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Geld hilft bei Umwelterziehung und ermöglicht Naturspielbereich

Sonnenenergie belohnt Schule

Schulgebäude mit Öko-Anteil: Eine zwölf Quadratmeter große Solaranlage befindet sich heute auf dem Dach der Biesenthaler Grundschule am Pfefferberg.
Schulgebäude mit Öko-Anteil: Eine zwölf Quadratmeter große Solaranlage befindet sich heute auf dem Dach der Biesenthaler Grundschule am Pfefferberg. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
brigitte horn / 01.09.2012, 04:30 Uhr - Aktualisiert 01.09.2012, 12:03
Bernau (MOZ) Erst hat Tschernobyl wachgerüttelt. Dann kam der GAU von Fukushima - ein letzter Anstoß, den erneuerbaren Energien zum Durchbruch zu verhelfen. Was sich im Barnim auf diesem Gebiet tut, ist Gegenstand der Serie "Barnimer Stromrebellen". Heute berichtet Heike Müller* über die Solaranlage an der Schule.

Die an der Biesenthaler Schule installierte Solaranlage hat einen jährlichen zweckgebundenen Ertrag von durchschnittlich 500 Euro. Der kommt nicht nur der Umwelterziehung, sondern auch den Schülern ganz praktisch zugute. Im vergangenen Schuljahr errichtete der Förderverein mit diesen Mitteln auf dem Schulhof einen Naturspielbereich mit Hüpfpalisaden. Die Solaranlage wird als Anschauungsanlage im Unterricht verwendet. Auch die regelmäßig durch Eltern angebotene Umwelt-AG bezieht das Thema der Nutzung von Strom aus Sonne in ihre Aktivitäten ein.

An der Schule werden auch immer wieder Energiesparprojekte durchgeführt, bei denen die Schüler herausfinden, wo man an ihrer Schule durch das eigene Verhalten Energie sparen kann. In diesem Zusammenhang hatten sie sich zum Beispiel dafür eingesetzt, dass die Türen des Schulhauses automatische Türschließer bekommen, damit sie nicht immer offen stehen und so die Wärme verloren geht.

Die Solaranlage soll den Schülern verdeutlichen, dass die Nutzung von erneuerbaren Energien möglich ist. Sie lernen im Unterricht auch, wie Strom aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird und dass dabei das klimaschädliche CO2 entsteht. Es gibt heutzutage kein Kind mehr, das nicht weiß, dass wir den Ausstoß von CO2 verringern müssen, um den Klimawandel aufzuhalten.

2004 ging die zwölf Quadratmeter große Solaranlage mit einer Spitzenleistung von 1,1 kW in Betrieb. Sie hat eine LCD-Anzeige, wodurch man die aktuelle Leistung und den Gesamtertrag ersehen kann. Sie liefert im Jahr bis zu 1000 kWh Strom, der mit 0,52 ct/kWh vergütet wird.

Die Module wurden auf Initiative des Fördervereins der Grundschule und des Bürgerforums Lokale Agenda 21 Biesenthal installiert. Finanziert wurden sie mit 6000 Euro Spenden, 3000 Euro Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und einen Zuschuss der Stadt Biesenthal in Höhe von 1000 Euro.

Dazu kam noch didaktisches Begleitmaterial durch Fördermittel des Brandenburger Umweltministeriums, darunter ein Solarexperimentierkoffer.

Die Schule präsentiert sich mit der Anlage auf dem Klimaschutzschulenatlas http://www.klimaschutzschulenatlas.de/Grundschule Am Pfefferberg.

* Die Autorin ist Mitglied

des Biesenthaler Forums der Lokalen Agenda 21.

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