Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sorge nach Mord im Jobcenter

LR FRA / 28.09.2012, 06:51 Uhr
Frankfurt (MOZ) Der gewaltsame Tod einer Arbeitsvermittlerin im nordrhein-westfälischen Neuss am Mittwoch beschäftigte gestern auch die Frankfurter Mitarbeiter von Arbeitsagentur und Jobcenter. "Es ist ein Thema im Haus", bestätigte der Geschäftsführer Lutz Neumann. In so einem Fall sei man "eine große Familie in der Bundesagentur, auch wenn es 500 Kilometer weit weg ist". Eine 32-Jährige war in ihrem Büro in Neuss von einem Kunden erstochen worden.

Neumann warnte allerdings vor Panik. "Man darf so einen Vorfall nicht überbewerten", sagte er. Im Bereich des Frankfurter Jobcenters könne er sich an keinen Vorfall erinnern, bei dem die Polizei gerufen werden musste. Allerdings ist er sich auch bewusst: "So etwas kann man nicht verhindern." Man tue präventiv alles, was möglich sei. So zeigt ein Sicherheitsdienst im Jobcenter Präsenz und ist jederzeit auf dem Handy zu erreichen. Auch ein Notrufsystem über die Computer-Tastatur ist installiert. Drückt man bestimmte Tasten, erscheint ein Notruf auf allen Bildschirmen des Hauses. Außerdem werden die Mitarbeiter in Deeskalation geschult und schwierige Gespräche werden wenn möglich durch zwei Mitarbeiter geführt. "Wir sind sensibel mit Situationen, in denen Stress auftauchen kann", betonte Neumann.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
XXX 05.10.2012 - 00:33:25

@ KJHGFD

Wie schrieb nicht schon ein gewisser Karl Aloys Schenzinger bereits in seinem Roman "Metall" 1939, wo er Studiosus Meyer folgendes sagen ließ: "Euere Magnifizenz können die Wahrheit nicht verbieten. Das hat einmal die Kirche bei Galilei versucht. Sie hat sich blamiert." Später wurde der dann Dr. Meyer in eine Irrenanstalt verbracht, aber letztendlich brach sich das Recht Bahn und er wurde bestätigt / rehabilitiert... Äußerst lehrreich dieses Buch auch in anderen hochaktuellen Fragen (z.B. Rede und Gegenrede als Triebfeder der Entwicklung, soziale Verantwortung von Unternehmern, Wissensvermittlung - sprich Schulsystem, Begabtenförderung etc., Deutsche Kleinstaaterei als Entwicklungshemmnis)!!!

MO JR 04.10.2012 - 23:54:36

@ KJHGFD

hatte es auch gelsen . trotz späterer Löschung, dass der Abteilungsleíter der lesitungsabteilung Herr M. auch Datenschutzbeauftragter ist. Zum Glück gibt es noch andere lokale Readaktionen, die damit ehrlich umgehen und vlt. auch al die Zuordnungen zum Datenschutz in Frage stellene, gerade nach einem echtem Skandal. Die Datenschutzbeauftragte des Landes hat sicherlich etwas beizutragen und auch zur beartenden Funktion und der Neutralität. Bewusst wurde hier zu Ungunsten der Kunden zuoft entschieden und unneutral beeinfluust entschieden. Auch die Stadt FFO hat sich endlich einer neutralen Intuition u.a der ARGEN dem Land zu unterwerfen, da die Freiwilligkeit nicht funktioniert.

KJHGFD 04.10.2012 - 23:05:00

ich staune wie viel hier wieder gelöscht wurde

zu konkret? z nachweisbar? zu ehrlich? Datenschutz, Umgang mit mit "Kunden" , keine Wiederbenennung von Datenschutzskandalen? Die Verwehrung des Anschlusses an den /die Datenschutzbeauftragten des Landes Brandenburg? Liebe MOZ! zu mutig gelöscht aber niemals aus der Welt. Journalistisch eher wertvoll, als es hier durch Löschungen zu vertuschen und ob es man glaubt oder nicht pure Realität. Kein herr M.zahlt WKZ an euch. Lokal gibt es es klare Differenzen zum Datenschutz und auch Misstände, die auch Kommentaröschungen Stand halten. Das wissen auch auch Herr M. als Gf und Herr M als DB und ... und ist keine Geheimniss , sondern sehr traurige Wahrheit und bedarf auch öffentlicher Aufklärung.

Josef Lenden 02.10.2012 - 06:22:10

XXX

Dann versucht es doch mal mit mir. Meckern alleine ist kein Nachweis der Behauptungen von Rechtsbeugung.

