren, mit fünf Optimistbooten der Jugendabteilung, in zwei Gruppen an den Start.

Das Problem mit diesen Booten - sie sind für Kinder konstruiert und eigentlich für erwachsene Segler viel zu klein. Dennoch gingen in der Klasse der unter 80, eine Einteilung die sich, wie schon erwähnt nicht auf dass Alter bezieht, vier Segler und bei den über 80 fünf Segler an den Start. Ältester Teilnehmer war Joachim Pfuh, der gerade 80 Jahre geworden ist, in der Gruppe unter 80.

Bei herrlichem Wind mit der Stärke drei bis vier, Sonne und nur einem ganz kurzen Regenschauer, wurden in beiden Gruppen insgesamt vier Wettfahrten gesegelt.

Das nicht nur der Spaß im Vordergrund stand, zeigt die Tatsache, dass Klaus Heyer, einer der höchsten Segel-Schiedsrichter in Deutschland, in der Wettfahrtleitung amtierte. Am Ende der Serie standen eine Kenterung, ein korrigierter Frühstart sowie die Sieger und Platzierten fest. Der Wanderpokal U 80 ging an Regina Kraus, der Pokal Ü 80 ging an Jörg Binder.

Die Jugendsegler, die zeitgleich beim Internationalen Schwielochsee-Pokal starteten, wurden indes nicht mit Pokalen belohnt. Bei schwierigen Bedingungen mit Starkwind und Wellengang ersegelte sich der 10-jährige Fiete Schmelzer in der Wertung 2. Bundesliga den 15. Platz von 78 Startern, sein Teamkollege Niklas Kappel kam auf den 18. Rang. Für Lorenz Schüler war es die erste Regatta nach seinem Aufstieg in die 1. Bundesliga. Er ersegelte einen Mittelfeldplatz.

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