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Gedenken auf dem Straßenpflaster: Erste Stolpersteine für ermordete Angermünder Familie verlegt

Stolpersteine: "Das waren unsere Nachbarn"

n Stein gemeißelt: Der Künstler Gunter Demnig verlegt die ersten Angermünder Stolpersteine im Gehweg der Jägerstraße. Sie sollen an die ermordete sechsköpfige jüdische Familie Gerson erinnern, die hier bis zu ihrer Verschleppung 1942 gelebt hatte. Viele A
n Stein gemeißelt: Der Künstler Gunter Demnig verlegt die ersten Angermünder Stolpersteine im Gehweg der Jägerstraße. Sie sollen an die ermordete sechsköpfige jüdische Familie Gerson erinnern, die hier bis zu ihrer Verschleppung 1942 gelebt hatte. Viele A © Foto: MOZ
Daniela Windolff / 27.10.2012, 06:58 Uhr
Angermünde (MOZ) In Angermünde wurden erstmals Stolpersteine zum Andenken an eine von den Nazis ermordete jüdische, sechsköpfige Familie verlegt. Die öffentliche Aktion im Beisein des Künstlers und Initiators Gunter Demnig wurde zu einer bewegenden Feierstunde. Europaweit erinnern inzwischen 38 000 Stolpersteine an Namen ermordeter Juden.

Jägerstraße 2. Hier wohnten sie: Hugo und Rosa Gerson mit ihren vier Kindern Gerhard, Karl-Heinz, Günter und Wolfgang. Ruhige, einfache, hilfsbereite Nachbarn, wie sich Zeitzeugen erinnern. Die Eltern gingen ihrer Arbeit als Altwarenhändler nach, die Kinder zur Schule.

"Ich erinnere mich, dass der Vater jeden Morgen mit den Kindern zum Güterbahnhof zog, um Holz zu sägen. Die tägliche Karawane gehörte zum Straßenbild", erinnert sich Eberhard Schneider, der in derselben Straße aufwuchs. "Damals kannte hier jeder jeden. Wir Jungs waren auf jedem Hinterhof zu Hause." Auch an den auffälligen gelben Stern, der auf dem langen schwarzen Mantel der Mutter leuchtete, kann sich der damals achtjährige Eberhard gut erinnern. "Und plötzlich waren sie weg. Von einem Tag auf den anderen war die morgendliche Handwagenkolonne verschwunden." Das war der 13. April 1942. Kurz nach zwölf Uhr wurde die gesamte Familie von Polizisten aus ihrem Haus geholt und mit der Eisenbahn zum Sammellager nach Berlin verschleppt. Es waren die letzten Angermünder Juden. Alle anderen waren längst deportiert. "Die Spur der Familie verliert sich im Warschauer Ghetto. Keiner hat überlebt", erzählt Stadtarchivarin Margret Sperling mit stockender Stimme, die ihre Recherchen bis nach Israel führten. Seit Jahren erforscht sie die Schicksale Angermünder Juden, seit Jahren ist es ihr Wunsch, die Aktion Stolpersteine in die Stadt zu holen. Nun ist es dank insgesamt 33 Spender gelungen. Sechs Pflastersteine aus Messing, in die die Namen der Familienmitglieder eingraviert sind, wurden unter großer Anteilnahme vieler Angermünder an der Stelle verlegt, an der das Wohnhaus der Familie Gerson stand. Das Haus wurde in den 1970er Jahren abgerissen.

Der Künstler Gunter Demnig, der die Aktion 1993 ins Leben gerufen und mittlerweile rund 38 000 Stolpersteine europaweit angefertigt und persönlich verlegt hat, war besonders von dem großen Interesse junger Leute in Angermünde beeindruckt.

"Für mich wird das nie Routine, jede Stadt und jedes Schicksal sind anders." Der Angermünder Religionslehrer Wolfgang Rall hatte sich intensiv mit Schülern der Freien Schule und des Einstein-Gymnasiums mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt. "Stolpersteine sind Steine des Anstoßes", sagt er. "Sie provozieren zu unbequemen Fragen: Ist das Gedenken heute noch wichtig? Geht es um Schuld oder eher um Verantwortung? Wie war es möglich, dass in nur zwölf Jahren Naziherrschaft Millionen Juden systematisch ausgegrenzt, entmündigt, ermordet wurden? Warum gibt es noch heute Antisemitismus? Um darauf gestoßen zu werden, müssen wir nicht ins Museum gehen. Die Erinnerung wird nun im Alltag wach gehalten, mitten in der Stadt an Originalschauplätzen. Lebendiger kann Geschichte nicht vermittelt werden."

