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An der Hohen Steinstraße Siedlungsüberreste entdeckt

Reise in die Bronzezeit

Unermüdliche Suche: Annett Dittrich und Kerstin Geßner fördern frühzeitliche Alltagsgegenstände zutage.und katalogisieren sie. Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Unermüdliche Suche: Annett Dittrich und Kerstin Geßner fördern frühzeitliche Alltagsgegenstände zutage.und katalogisieren sie. Foto: MOZ/Sergej Scheibe © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Fine Oswald / 09.10.2012, 20:00 Uhr - Aktualisiert 10.10.2012, 06:15
Bernau (FO) Wer hätte gedacht, dass eine Baustelle, samt neuzeitlichen Kränen und Zementmischern, zu einer Zeitmaschine in die Bronzezeit werden kann? Dies geschah, nicht ganz unerwartet in der Hohen Steinstraße in Bernau. Seit März diesen Jahres begleiten Dr. Annett Dittrich und Kerstin Geßner, Inhaberinnen der Archäologie-Agentur, den Umbau der Straße.

Die beiden Wissenschaftlerinnen können langjährige Erfahrungen in der praktischen Boden- und Baudenkmalpflege vorweisen, die nun auch den versteckten Schätzen Bernaus zugute kommen. Unter Baggerrädern und stampfenden Arbeiterfüßen befindet sich eine dieser Kostbarkeiten - eine 3000 Jahre alte bronzezeitliche Siedlung. Neben Häuserteilen, Gruben und Pferdezähnen sind es vor allem die keramischen Funde, die für die Ausgrabungen von unschätzbarer Bedeutung sind.

"So eine Siedlungsgrube kann ja leider nicht mit uns sprechen.Deswegen können wir besonders an der Herstellungstechnik und der Materialbearbeitung der Keramikstücke das Alter der Funde erkennen", äußert sich Annett Dittrich mit prüfendem Blick auf eine Tonscherbe. Aber das ist nicht die einzige Entdeckung an diesem Ort. Über der bronzezeitlichen Siedlung, die vor der Stadtgründung im 12./13. Jahrhundert aufgegeben wurde, konnte außerdem eine mittelalterliche Lebensstätte sicher gestellt werden.

Alle Fundstücke werden durch die Archäologinnen dokumentiert und an das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege übermittelt. "Vielleicht kommen sie sogar ins archäologische Landesmuseum, wie bereits schon andere Bernauer Schätze", offenbart die 41-Jährige abschließend.

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