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Eisenhüttenstädter Unternehmen für langjähriges Engagement ausgezeichnet / Feuerwehrleute werden für Lehrgänge freigestellt

Völkl GmbH ist "Partner der Feuerwehr"

Frank Groneberg / 17.10.2012, 06:40 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Völkl Eisenhüttenstadt GmbH ist als "Partner der Feuerwehr" gewürdigt worden. Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke übergab jetzt das entsprechende Förderschild an Geschäftsführer Michael Fisch. Das Unternehmen unterstützt seine in der Freiwilligen Feuerwehr aktiven Mitarbeiter.

Großbrand in der Gemeinde Neuzelle. Im Ortsteil Bahro schlagen die Flammen meterhoch aus dem Dach eines Wohnhauses. Kräftiger Wind treibt das Feuer an - schon droht es, auf die benachbarten Häuser überzugreifen. Ein Anwohner wählt die 112, alarmiert die Feuerwehr. Doch schnelle Hilfe ist nicht zu erwarten: Weil es vor Ort keine ausgebildeten Feuerwehrleute mehr gibt, müssen die Brandbekämpfer aus dem mehr als 20 Kilometer entfernten Eisenhüttenstadt anrücken. Wertvolle Zeit vergeht. Zeit, in der materielle Werte vernichtet, Menschenleben gefährdet werden.

Das beschriebene Szenario ist zum Glück nicht real, ist nur ausgedacht. Denn natürlich gibt es in Bahro, der Gemeinde und im gesamten Amt Neuzelle Feuerwehrleute, die im Ernstfall innerhalb weniger Minuten an einem Brandort sind und dort den Kampf gegen die Flammen aufnehmen können. Dass diese immer auf dem neuesten Stand der Ausbildung sind, ist auch engagierten Unternehmen wie der Völkl Eisenhüttenstadt GmbH zu verdanken.

Volker Schulz aus Bahro ist einer jener Völkl-Angestellten, die sich im Heimatort in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren und deren Engagement von ihrem Arbeitgeber nach Kräften unterstützt wird. "Das heißt zum Beispiel, dass die Weiterbildung der Feuerwehrleute jederzeit ermöglicht wird, etwa mit Arbeitsfreistellungen für die Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, auf die auch die Dienstpläne abgestimmt werden", sagt Mike Materne, Amtsbrandmeister im Amt Neuzelle. "Und nach längeren Einsätzen die Nacht hindurch werden die Kollegen ebenfalls freigestellt, damit sie sich am nächsten Tag erholen können." Seit vielen Jahren unterstütze die Völkl Eisenhüttenstadt GmbH so die Arbeit der Feuerwehr, betont der Neuzeller Amtsbrandmeister und lobt die "hervorragende Zusammenarbeit".

Und dabei spricht er auch im Namen der Feuerwehren der Ämter Brieskow-Finkenheerd und Schlaubetal - denn auch aus diesen Ämtern sind Feuerwehrleute bei Völkl beschäftigt. Insgesamt 105 Menschen arbeiten am Hauptstandort, weitere 35 in der Niederlassung Königs Wusterhausen. Von den 105 in Eisenhüttenstadt beschäftigten Mitarbeitern sind 14 bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, mehr als 13 Prozent der Belegschaft.

Damit das Engagement des Unternehmens auch mal öffentlich gewürdigt wird, hatte das Amt Neuzelle in Vertretung aller drei genannten Ämter die Verleihung des Förderschildes "Partner der Feuerwehr", mit dem seit 1999 Brandenburger Betriebe durch den Landesfeuerwehrverband ausgezeichnet werden, beantragt. "Wir haben einen solchen Antrag zum ersten Mal gestellt", erklärt Amtsbrandmeister Mike Materne. Und zum ersten Mal seit 1999 wurde ein Unternehmen aus dem Altkreis Eisenhüttenstadt geehrt. Michael Fisch, einer von zwei Geschäftsführern, konnte das Schild kürzlich während einer Auszeichnungsveranstaltung in Paaren/Glien entgegennehmen, überreicht durch Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke.

"Ich bin natürlich stolz auf diese Ehrung - und zwar für die gesamte Firma", sagt Michael Fisch. Der Brandschutz sei eine öffentliche Aufgabe, die jeden angehe. "Wenn wir Brände gelöscht haben wollen, dann müssen auch wir als Unternehmer etwas dafür tun - es könnte ja auch unser Haus sein, das brennt." Das gelte erst recht, da die Völkl GmbH selbst im vorbeugenden Brandschutz tätig sei, denn zum Dienstleistungsangebot gehörten auch die Überprüfung von Feuerlöschern und der Einbau von Rauchabzugsanlagen.

Es sei nicht immer einfach, die Betriebsabläufe auf die Erfordernisse der Feuerwehr abzustimmen, gibt Michael Fisch, der sich im Förderverein des Eisenhüttenstädter Feuerwehrmuseums engagiert, zu. "Doch wir schaffen das immer. Und wir überzeugen auch unsere Auftraggeber, im Notfall doch mal einige Arbeiten kurzfristig zu verschieben."

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