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Oberarchivar Ralf-Rüdiger Targiel präsentiert neuen Frankfurt-Kalender

"Das ist etwas ganz Besonderes"

Historischer Kalender: Oberarchivar Ralf-Rüdiger Targiel mit einem druckfrischen Exemplar, rechts betrachtet Hobbyhistoriker Günter Ansorge ein Originalfoto aus dem Stadtarchiv.
Historischer Kalender: Oberarchivar Ralf-Rüdiger Targiel mit einem druckfrischen Exemplar, rechts betrachtet Hobbyhistoriker Günter Ansorge ein Originalfoto aus dem Stadtarchiv. © Foto: Heinz Kˆhler
Dietrich Stulpe / 16.10.2012, 07:44 Uhr
Frankfurt (MOZ) Für alle Liebhaber des alten Frankfurt hat die Ulrich-von-Hutten-Buchhandlung ab sofort eine ganz besondere Attraktion zu bieten: einen Stereoskopie-Kalender für das Jahr 2013. Stadtarchiv-Oberarchivar Ralf-Rüdiger Targiel hat ihn gestern im Oderturm interessierten Frankfurtern vorgestellt.

Targiel stand die Freude über den historischen Kalender bei der Präsentation ins Gesicht geschrieben: "Das ist etwas ganz Besonderes. Meines Wissens hat die Stadt Frankfurt so etwas bislang noch nicht herausgebracht." Dabei handelt es sich um einen Stereoskopie-Kalender, der Orte und Plätze des historischen Frankfurt von 1876 räumlich darstellt.

"Für den im niedersächsischen Verden produzierten Kalender haben wir eine kostbare Serie von 13 Stereoskopie-Fotografien der Stadt Frankfurt des Jahres 1876 aus unserem Archiv verwendet. Der Betrachter wird in Bild und Text ins Frankfurt der 1870er-Jahre zurückversetzt", sagte der Leiter des Stadtarchivs. Außerdem liegt dem Kalender eine Lorgnette bei. Mit dieser Sehhilfe erlebt der Betrachter die im Original auf Karton nebeneinander montierten Fotos als räumliches Bild. Auf dem letzten Kalenderblatt ist zudem die bis ins Jahr 1847 zurückverfolgte Geschichte des Fotoateliers Schreiber & Ochs, des ältesten seiner Art in der Stadt, zu erfahren.

Die Kalender-Manufaktur Verden hat im Jahr 2002 ihr erstes historisches Jahrbuch herausgegeben. Inzwischen produziert der Verlag für etwa 300 Orte und Städte diese beliebte Reihe.

"Der Kalender zeigt mit die ältesten Ansichten unserer Stadt. Zugleich erfahren wir, welche historischen Bauten damals als besonders wichtig und attraktiv empfunden wurden", bekundete Targiel seinen Respekt vor dem Können solch Altvorderer wie Robert Ochs. Der erfahrene Fotograf habe damals mit einer englischen Kamera mit zwei Linsen, die gleichzeitig auslösten, für die Fotos auf dem Marktplatz gestanden. "Das war ungleich schwieriger als mit der heutigen Digitalfotografie, zumal Ochs die Aufnahmen mit einer Belichtungszeit von zehn Sekunden realisierte", so Targiel.

Der historische Frankfurt-Kalender für das Jahr 2013 mit Lorgnette ist für 19,80 Euro in der Ulrich-von-Hutten-Buchhandlung erhältlich.

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