Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Diskussion über Präventionsmöglichkeiten

50 Rechtsextreme in Oderstadt zu Hause

Frauke Adesiyan / 25.10.2012, 06:55 Uhr
Frankfurt (MOZ) Um präventive Maßnahmen im Umgang mit Rechtsextremismus ging es am Mittwochnachmittag im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses. Dort versammelten sich auf Einladung der Stadt, der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden und des Ökumenischen Rats zahlreiche Engagierte und Interessierte, um auch angesichts der angekündigten NPD-Demonstration am 10. November über Möglichkeiten zu sprechen, sich vor rechtsextremistischem Gedankengut zu schützen.

Bevor die Frankfurter Akteure über ihre Sicht und Maßnahmen diskutieren konnten, hielt Heiko Homburg vom Präventionsreferat des Brandenburgischen Verfassungsschutzes einen Vortrag über den Rechtsextremismus in Brandenburg und begründete damit, warum Prävention überhaupt notwendig ist. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass es in Frankfurt 50 gewaltbereite Rechtsextreme gibt. Die NPD habe in Frankfurt dennoch keine Basis; der angrenzende Kreisverband Oderland ist aber der zweitstärkste in ganz Brandenburg. "Die konzentrieren sich gern in der größeren Stadt", erklärt sich Homburg die Aufmärsche in Frankfurt.

Auch die Szene rechtsextremer Bands sei rund um Frankfurt dicht. Sechs von 25 derartigen Gruppen in Brandenburg haben ihren Sitz in Oder-Spree. Frankfurt gilt außerdem als einer der Veranstaltungsorte. "Solche Konzerte haben eine Scharnierfunktion, sie bieten Eintritt in die Szene und fungieren als Treffpunkt", beschrieb Homburg die Lage.

Als Möglichkeiten der Prävention von Landesseite nannte er unter anderem die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) und mobile Beratungsteams. Robin Kendon vom Frankfurter Beratungsteam nahm an der anschließenden Podiumsdiskussion teil und betonte die Bedeutung von "breit gefächerten" präventiven Maßnahmen. Was Frankfurt auch schon bei der Nazi-Demonstration im März auf die Beine gestellt habe, sei beeindruckend. "Aber in der Zwischenzeit darf man die Prävention nicht vergessen", forderte er. "Mir wäre es lieber, es gibt gar keine Demo", stellte er klar und forderte Unterstützung für kontinuierliche Projekte.

Das Bündnis "Kein Ort für Nazis", das zu einer Blockade der angekündigten Demonstration aufruft, setzt auf ein breites Netzwerk. "Dort, wo Demokraten stark sind, sind Faschisten schwach", sagt Bündnissprecher Janek Lassau.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Onkel Dagobert der echte... lach 26.10.2012 - 11:21:25

@Onkel Dagobert... aber an den falschen...

Ups... wie flach ist das denn? Biker, Biker, Biker... man, man ,man.. Sich hinter einem fremden Pseudonym verstecken... Ohhh jeeee Ohhh jeee... lach

onkel dagobert 26.10.2012 - 10:15:09

@onkel dagobert

ich bin so gebildet! ich bin so gebildet! ich bin so gebildet!

ein einfacher Biker 26.10.2012 - 00:54:07

Dank an D. Stern

meine Hochachtung für Ihre klaren und sachlichen Worte... Mir fällt es eher schwer auf solchen Müll wie dem von Onkel D. sachlich zu reagieren. Aber dass er sich dann natürlich nicht mit Ihrem Beitrag auseinandersetzt, da dies nur noch alberner ausfallen würde als sein Gefasel bis dahin sowieso schon war, verdeutlicht nur, wes Geistes missratenes Kind da rumjault. Und als fleißiger Leser der Entenhausennews weiß ich auch noch eines ganz genau. Onkel D. hat sich in seinem ganzen Leben niemals für ein größeres Ziel als seinen Geldspeicher interessiert und ist, wenn überhaupt, auch nur dafür auf die Straße gegangen. 1989 gab es zwei Arten von Demonstranten. Zum einen die, die wirklich etwas ändern wollten und eine bessere, und vor allem tatsächliche deutsche demokratische Republik haben wollten, und diejenigen, die einfach nur so schnell wie möglich Ihren Geldspeicher umtauschen und füllen wollten. Also, bester Onkel D. wenn es um Demokratie geht, solltest Du besser den Schnabel halten und mal drüber nachdenken, was du wirklich wolltest, als Du 1989 angeblich auf die Straße gegangen bist. Ich wette, dass es Dir nicht um Demokratie in einem eigenen neuen und besseren Staat ging. Und lustig finde ich Deinen Hinweis, dass Du in der Schule gelernt haben willst, was Demokratie sei, als Du in Schule und Studium Griechisch und altes Griechenland gehabt haben willst. Wo bitte bist Du denn zur Schule gegangen, wenn Du dort Griechisch und altes Griechenland im Unterricht gehabt haben willst, aber gleichzeitig in der DDR-Diktatur aufgewachsen und 1989 auf die Straße gegangen sein willst. Denn in der DDR gab es das Fach nur an wenigen Spezialschulen und da es in der DDR war, wurde selbst dort mit Sicherheit der tatsächliche Grundgedanke der Demokratie nicht gelehrt und vermittelt. Also hör auf hier solche Märchen zu erzählen... Du bist eindeutig ein Verharmloser und zumindest im Kopf, sowie indirekt, ein Unterstützer der rechten Szene, auch wenn Du nicht einmal hier einen Arsch in der Hose hast und zu Deiner dämlichen und in meinen Augen dummen Meinung stehst. Nein, Du versuchst hier was von Demokratie zu faseln ohne jemals in Deinem komischen Lebenslauf begriffen zu haben was das wirklich ist. Denn sich für Demokratie einzusetzen und sich gegen antidemokratische Tendenzen und Meinungen zur Wehr zu setzen und diesen etwas entgegenzusetzen ist ein untrennbarer Teil von der wahren Demokratie und nicht Deine abstrusen Ausführungen... Ach übrigens, der einzige der hier von sich selbst behauptet hat, der einzig wahre Demokrat zu sein bist Du... Hmmm, wer ist hier eigentlich wirklich der "selbsternannte Demokrat" (ohne Substanz)? Ach ja, @Beobachter... Fachwissen und Wortklauberei sind leider kein Garant für gesunden Menschenverstand. Sie zeugen aber von einer kleingeistigen Beschränktheit, wenn man damit versucht mangels wirklichen Argumenten inhaltlich korrekte und für die Allgemeinheit verständliche Ausführungen in Einzelteile zu zerpflücken und so angebliche Widersprüche zu konstruieren.