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Endru 29.10.2012 - 14:56:27

Stopersteine in Angermünde !

1 Kommentar fehlt ! ?

Erich Ewald 29.10.2012 - 13:27:05

Deutschlands ewige Sühne?

Gedenken ist für mich auch ein eher privates Gedenken, diese große Inszenierung ob es nun Stolpersteine, Synagogen"neubau" oder Mikwe-einweihung ist, finde ich ebenso wie die meisten Autoren hier als von oben indoktriniert. Unsere Generation hat ein ganz anderes Empfinden und auch eben zeitliche Beziehung zum zweiten Weltkrieg. Einzelener zu erinnern und ihre Namen zu nenen, auszusprechen finde ich an sich ein gute Idee; aber dann muss man aller "Einzelner" erinnern und nicht nur einer bestimmten religiösen Gruppe. Ist das nicht auch Diskriminierung, wenn man eine spezifische Gruppe von Getöteten besondern ehrt, ihrer gedenkt und die anderen des Vergessens anheimfallen läßt? Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Ob die Angehörigen wirklich mit dieser Umsetzung glücklich sind? Ich persönlich kenne einige jüdische Familien, die diese "Stolpersteine" nicht nur fragwürdig finden, sonders es als pietätlos empfinden, das Menschen über diese "Namen" gehen, spucken...Hunde ihre Exkremente verteilen können und oder ähnliches. Gedenken heißt, die Würde des einzelnen Menschen im besonderen Licht zeigen, das andere nicht nur den Namen kennen und Daten, sondern wissen, wofür stand diese Mensch ein, warum ist er gestorben oder vertrieben worden, warum ist es es wert, dass wir seiner nach so länger Zeit gedenken sollen... Die Millionen anderer, die im zweiten Weltkrieg verstarben, jene die vertrieben wurden, jene die unschuldige Kinder waren, werden wir ihre Nemen auch nicht vergessen, wird ihnen in der Heimatstadt ein Stolperstein gewidmet, wird ihre Lebensgeschichte mit einer Ausstellung in Museen gekrönt...oder gedenken nur die näheren Angehörigen ihrer, sind ihre Namen schon längst vergessen, ihre Grabsteine eingeebnet... Vor dem Grundgesetz sind alle gleich, doch mit solchen Aktionen erhält man das Gefühl, manche sind eben gleicher und das Schlimmste, dieser Antrieb kommt nicht von den Hinterbliebenen der Verstorbenen, sondern von Berufsbetroffenen, die sich ins Lampenlicht drängen und dieses Andenken benutzen um sich zu bereichern oder nur in die Medien drängen.

K.Tretner 29.10.2012 - 13:11:02

Ich denke, dass hier nur genau das wieder zum tragen kommt........

........ Marktpolitik. Ohne den Hinterbliebenen nahetreten zu wollen, aber hier verdient sich echt einer eine "Goldene Nase". Und genau das finde ich "unanständig", um nicht noch ein derberes Wort gebrauchen zu müssen. Warum nur unterstützt die MOZ so ein Gehabe? So durchscheinenend , wie auch hier, ist doch wirklich nur ein "Geschäftsmann" am wirken. Wenn man ihn im Fernsehen sieht, schaltet man doch nur ab. Einmal so eine Aktion ist ok, aber in ständiger Wiederholung?????????? Ich habe zwar noch andere, bestimmt zutreffende Äußerungen sachlicher Art auf Lager, aber eben "W" und "O" unterscheiden sich leider im Charakter bis heute. Und das ist ein "W", das hier "verdient".