XXX 02.10.2012 - 00:52:59

@ Josef Lenden

Lieber Herr Lenden! Wenn uns die deutsche Gerichtsbarkeit nicht helfen konnte, weil trotz Verurteilung in allen Instanzen nicht dem Urteil entsprochen wird, WIE wollen sie uns dann helfen können??? Ich habe mittlerweile das Vertrauen in die Politik verloren! Was hier passiert HAT SYSTEM. "...man (kann) schon fast nachweisen das diese Masche System hat!" schreibt "kannste@vergessen.de" richtigerweise. Ich würde in diesem Satz definitiv das "fast" weglassen!

kannste@vergessen.de 01.10.2012 - 08:12:58

@Josef Lenden

Hallo Herr Lenden, was Ihr Vorredner schreibt ist nicht nur ein Einzelfall. Soweit mir bekannt ist, gibt es einen weiteren Verein der mehr als 8 Jahre lang vom JobCenter Frankfurt (Oder) um die Mieten gebracht wurde. Wohlgemerkt die Mieten, die den Bewohnern zugestanden haben! Es wurde 8 Jahre lang preozessiert, man bedenke je Mitbewohner 2 Klagen im Jahr da alle 6 Monate ein neuer Bewilliungsbescheid erstellt wird. Man kann sich bei 10 Menschen und mehr also ausrechnen wieviel Klagen beim Sozialgericht anhängig waren. Hier hat dieser Verein wohl endlich Recht bekommen und das JobCenter und die Stadt (es ging parallel ebenfalls gegen die Stadt wg Grundsicherung) wurden endlich mal in die Schranken gewiesen. Wenn ich weiter nachdenke fallen mir noch mehr Beispiele ein, hier kann man schon fast nachweisen das diese Masche System hat!

Josef Lenden 01.10.2012 - 04:37:20

Verein

Wenn Sie aus Frankfurt (Oder) sind und man ihnen helfen soll, dann nehmen Sie mit mir Kontakt auf: joseflenden@arcor.de Mit freundlichen Grüßen Josef Lenden Stadtverordneter

XXX 01.10.2012 - 01:27:14

Die "Sorge" ist berechtigt!!!

Unserem Verein, der Arbeitslosen in SAM und ABM Arbeit organisiert hat, anerkannt gemeinnützig, schuldet das AA FF/O. noch knapp 1/2 Mio. DM (!). In allen Instanzen wurde es zur Zahlung verurteilt und zahlt bis heute nicht. Nun ist der Verein nicht von irgendwelchen Mordgedanken getragen, aber man darf sicher sein, daß die Menschen, die sich über Jahre dort engagiert haben, zu dieser Problematik ihre eigene Meinung gebildet haben! Die damals vom Verein Beschäftigten mit ihren Problemen und Sorgen spielten für das AA keine Rolle! Die Bundespolizei stand plötzlich überraschend und überfallartig in den Büroräumen des Vereines auf der Matte, begründet mit dem Vorwurf "illegale Beschäftigung von Ausländern", dabei waren ausschliesslich vom AA vermittelte Personen bei uns beschäftigt! Das eine Person von diesen nur einen ausländischen Pass hatte, war dem Verein vom AA nicht bekannt gemacht worden und konnte diesem somit auch nicht bekannt sein (Kein Verein hat das Recht, von irgendjemand die Personalausweise zu verlangen zur Beschäftigung). Natürlich war diese Person NICHT ILLEGAL BESCHÄFTIGT! Alle Beschäftigten wurden UNGESETZLICH letztendlich an eine Arbeitsförderungsgesellschaft "weitergereicht"... Erst Recht kann man sich mit dem Wissen und dem aus anderen Quellen denken, wie in der Regel das AA/Jobcenter/ARGE arbeiten. Das dann solche Vorfälle wie in Neuss passieren, ist doch nur ein Folge dessen, leider!

informierter Bürger 29.09.2012 - 20:22:53

Sorge? zeigt menschliche Züge im Umgang mit euren "Kunden"

An Alle zur Erinnerung, weil Viele viel zu schnell vergessen! Dieser Artikel stand bei uns in der MOZ Heimatzeitung am 14.02.2001 Artikel Anfang: “Sein Tod galt der Institution” Ermordeter Arbeitsamtsleiter in Verden Beigesetzt Verden(ddp) Mit großer Anteilnahme hat der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, Bernhard Jagoda, Abschied von dem vor einer Woche ermordeten Leiter des Verdener Arbeitsamtes, Klaus Herzberg, genommen. “Der Tod hat nicht der Person Klaus Herzberg gegolten, sondern der Institution Arbeitsamt”, sagte Jagoda gestern vor rund 100 Trauergästen in der Kapelle auf dem Verdener Waldfriedhof in Niedersachsen. Rund 400 Menschen nahmen Abschied von dem Ermordeten. Neben den Trauergästen in der Kapelle erwiesen rund 300 Menschen vor der Kapelle dem Toten die letzte Ehre. Der 63-Jährige war am vergangenen Dienstag einem Anschlag zum Opfer gefallen. Er war vor seinem Haus in Verden-Borstel in einer Blutlache liegend von einer Nachbarin gefunden worden. Er starb durch zahlreiche Stiche am Kopf, die durch einen Dreikantschaber verursacht wurden. Der mutmaßliche Täter, ein 46 Jahre alter arbeitsloser Maschinenbau-Ingenieur, stellte sich kurz nach der Tat auf dem Bremer Hauptbahnhof selbst. Nach seiner Festnahme gab der Mann aus Thedinghausen an, er habe seit zwei Jahren Probleme mit dem Arbeitsamt. Den Direktor habe er persönlich gekannt. Artikel Ende Wie gesagt, nur zur Erinnerung, einfach mal darüber nachdenken, nichts geschieht ohne Grund, denn ein (Sprichwort sagt; Der Hehler ist genauso schuldig wie der Stehler).