Frank 25.10.2012 - 21:04:19

an die Zensoren

die Halbwertzeit kritischer Kommentare ist heute wieder mal sowas von homöopathisch ...

Onkel Dagobert 25.10.2012 - 17:49:15

@Tick, Trick und Track

Tick, Trick und Track, liebe Kinder, dass weiß der Onkel Dagobert aber ganz genau. Passt mal auf: Aufgewachsen in der DDR = Diktatur, gelebt in der Schweiz = Demokratie, gelernt in der Schule und Studium Griechisch und altes Griechenland = Demokratieerfinder! Falls Ihr kleinen Trottel der Entenbande nun denkt, dass wir hier in der BRD Demokratie haben, Falsch! Wir haben eine repräsentative Demokratie. Ist so etwas ähnlichen wie eine Scheinschwangerschaft aber dazu später mehr und nun husch ins Bettchen... Ihr Racker...

David Stern 25.10.2012 - 17:40:01

Muss mensch Faschismus eklären?

Zwar hat mein_e Vorredner_in recht mit ihrer Definition, dennoch ist der Nationalsozialismuss nichts weiter als eine weiter ausgeprägte Art des Faschismus. Die Ziele (Schaffung eines gleichgeschalteten Volkskörpers nach Blut&Boden-Ideologie, Herrenmenschdenken, rassistisches Weltmachtstrebenand so on) sind wohl mehr als deckungsgleich. Daher ganz einfach Faschismus=NS, wer das anzweifelt hat Geschichte nicht verstanden. Zur Problematik der Blockaden: Wie das Bundesverfassungsgericht 2005 ganz richtig festgestellt hat, ist eine Blockade gegen einen Aufzug gerichtet ist, der in Augen der Blockierer_innen eine menschenverachtende Botschaft übermitteln will, durchaus legitim, auch das kurzfristige Anmelden von von Sitzblockaden als Kundgebungen ist möglich und erlaubt. Der Handlungsspielraum bestimmt natürlich die Polizeiführung. Es scheint mir zuerst einmal zu erklären zu sein, wie überhaupt die Rechtslage in diesem Fall ist. Hier wird mir wie auch bereits im März sehr viel gefährliches Halbwissen gestreut. Im übrigen: Die Blockaden am 24. März sind für alle beteiligten Blockierer_innen ohne Strafverfahren erfolgreich gewesen. @Onkel Dagobert: Die Menschen sind 1989 sicherlich nicht auf die Straße gegangen, dass Leute wie Neonazis und andere Anhänger_innen von Diktaturen diese wieder einfordern können. Im übrigen sollten sie über ihre Ausdrucksweise Gedanken.Der Terminus "selbsternannte Demokraten" ist ein Begriff der von der extremen Rechten eingeführt wurde.

Beobachter 25.10.2012 - 17:00:41

Herr Lassau...

... ... kann anscheint Nazis nicht von Faschisten unterscheiden. Was sagt uns das über seinen Bildungsstand? Sehr geehrter Herr Lassau, Faschisten gab es in Italien - und auch in Spanien - und entstammt dem lateinischen Wort fasces. In Deutschland der Jahre 1933 - 1945 gab es den Nationalsozialismus (d.h. kurz Nazi). Aber da er sich durch seinen ungesetzlichen Aufruf selbst diskreditiert hat, bedarf es sicher auch keinen Nachhilfeunterricht in Geschichte!

Tick, Trick und Track 25.10.2012 - 16:29:16

Eine Frage an Onkel Dagobert

Onkel Da-go-bert?! Woher weißt du denn, was eine Diktatur und was eine Demokratie ist?

Onkel Dagobert 25.10.2012 - 15:20:05

Eine Anzeige gegen Herrn Lassau wäre wohl richtig...?!

"Das Bündnis "Kein Ort für Nazis", das zu einer Blockade der angekündigten Demonstration aufruft, setzt auf ein breites Netzwerk. "Dort, wo Demokraten stark sind, sind Faschisten schwach", sagt Bündnissprecher Janek Lassau." Keine Ahnung was dieser Herr Lassau von Demokratie versteht? Er handelt eindeutig ungesetzlich und benimmt sich wie ein Diktator mit selbstherrlichem Recht. Was bilden sich diese selbst ernannten Demokraten eigentlich ein? Ich bin sicherlich kein Nazi und auch kein Unterstützer der rechten Szene, sondern Demokrat! Solange es sich um keine verbotene Partei handelt, haben wir es zu akzeptieren ob es und passt oder nicht, dafür sind wir 1989 alle auf die Straße gegangen. Keine Ahnung wie alt dieser Harr Lassau ist und auch nicht ob er 1989 schon dabei war! Auf solche Typen kann man verzichten

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG