Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Kürbisernte bereichert die Mittagstafel

Ernte vom Komposthaufen: Maren Hartmann hat sehr viel Kürbisse in ihrem Döbberiner Garten. Vor allem für leckere Suppen und die Ausschmückung des Halloweenfestes.
Ernte vom Komposthaufen: Maren Hartmann hat sehr viel Kürbisse in ihrem Döbberiner Garten. Vor allem für leckere Suppen und die Ausschmückung des Halloweenfestes. © Foto: Johann M¸ller
Ulf Grieger / 11.09.2012, 20:02 Uhr
Seelow/Buschdorf/Werbig (MOZ) Jetzt wird es bunt und lecker. In den Gärten reifen die Kürbisse heran. Die größte Beere der Welt erfreut sich immer größere Beliebtheit. Spitzenreiter in der Oderregion ist die Sorte Hokkaido.

Die ersten Kürbisse im Seelower Naturkostladen "Nussschale" kommen vom Biolandhof Zielke aus Görlsdorf. "Die stammen nicht mehr vom sprichwörtlichen Misthaufen", betont Ladenchefin Ursula Kieninger aus Alt Rosenthal. Spätestens bei der vor einem Jahr durch die Medien gegangenen EHEC-Seuche hatten die Gemüse-Anbauer versichert, dass es eine strikte Trennung von Mist und Lebensmitteln gebe. Heute wird es in der Nussschale bereits verlockend nach Kürbissuppe duften. Im Rahmen des seit August dort angebotenen Mittagsmenüs kocht sie die Spezialität nach eigenem Rezept. Die Zutaten dafür hat sie alle im Laden: Kokosmilch, Kartoffeln, sowie wärmende Gewürze wie Kurkuma, Ingwer, Bockshornklee, Zimt, Kreuzkümmel. "Das schöne am Hokkaido ist, dass man die Schale dran lassen kann. Ich lasse die Stücke gleich mit den Gewürzen in Bratöl angaren. Dann wird das ganze mit Kokosmilch abgelöscht und 20 bis 30 Minuten gekocht" erklärt die Ladenchefin. Mit Kürbiskernöl und Petersilie wird das Ganze serviert.

Wer sich seine Kürbisse aus einer breiten Vielfalt aussuchen möchte, der ist unter anderem in der Werbiger Gärtnerei von Cornelius Ludwig genau richtig. "Der Kürbisanbau bei uns ist das Hobby der Gärtnerinnen. Sie suchen sich selbst den Samen aus und bauen die Beeren an", sagt der Gärtner. Auf einem großen, vier Meter langen Tisch sind dann die Hokkaidos, Bischofsmützen, Muskat- und Halloweenkürbisse zu bestaunen. Am besten gehen dort allerdings die Hokkaidos. "Und das, obwohl die Muskatkürbisse viel besser schmecken", schmunzelt Ludwig.

"Es ist kein besonders gutes Kürbisjahr. Darüber haben wir uns schon mit vielen anderen ausgetauscht", sagt Elfriede Schubert in Buschdorf-Gerickensberg. Aber da es nun mal Tradition in ihrem großen Garten ist, gedeihen auch wieder zahlreiche bunte Hokkaido-, Muskat-, Halloween und andere Speisekürbisse, die Bischofsmützen und zahlreiche Zierkürbisse heran. Etliche dieser Früchte werden am Sonnabend beim Erntefestumzug in Zechin zu bewundern sein, der um 13 Uhr am Technikstützpunkt startet. "Am Freitag werden die Kürbisse dafür abgeholt", erzählt sie. Nach einem besonderen Rezept befragt, ist Elfriede Schubert unschlüssig. "Es gibt ja so viele. Aber ich mache gern Marmelade daraus. Die schmeckt ganz lecker!"

Das Freilichtmuseum Altranft hat der Gemüsepflanze, die zu den Beeren zählt, weil ihre Kerne frei im Fruchfleisch liegen, ein Faltblatt gewidmet. Darauf werden Rezepte für Kürbiskrapfen, Kürbistorte, Kürbiskuchen, Salate und Suppen verraten. Dort ist auch der Wandel beschrieben, den das Ansehen des Kürbis durchlaufen hat: "Früher wurden die großen Früchte hauptsächlich als Viehfutter verwendet. Heute weiß man, dass die Samen, das Fruchtfleisch und die Blüten auch uns gut schmecken", heißt es darauf. (www.freilichtmuseum-altranft.de)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG