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Vertragsverhandlungen weit fortgeschritten / Termin 1. Dezember wahrscheinlich nicht zu halten / AStA muss noch zustimmen

Starttermin für Bus nach Slubice wackelt

Noch in diesem Jahr sollen die Busse auf der Karl-Marx-Straße nicht nur in die Rosa-Luxemburg-Straße, sondern auch in Richtung Stadtbrücke abbiegen.
Noch in diesem Jahr sollen die Busse auf der Karl-Marx-Straße nicht nur in die Rosa-Luxemburg-Straße, sondern auch in Richtung Stadtbrücke abbiegen. © Foto: Michael Benk
Martin Stralau / 25.10.2012, 20:40 Uhr - Aktualisiert 25.10.2012, 21:04
Frankfurt (MOZ) Der Starttermin für die Buslinie von Frankfurt nach Slubice wurde bereits mehrfach verschoben, weil Vertragsdetails und die Finanzierung noch nicht gesichert waren. Ob der aktuell anberaumte Termin 1. Dezember gehalten werden kann, ist derzeit noch offen.

Noch könne kein fester Termin bestätigt werden, sagt Stadtsprecherin Vera Kubler. Die Vertragsverhandlungen zur Einführung der neuen Buslinie zwischen Frankfurt und Slubice befänden sich aber auf der Zielgeraden. "Die Gespräche haben eine gewisse Verbindlichkeit erreicht, beide Seiten wollen den Ball jetzt ins Tor schießen", sagt Markus Derling (CDU), Dezernent für Stadtentwicklung.

Auf einen konkreten Termin will sich auch Michael Ebermann, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft, nicht festlegen. "Nach meiner Einschätzung wird die Buslinie irgendwann in der ersten Dezember-Hälfte starten." Als am besten geeignet sieht Ebermann den 9. Dezember. An diesem Tag werden mit der bundesweiten Fahrplanänderung auch die Fahrpläne der SVF aktualisiert. "Es würde wenig Sinn machen, für die Buslinie einen Fahrplan für acht Tage zu erstellen, der an das restliche Netz angepasst und am 9. Dezember wieder verändert werden müsste." Entscheidend sei, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Genehmigungen des Landes vorliegen und die wesentlichen Vertragsbestandteile verhandelt seien. Nun müsse noch Slubice zustimmen.

Scheitern kann das Vertragswerk auch immer noch an der Studentenvertretung der Viadrina. Vorgesehen ist, dass jeder Student fünf Euro mehr für das Semester-Ticket zahlt. "Das wären insgesamt 60 000 Euro im Jahr", rechnet Kai Goll, Referent im Allgemeinen Studentischen Ausschuss (AStA), vor. Aus dem Studentenparlament gebe es aber einen Beschluss, wonach erst verhandelt werde, wenn die Straßenbahn nach Slubice "absehbar" sei. "Laut Wirtschaftlichkeitsprognose soll die Linie 130 000 Euro kosten, es wird mit Umsatzerlösen von 34 000 bis 80 000 Euro gerechnet", sagt Goll. Es könne nicht sein, dass die Studentenschaft auf Dauer einen "defizitären Bus finanziert".

Ebermann will dem Entschluss des Studentenparlaments, das Mitte November darüber befindet, nicht vorgreifen, versteht aber nicht, warum die Studenten nicht wie alle anderen auch für diese Fahrten bezahlen sollen, zumal mit Vertragsabschluss für Slubice auch die Tarife des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg gelten sollen. Er hoffe, dass sich die Studierenden an ihre 2008 und 2009 gemachten Aussagen halten, den Preis für das Semesterticket zu erhöhen, wenn es zu einem grenzüberschreitenden ÖPNV komme. Nicht zuletzt auch, weil sein Unternehmen nach wie vor die Doppelstrategie Bus und Tram verfolge. Er gehe davon aus, "dass weiter alle Möglichkeiten für eine Förderung des Straßenbahnprojekts durch die EU in der Förderperiode von 2014 bis 2020 geprüft werden. Das ist doch ein deutliches Zeichen an die Studenten."

Die Konzession für die Buslinie läuft bis 30. September 2017. Der Bus soll zwischen 5 und 8 Uhr halbstündig und danach bis 22 Uhr im Stundentakt verkehren und fährt vom Bahnhof über das Zentrum und die Viadrina, den Brunnenplatz und das Collegium Polonicum zu den Studentenwohnheimen und dem Sitz der Verwaltung in Slubice.

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na hallo 27.10.2012 - 21:09:56

Na sowas

Ich habe den Komntar gelesen und gelesen, der ist Schwachsinn. Die Studenten solen entscheiden. Die haben doch kein Geld, oder? Weg mit der Scheiße! Die solen ihre alten Fahräder fahren, den die klaut keiner. MfG PS. Stelt noch ein Paar Ständr auf, ist biliger inkl. Wachschutz!

na hallo 27.10.2012 - 18:47:45

Ihr seht das Falsch

Ihr seht das Falsch, den man braucht eine Stunde um den Klenbus mit 8 Plätzen und Fahrer voll zu bekommen. Man ich habe über diese Diskosion so die Schnauze voll. Ffo. hat bestimmt andere Probleme, wie alle Jahre wieder. Dreck auf den Strassen, Strassenbau der fast ein Halbes Jahr in anspruch nimmt. Und mahl ne Frage Herr OB, wenn die Markendorfer Strasse "mahl" saniert wird, brauchen wir den 2. Jahre? Bei der Technik des UB 1, oder gibt es den schon Motoriesierte Technik? MfG

Antikommunist 26.10.2012 - 17:05:10

Blind

Herr Lenden und seine Vereine und Interessengemeinschaften werden schon diesbezüglich hart kämpfen. Er hat aber nicht nur dieses Problem, denn er muss sich um viele andere wichtige und vermeintlich erfolgversprechende Sachen kümmern. Vielleicht hat ja FfO mal 150000 Einwohner, 20000 Studenten und 10000 Touristen täglich und dann fährt der Bus alle 5 Minuten, allein vom Rathaus finanziert. Träume kann man haben, macht sie nicht kaputt. Ich bin Eurer Meinung. freundlichst Antikommunist

Fußgänger 26.10.2012 - 10:24:02

30-Minuten Takt

Bei diesem Takt würde und werde ich nur fahren, wenn ich den Bus zufällig tangiere, ansonsten wird gelaufen und nicht 20 Minuten und vielleicht auch mehr gewartet. So wird es auch der Rest des Publikums halten. So ist die Buslinie schon so gut wie gescheitert, obwohl ja noch nicht einmal sicher ist ob sie überhaupt kommt. Somit wird sich auch das Projekt TRAM auf Nimmerwiedersehen verabschieden. Alles in allem eine erneute "Meisterleistung" der dafür Zuständigen. Lasst also alles wie es ist und jagt nicht dauernd eine neue Sau durchs Dorf!

Roland Totzauer 26.10.2012 - 09:43:59

Slubices Stadtpolitiker sind gegen Tram

Auch Herr Ebermann muss den Beschluss des Slubicer Stadtrates vom 20. März 2012 gegen eine grenzüberschreitende Straßenbahn zur Kenntnis nehmen und öffentlich respektieren! Es geht hier nicht darum, was ein Studentenparlament sich wünscht, sondern es geht darum, was in beiden Städten politisch durchsetzbar und wirtschaftlich machbar ist. Sowohl in Frankfurt als auch in Slubice (!) wünschen Bevölkerungsmehrheiten KEINE Straßenbahn. Slubices Vize-Bürgermeister Piotr Luczynski sagte im März 2012: Das Straßenbahnprojekt sei für Slubice nicht finanzierbar. Auch Studenten müssen realistisch sein und anerkennen, dass das hoch verschuldete Slubice keine Tram, sondern höchstens eine Buslinie mitfinanzieren kann. Auch wenn diese Buslinie nicht kommt, bedeutet dies keinen Weltuntergang: der kleine Grenzverkehr zwischen Frankfurt und Slubice funktioniert stetig (ausser während Baumaßnahmen). Täglich laufen die Menschen über die Brücke und machen dass, was für uns alle am gesündesten ist: Sie bewegen sich!

max 26.10.2012 - 09:09:53

BUSLINIE NACH SLUBICE

NUN HAT FFO AUCH SEIN GLAUBWÜRDIGKEITSPROBLEM WIE ANDERE MIT DEM FLUGHAFEN BERLIN. EIN WEITERES BELOGENES ARMUTSZEUGNIS FÜR FFO: DIE VERANTWORTLICHEN SOLLTEN SICH SCHÄMEN.NICHTEINMAL EINE BUSLINIE BEKOMMEN SIE GEBACKEN.TYPISCH FÜR DIE GROSSMAULIGE VERWALTUNG NACH GUTSBESITZERART.

Der mit dem Kopf schüttelt 26.10.2012 - 06:13:43

Stundentakt

Der angekündigte Stundentakt dürfte das Ende aller Straßenbahnpläne bedeuten. Eine Buslinie, bei der eine Fahrt pro Stunde genügt, muss sicher nicht durch die teure Infrastruktur für eine Straßenbahn ersetzt werden. Und so lief das in Frankfurt in den letzten 10 Jahren mit jeder neuen Buslinie: schon bald werden die erste und letzte Fahrt der stündlichen Buslinie mangels Nachfrage gestrichen, kurz darauf wird mittags eine Fahrt eingespart und übrig bleibt ein völlig unübersichtliches Angebot wie die Buslinie 985. Die potentiellen Nutzer werden sicher kaum eine Stunde am Brunnenplatz auf den nächsten Bus nach Slubice warten. Sie werden laufen. Für so ein Feigenblatt würde ich als Student auch keine 5 Euro mehr bezahlen.

Christian 25.10.2012 - 23:49:20

Straßenahn nach Slubice

Das war vorrauszusehen und die werten Herren der Stadtverwaltung wollten eine Straßbahnlinie bauen aber Sie bekommen nicht einmal eine simple Bus-Verbindung zum laufen.

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