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Auskünfte über künftige Flugrouten

Luftverkehrsbehörde kommt in Ausschuss

Uwe Spranger / 13.10.2012, 07:45 Uhr
Strausberg (MOZ) Am 13. November wird das Thema Flugrouten zum künftigen Berliner Großflughafen im städtischen Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr beraten. Für diesen Termin hätten Vertreter der Luftverkehrsbehörde zugesagt, bestätigte die Verwaltung bei der jüngsten Sitzung auf Anfrage von Andreas Fuchs. Allerdings wurde darauf verwiesen, dass die Gäste "in den Ausschuss kommen" und keine Bürgerfragen beantworten. Da dennoch mit großem Interesse gerechnet wird, soll die Sitzung im Volkshaus-Nord stattfinden.

Für Fuchs, sachkundiger Einwohner für die CDU im Ausschuss, war der bislang schwache Zwischenstand des Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot Anlass für die Nachfrage. Offenbar würden die Strausberger die künftige Belastung verkennen, so der Chef der Ortsgruppe des Naturschutzbundes. Denn im Süden gibt es einen Einlenkpunkt für landende Maschinen aus Richtung West-Nordwest bis Nord. Sie werden dann in ca. 1200 Metern über die Stadt donnern. Bislang haben sich trotz mehrfacher Veröffentlichung in Medien aber erst rund 300 Bürger in die Listen eingetragen.

Dies kann noch bis 3. Dezember im Bürgerbüro passieren oder durch briefliche Eintragung. Beteiligen können sich alle, die mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens einem Monat im Land Brandenburg den ständigen Wohnsitz haben. Für briefliche Eintragung kann formlos ein Eintragungsschein angefordert oder von der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden. Der ist ausgefüllt per E-Mail an das Bürgerbüro zu schicken. Dort werden auch Fragen beantwortet.

Kontakt: Tel. 03341 381210; E-Mail buergerbuero@stadt-strausberg.de

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Courage 15.10.2012 - 13:25:23

Nachtflugverbot ?! - Ja klar, aber davon müssen alle etwas haben.

Nachtflugverbot klingt gut. - Aber dann bitte für alle Flughäfen und Flugplätze!!! Märkisch-Oderland wird (trotz großer Entfernung zum BER) sehr stark von den Landeanflügen des BER betroffen sein. Dies verdanken wir einerseits dem vorherrschenden Wind, zum anderen aber auch den in Deutschland üblichen veralteten Anflugmethoden (hoher Kerosinverbrauch, übermäßiger Ausstoß von Abgasen/CO2, extremer Lautstärkenpegel). Schließlich müssen die "arme" (von Steuergeldern finanzierte) Fluglobby bzw. die Deutsche Flugsicherung wenigstens an einem Punkt sparen - teure Fluglotsen, auf Kosten der Betroffenen darunter. Anflugvarianten im großen Bogen (bis hin über Neuhardenberg bzw. Seelow) lassen die Überwachung durch einige wenige Fluglotsen zu. Zum Volksbegehren wäre noch zu erwähnen: Dieses richtet sich jedoch lediglich gegen den BER und ist für die Bewohner der Ballungsräume gedacht. Wie aber sieht es an den abseits gelegenen, kleineren aufstrebenden (größenwahnsinnig anmutenden) Flugplätzen, wie z.B. Strausberg aus? - Auch hier wäre dann eine entsprechende Forderung unerlässlich! - Davon hört man eigenartigerweise aber nichts. Dabei tyrannisieren uns doch oftmals gerade deren kleinere Flieger von früh bis spät abendes sowie am Wochenende! - Denn kleiner heißt in diesem Fall nicht unbedingt leiser!

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