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Eberswalder SPD ehrt Christin Heudis / Ortsgruppe Finow besonders unternehmungsfreudig

Sozialpreis geht an AWO-Urgestein

Dankeschön mit Blumen: Hardy Lux (links) und Egon Hoppe ehren Christin Heudis für ihr soziales Engagement.
Dankeschön mit Blumen: Hardy Lux (links) und Egon Hoppe ehren Christin Heudis für ihr soziales Engagement. © Foto: Andreas Karpe-Gora
Sven Klamann / 24.10.2012, 04:59 Uhr
Eberswalde (MOZ) Für ihr ehrenamtliches Engagement in der Arbeiterwohlfahrt ist Christin Heudis der mit 350 Euro dotierte Dr.-Ursula-Hoppe-Sozialpreis 2012 zuerkannt worden. Die 44-Jährige leitet in ihrer Freizeit die Finower Ortsgruppe des Wohlfahrtsverbandes, in der sich 200 vorwiegend ältere Frauen und Männer wohlfühlen. Der Preis wird seit 2010 jährlich verliehen, um Eberswalder zu würdigen, deren Handeln im sozialen Bereich als herausragend gilt. Die Stifter sind Hardy Lux, Eckhard Schubert, Christel Brauns, Angelika Röder, Arnold Kuchenbecker und Ringo Wrase von der SPD-Fraktion im Eberswalder Stadtparlament und ihr fraktionsloser Kollege Hans Mai. Sie alle verzichten auf einen Teil ihrer Aufwandsentschädigung, um das Preisgeld aufzubringen.

Der Preis ist zugleich eine Verbeugung vor Leben und Werk von Ursula Hoppe (16. September 1928 bis 20. Dezember 2009), die von 1959 bis 1988 den Kinder- und Jugendgesundheitsschutz im Altkreis Eberswalde verantwortete und dabei medizinisches und psychologisches Fachwissen mit fürsorgerischer Betreuung und hohem sozialen Einsatz verband.

An der Preisverleihung im Verwaltungsgebäude der Arbeiterwohlfahrt an der Frankfurter Allee 24 im Brandenburgischen Viertel nahm auch der Witwer der Namensgeberin für die Auszeichnung teil. Egon Hoppe lebt mittlerweile in Berlin, kommt für diesen Anlass nach eigenen Worten aber immer wieder gern nach Eberswalde. "Wie hier das Andenken an meine Frau lebendig gehalten wird, das ergreift und berührt mich persönlich bis tief ins Innerste", sagte er.

Die Laudatio für Christin Heudis übernahm Hardy Lux, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtparlament. "Schon seit 19 Jahren erfüllt die Vorsitzende der Finower AWO-Ortsgruppe ihre ehrenamtliche Aufgabe mit Herzblut. Kein Geburtstag, kein Jubiläum, kein wichtiger Feiertag wird vergessen", sagte er. Dies alles geschehe mit viel Liebe und Hingabe, jedes Mitglied der Ortsgruppe erfahre Wertschätzung.

Zu den Angeboten gehören regelmäßige Seniorennachmittage und Ausflugsfahrten für jedes Alter, die besonders beliebt sind.

Die Geehrte freute sich über das dicke Lob, das sie umgehend an ihre Vorstandsriege weitergab. "Manchmal wünsche ich mir, dass der Tag mehr Stunden hätte", verriet Christin Heudis, die hauptberuflich ebenfalls mit der AWO verbandelt ist - als Leiterin der Kita "Kleiner Strolch" in Lichterfelde, die 170 Mädchen und Jungen Platz bietet.

Das Preisgeld kann Christin Heudis prima gebrauchen. "Wir wollen uns einen neuen Fernseher kaufen, weil der alte seinen Geist aufgegeben hat", sagte sie.

In ihre ehrenamtliche Arbeit spannt die Preisträgerin häufig auch ihren Mann Heiko ein, der als Hausmeister im Verwaltungsgebäude der AWO arbeitet. Zur Entspannung setzt sie sich nach Feierabend gern als Sozia auf sein Motorrad.

Bisherige Preisträger waren 2011 Irmela Günther vom "Netzwerk Gesunde Kinder" und 2010 Jeanett Leuschner vom Ambulanten Hospizdienst.

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