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Motoryachtclub Eisenhüttenstadt feierte am Mielenzhafen 50-jähriges Bestehen

Schnupperfahrt zum Jubiläum

Hafenfest zum 50-jährigen: Viele Gäste starteten eine Probefahrt
Hafenfest zum 50-jährigen: Viele Gäste starteten eine Probefahrt © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 16.09.2012, 20:55 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) 50-Jährige werden immer besonders geehrt. So war es auch zum Hafengeburtstag am Sonnabend im Mielenzhafen. Die Mitglieder des Motoryachtclubs Eisenhüttenstadt und ihre Gäste feierten, luden ein zu Schnupperfahrten und zum gemütlichem Beisammensein.

Um das gleich vorweg zu nehmen, gefeiert wurde der 50. Geburtstag des Motoryachtclubs Eisenhüttenstadt (MYCEH), der im Mielenzhafen sein Domizil hat und über diese Entwicklung stolz ist. Der Hafen an sich ist viel älter. Von EKO mit Blechen gesponsert, entstanden Anfang der 1960er-Jahre erste Eigenbauboote aus Stahl. "Man stellte fest, dass Stahl schwimmen kann" , erinnert sich Vereinsvorsitzender Christian Lucko an diese Zeit.

1962 aus der Sektion Wassersport des Motorclubs Eisenhüttenstadt unter dem Dach des ADMV entstanden, er- und überlebten die Wassersportler die Jahre 1989/1990 und fuhren nach der Wende unter der rot-weißen Flagge des MYCEH, machten diese über die Landesgrenzen hinaus bekannt. "Der Motoryachtclub Eisenhüttenstadt ist mit seinen 39 Mitgliedern einer unserer engagiertesten Vereine im Landesverband Motorsport des Landes Brandenburg und konnte unter anderem im Fahrtenwettbewerb 2010 den ersten und 2011 den zweiten Platz belegen", lobt der Präsident des Landesverbandes Detlef von Jagow die Aktivitäten der Eisenhüttenstädter Wassersportler. "Der Hafen hat auch auf Landesebene große Bedeutung. Ist er doch der Stützpunkt für wassertouristische Aktivitäten nach Polen. Und das ist eine Zusammenarbeit, die wir wollen", ergänzt er.

Christian Lucko bestätigt das zunehmende gegenseitige Interesse zwischen den Wassersportlern beider Länder. Erste Fahrten sind auf der Oder erfolgt, in deren Folge neues Kartenmaterial mit Sehenswürdigkeiten an beiden Ufern des Flusses entstand. Allerdings seien Ausfahrten oder Mehrtagestouren immer abhängig vom Wasserstand des Flusses. Dennoch erfreut sich der Hafen in Eisenhüttenstadt, der das Qualitätssiegel "Gelbe Welle" trägt, international großer Beliebtheit. "Wir empfangen Gäste aus Holland, Dänemark und der Schweiz, die sogar zum Teil hier ihre Boote zum Überwintern einstellen", freut sich Vorstandmitglied Steffen Roß über die Entwicklung. Die Eisenhüttenstädter Skipper unterhalten noch eine Außenstation mit Übernachtungsmöglichkeit und Anlegern am Kleinen Müllroser See, von dem aus man schneller auf die Spree, den Wergensee oder den Schwielochsee gelangt. Gäste zum Hafengeburtstag waren auch Bürgermeisterin Dagmar Püschel und der Ziltendorfer Bürgermeister Danny Langhagel.

Maßgeblich beteiligt an der Ausstattung des Motoryachtclubs mit seinen heutigen Anlagen und allen Nutzungs- und Eigentumsrechten war die Stadtverwaltung unter der Leitung von Bürgermeister Rainer Werner, der dafür, genauso wie Wolfgang Perske, höchste Ehrung erfuhr. Auch aktive Vereinsmitglieder wurden ausgezeichnet.

Bei Blasmusik und Shanties sowie den angebotenen Schnupperfahrten kam maritimes Flair auf, wie es im Binnenland nicht üblich ist. Der Abend endete mit Hafentanz und Höhenfeuerwerk.

Enden wird auch bald die Saison 2012. Am 6. und 20. Oktober werden die Boote aus dem Wasser geholt und winterfest gemacht. Nach der Winterpause im April heißt es dann wieder: "Schiff ahoi!" und auf der Oder "Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!", wenn es auf die große Umfahrt, nur mal nach Müllrose auf dem Oder-Spree-Kanal oder zu Besuch zu den polnischen Skippern geht.

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