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Theaterförderverein wird 20 Jahre / Seit Gründung rund 344 000 Euro für Uckermärkische Bühnen gespendet

Die Erfinder des Uckermark-Oskars

Blumen für Peter-Benjamin Eichhorn: Vereinsvorsitzender Peter Schauer (l.) und Vorstandsmitglied Edith Gelhaar überreichten dem Schauspieler des Jahres im Juni die begehrte Auszeichnung. Seit 1997 verleiht der Theaterförderverein diesen Titel.
Blumen für Peter-Benjamin Eichhorn: Vereinsvorsitzender Peter Schauer (l.) und Vorstandsmitglied Edith Gelhaar überreichten dem Schauspieler des Jahres im Juni die begehrte Auszeichnung. Seit 1997 verleiht der Theaterförderverein diesen Titel. © Foto: MOZ
Eva-Martina Weyer / 25.10.2012, 04:54 Uhr
Schwedt (MOZ) Mit Herzklopfen kamen 15 Kulturinteressierte im Oktober 1992 zusammen. Aus Sorge um das Theater gründeten sie den Förderverein der Uckermärkischen Bühnen. Seitdem haben die Vereinsmitglieder nicht nur den Uckermark-Oskar erfunden, sondern 344 410 Euro gesammelt für Inszenierungen und Bauarbeiten.

Die meisten Zuschauer bringen den ubs.-Förderverein mit der jährlichen Ehrung für den Schauspieler des Jahres in Verbindung. Das Verleihen des sogenannten Uckermark-Oskars ist fast der einzige Moment, in dem die Freunde und Förderer des Theaters im Rampenlicht stehen.

1997 hat der Verein diesen Preis erfunden. Seitdem überreicht er Blumen, Urkunde und Preisgeld. Der Beifall gilt dann immer jenen zwei Schwedter Schauspielern, die in der zurückliegenden Saison am meisten begeistert haben.

Doch der Verein macht viel mehr. Intendant Reinhard Simon schätzt ihn in zweierlei Hinsicht: "Der Verein hilft uns durch Beitrags- und Spendenmittel und leistet hervorragende Lobbyarbeit. Zum anderen sparen die Vereinsmitglieder weder mit Lob noch mit Kritik. Für alle Mitarbeiter der Uckermärkischen Bühnen ist es sehr wichtig, so gute Freunde zu haben."

Morgen jährt sich zum 20. Mal der Tag, an dem sich der Förderverein gegründet hat. Der 26. Oktober 1992 war ein Herbsttag, der 15 Schwedter zusammenführte, die in Sorge um das Theater waren. Der damalige Schwedter Bürgermeister Peter Schauer gehörte dazu. "Wir hatten hohe Arbeitslosigkeit. Immer mehr Leute zogen weg. Die Forderung nach Investitionen verschärfte sich. Kultur spielte eine untergeordnete Rolle", erinnert sich Peter Schauer heute.

Die Uckermärkischen Bühnen waren 1990 entstanden, als Kulturhaus und Theater fusionierten. Seitdem glommen immer wieder Fragen auf wie "Wer soll den Bühnenbetrieb finanzieren? Brauchen wir ihn überhaupt?"

"Die Antwort gab Georg Haindl von der Haindl-Papierfabrik. Er sagte: Gründet einen Verein, der das Haus unterstützt", erzählt Peter Schauer weiter. Georg Haindl gehörte damals ebenso zu den Gründungsmitgliedern wie Helmut Reineke von der Firma Betten-Fuchs, Musikliebhaber Dietrich Pavel aus Felchow und Günter Deininger aus dem PCK. Deininger hat den Verein 15 Jahre geleitet. In den 90-ern organisierte er Gesprächsrunden mit Abgeordneten des Kreistages und der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung Schwedt zur Existenzsicherung des Theaters. Mittlerweile sind die ubs. ein Eigenbetrieb der Stadt Schwedt. Sie werden vom Land, der Stadt und dem Landkreis gefördert.

Aus den 15 Gründern von 1992 sind heute 134 Mitglieder geworden. Seit 2008 ist Peter Schauer Vorsitzender des Fördervereins. Er ist sich sicher: "Diese Stadt und die Uckermärker brauchen und wollen ihr Theater."

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