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Die Arbeiten in Werder sollen bis Ende Oktober beendet sein

Brücke nimmt Gestalt an

Schon zu erkennen: die Calauer Firma Rentsch und Balke Tiefbau Gmbh bei der Einschalung der Brücke
Schon zu erkennen: die Calauer Firma Rentsch und Balke Tiefbau Gmbh bei der Einschalung der Brücke © Foto: Karl-Heinz Arendsee
Iris Stoff / 18.09.2012, 07:06 Uhr
Werder (MOZ) Mit dem Brückenbau im Taucher Ortsteil Werder geht es nun planmäßig voran. Bis Ende Oktober soll hier alles fertig sein. Dann kann ein Altarm der Spree wieder mit dem Fließgewässer verbunden werden.

Als unser Fotograf vor wenigen Tagen das nebenstehende Bild schoss, waren die Fachleute der Calauer Firma Rentsch und Balke Tiefbau GmbH noch bei den Einschalungsarbeiten für die Brückenpfeiler. Inzwischen sind sie damit fertig, die Schalung ist schon teilweise mit Beton verfüllt. In Kürze soll dann die Brückenkonstruktion aufgebracht werden.

Ursprünglich sollte die Brücke schon Mitte Mai fertiggestellt sein, doch das zunächst beauftragte Unternehmen hatte Insolvenz angemeldet und eine Neuausschreibung war erforderlich. Mit dem jetzigen Auftragnehmer klappt alles bestens. Im August war Baubeginn, Ende Oktober soll die Brücke stehen und das Wasser fließen.

Dieses Vorhaben in Werder gehört zu einem Teilprojekt des Gewässer-Entwicklungskonzeptes für die Renaturierung der "Krummen Spree". Dieses wurde entsprechend der Wasserrahmenrichtlinie der EU vom Landesumweltamt erarbeitet. Vorgesehen ist dabei unter anderem, 14 der 20 Altarme der "Krummen Spree" wieder anzuschließen, um eine Verbesserung der Gewässerökologie zu erreichen. In Werder sind im vorigen Sommer bereits zwei Altarme der Spree saniert worden, die früher einmal miteinander verbunden waren. Der Durchlass verläuft unter der Kreisstraße K 6726, die von Werder in Richtung Plattkow führt. Doch der ist lange defekt gewesen, wodurch die Altarme versandeten. Die Sedimente sind bei der Sanierung herausgebaggert und der natürliche Durchfluss ist wieder hergestellt worden.

Die Arbeiten wurden vom Wasser- und Bodenverband "Mittlere Spree" ausgeführt. Nun sollen die beiden Altarme wieder miteinander verbunden werden. Bevor der Durchstich erfolgen kann, muss aber die neue Brücke gebaut werden, was gerade passiert. Zuständig für diesen Part des Gemeinschaftsprojektes ist das Amt für Kreisentwicklung. Die Kosten für den Brückenneubau betragen laut Kreisverwaltung etwa 300 000 Euro. Sie werden, wie die planerische Vorbereitung des Bauvorhabens, im Rahmen des Förderprogramms zur Sanierung und naturnahen Entwicklung von Gewässern zu 90 Prozent durch die Investitions-Bank des Landes Brandenburg gefördert.

Die neue Brücke wird eine ähnliche Konstruktion bekommen wie ihre "große Schwester", die bereits vorhandene Holzbrücke über der Spree. Während der Bauzeit ist die Kreisstraße K 6726 zwischen Werder und Plattkow für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert, sie führt über Ahrensdorf, Görsdorf, Giesensdorf, Kossenblatt nach Plattkow und umgekeht. Fußgänger und Radfahrer haben während der Bauzeit aber die Möglichkeit, über einen kleinen aufgeschütteten Damm den Altarm zu überqueren.

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