G.W. 29.09.2012 - 19:23:06

@kannste@vergessen.pl

Da es nicht hagelt, scheinen Sie nicht ganz unrecht zu haben....;-)

Erika Pekrul 29.09.2012 - 13:09:21

Fronten...

Ich pflichte den vorangegangenen Meinungen bei, im Jobcenter sitzen leider nicht immer geschulte Mitarbeiter und der Umgang mit dem Menschen der dort eigentlich Hilfe und Neuorientierung bräuchte, erfährt meist Häme und Erniedrigung. Ich persönlich war auch schon in solch einer Situation und war auch wütend über die unqualifizierte "Fachkraft", die mir meine Lage noch trostloser erscheinen ließ. Ich fühlte mich gedemütigt und eben auch wütend. Musste ich mir als 30jahre arbeitende Person von jemanden mit gerade mal 2jahren Berufserfahrung sagen lassen, nichts wert zu sein und das ich mit dem Geld zurechtkommen muss...30ig Jahre hart gearbeitet, Familie Haus und trotz braver Steuergeldzahlung, kein Überleben möglich. Ich habe nun 2 Jobs´um eben nicht beim Amt betteln zu müssen und sei es nur für Klassenfahrten meiner Kinder... Mich wundert ebenfalls das erst jetzt etwas passiert... Fragt irgendjemand nach dem ethnischen Hintergrund, denn es war ein Einwanderer aus dem arabischen Raum, der wutentbrannt auf die Frau niederstach....egal wie lange sie hier im westlichen Europa leben, unsere Sitten und Gesellschaftsformen werden sie nicht verinnerlichen oder akzeptieren und von einer Frau abgekanzelt zu werden, war sicher etwas zuviel.... Wachpersonal im Jobcenter gibt es übrigens schon länger, bei einem meiner Besuche, wurde eine 60ig Jährige einmal hinausbefördert...laut schreiend um sich tretend...weil sie sich ungerecht behandelt fühlte von der Mitarbeiterin des Jobcenters.... Bei uns handelt es sich auch zu meist um Umgeschulte, aus einem "verwandeten" Berufsfeld stammende Personen....das heißt Verwaltung, Lehrer, ehemalige Ausbilder...

Fruehrentner 29.09.2012 - 12:16:00

Wisst ihr was ihr Opfer

ihr seit doch mitschuldig an dieser unhaltbaren Situation. Trotz aller Frustration kann es kein Grund sein jemanden ein Messer in den Koerper zu rammen. Vielleicht solltet ihr armen Opfer endlich mal aufstehen und fuer eines Deutschen wuerdigen Leben eintreten, anstatt zu jammern und zu warten auf Dinge die nicht kommen werden, so ganz von allein. Habt ihr immer noch nicht mitbekommen, das jeder Pole billiger ist. Das nennt sich dann Arbeitnehmerfreizuegigkeit. Los steht auf und organisiert Euch endlich ihr toleranten Mitbuerger.. Wo ist eigentlich das Problem bei 14 % Arbeitslosen. Das sind doch eine Menge Leute. Aber stimmt ja der Grossteil hat sich eingerichtet in ihr Schicksal.

kannste@vergessen.de 29.09.2012 - 07:07:39

Sicherheitsdienst?

Herr Neumman, Sie wollen doch nicht diesen Mann in dunkelblau als Sicherheitsmann bezeichnen? 1. Macht dieser den Eindruck als wolle er seine Rente aufbessern. 2. Körperliche Fitness geht scheinbar gegen Null. 3. Ich dachte für diesen Berufszweig sind gewisse Zertifikate notwendig? Diese kann dieser alte gebrechliche Mann der da steht NICHT haben. 4.Ich würde einmal "husten"und der sogenannte Sicherheitsmann würd aber rennen! Und nein, ich bin kein Kunde im JobCenter! Für alle Kritiker... ich will einfach nur sagen, das es im JobCenter keine Sicherheitsmaßnahmen gibt! Nur optisch.... Und wenn die leute dort Ihre Arbeit machen würden und nicht immer ALG II Empfänger schikanieren würden (kenne ich aus meinem privaten Umfeld) dann bräuchten diese sogenannten Kundenbetreuer auch keine Angst haben..... Und da unser JobCenter hier tatsächlich das schlechteste im ganzen Osten ist (man beachte nur diverse Berichte Prozesse etc. da kann man das sehr schön herleiten) bin ich erstaunt das hier noch nichts passiert. So jetzt darf es weitere Kommentare hageln....

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG