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Mario Ehrhardt bewahrt einen Vater und sein vierjähriges Kind vor dem Ertrinken im Wukensee

Biesenthal ehrt mutigen Lebensretter

Lob und Anerkennung: Mario Ehrhardt (r.) wird von Volkmar Schönfeld und André Stahl (l.) für seine mutige Tat gedankt.
Lob und Anerkennung: Mario Ehrhardt (r.) wird von Volkmar Schönfeld und André Stahl (l.) für seine mutige Tat gedankt. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
BHORN / 26.10.2012, 22:00 Uhr
Biesenthal (rn) Dramatische Szenen spielten sich am 10. Oktober am Biesenthaler Wukensee ab. Dass es nicht zum Schlimmsten kam, ist dem Lebensretter Mario Ehrhardt zu danken. Dafür ist er am Donnerstag in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung von der Stadt Biesenthal geehrt worden.

Ein Boot, in dem ein Vater mit seinen zwei Kindern saß, war gekentert, schilderte Biesenthals Bürgermeister noch einmal die Geschehnisse. Der Neunjährige hatte es bis zum Ufer geschafft, aber der Vater war noch 100 Meter davon entfernt und völlig entkräftet, beim ihm das vierjährige Kind, bei dem nach der Rettung nur noch 28  Grad Körpertemperatur gemessen worden war. Mario Ehrhardt sprang in den kalten Wukensee, dessen Temperatur im einstelligen Bereich lag, so Stahl. Mario Ehrhardt rettete zuerst den Vater, der Vierjährige wurde noch durch die Schwimmweste gehalten, und brachte anschließend das Kind ans Ufer. Für diese besondere Leistung überreichte ihm unter großem Beifall der Stadtverordneten und Bürger der amtierende Biesenthal-Barnimer Amtsdirektor Volkmar Schönfeld Blumen, einen Umschlag mit 250 Euro sowie einen Bildband. "Diese Tat ist für Biesenthal sehr hervorhebenswert. Sie haben sofort gehandelt, als Hilfe gebraucht wurde", sagte Schönfeld.

Sichtlich gerührt nahm der Lebensretter die Anerkennung entgegen. Gleichwohl wollte er auch die anderen Kollegen genannt wissen, die sich am Ufer mit um die Geretteten gekümmert haben, wie Klaus Bötefür, der die Hilferufe gehört hatte, sowie Daniela Jonjic und Denise Sandow, die sich um das Kind gekümmert hatten, bevor die Rettungskräfte vor Ort waren.

Mario Ehrhardt, der als Pfleger im Heim Pro Seniore am Wukensee arbeitet, ist 50 Jahre alt. Auf die Frage, ob er etwa durch Sporttreiben in der Lage gewesen sei, den Ertrinkenden aus dem kalten Wasser zu retten, verneint er. Im Urlaub aber ist er sehr aktiv. So war er mit Freunden im Winter in den Westkarpaten oder es ging im Sommer mit der Familie zu Fuß durch Kreta.

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