Schwe67 29.10.2012 - 11:41:46

Solange

die Stätte der Greultaten nicht ordentlich finanziell ausgestattet sind, solange sollte man jeglichen anderen "Mahnmalismus" einstellen. Es gibt keine treffenderen Orte zur mahnenden Erinnerung als Konzentrationslager selbst. Dieses "von Oben verordnete Mahnen" aus der Täterrolle heraus ist nur noch unwirklich und wird von der Mehrheit der Deutschen abgelehnt. Völlig zu Recht. Eine Verhältnismäßigkeit ist nicht mehr gegeben.

friedhelm schroeder 28.10.2012 - 18:44:49

Beharrliche Verantwortungsgefühle

Als interessierter Leser wusste ich gar nicht, das die ‚Deutschen’ bzw. das ‚gesamte deutsche Volk’ die weitläufige Schuld trägt. Das ist eine abstruse germanische Idee, so genannte Stolpersteine zu verlegen, um an die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu erinnern. Die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung wird das Gefühl nicht los, dass sich da irgendwer ein Denkmal setzt. Besonders beschämend dürfte es ebenfalls für die Angermünder zutreffen, dass die Bedenken der jüdischen Angehörigen, sofern es sie noch gibt, erkennbar und im wahrsten Sinne, übergangen werden, da sie gar nicht alle angeschrieben wurden. Zunächst darf es bei den Getöteten nur den nächsten Angehörigen obliegen, das Andenken der Verstorbenen aufrecht zu erhalten. Widmungen gibt es weltweit für Persönlichkeiten in Form von Gedenktafeln oder Mahnmalen und das gilt für Individuen, die besondere Persönlichkeitseigenschaften hinterließen. Nun werden immer mehr Metallsteine im öffentlichen Raum eingebracht, weil die Juden zu Persönlichkeiten gemacht werden. Dem auszuführenden Künstler beschert es guten Umsatz. Diese Aktion ist ‚Mahnmalismus’. Das vom dritten Reich ausgehende und bis heute vermittelte seelische Druckmittel bleibt nach über 65 Jahren ein Rebus. Über die Wertung der Zeit des Nationalsozialismus herrscht in Deutschland heute weitestgehend Konsens, über die Rollenverteilung der Juden im Nahostkonflikt nicht. Das bei solchen Forderungen in Deutschland der Antisemitismus-Verdacht ‚Kauft nicht bei Juden!’ mitschwingt und dass die mit der vierzigjährigen DDR-Vergangenheit stark belastete Linkspartei in Seelow als politischer Darsteller dabei besonders unglaubwürdig mitwirkt, haben die Akteure wohl einfach vergessen. Deshalb darf das Gedenken an die ehemals Unterdückten sowie jüdischen Toten keine öffentliche Veranstaltung sein, sondern wäre den Angehörigen im privaten Rahmen vorbehalten.

Hausfrau 28.10.2012 - 18:06:45

Denkanstöße

"...Die Erinnerung wird nun im Alltag wach gehalten, mitten in der Stadt an Originalschauplätzen. Lebendiger kann Geschichte nicht vermittelt werden." ist ein lobenswerter, weil gut recherchierter und interessant beschriebener Artikel der MOZ. Vielen Dank an die Redakteurin, Frau Daniela Windolff. "Europaweit erinnern inzwischen 38 000 Stolpersteine an Namen ermordeter Juden.", werden wir informiert. Ist ja nur ein Bruchteil der 5,6 bis 6,3 Mill. Menschen (lt. Wikipedia - genaues weiß man nicht), die der Schoah, dem Völkermord zum Opfer fielen. Die teuren Stolpersteine überall vermitteln den Touristen und heutigen Einwohnern oftmals leider gar nichts weiter an Wissen, außer den jüdischen Familiennamen, den Vornamen, das eventuelle Geburts- und das eventuelle Ermordungs- oder Sterbe-Datum (vielleicht auch nur das Deportations- oder Flucht-Datum). Erst wenn diese wenigen Lebensdaten "unserer ehemaligen Nachbarn" mit mehr Informationen, Geschichten von Zeitzeugen aus dem Leben und der Arbeit der zu Ehrenden und zu Gedenkenden oder gar mit ganzen Biografien (wie bspw. hier im Artikel über Angermünde) anhängig sind, könnten sie einen näheren Bezug zum Betrachter bekommen. Doch ohne diese, zum Nachdenken anstoßenden Biografien, würden diese sonst bezugslosen Stolpersteine auch nur als kostspielige Straßengestaltungselemente betrachtet werden. Mit einer Messingplatte belegte Straßengestaltungselemente, die höchstens bei unkultivierten Buntmetalldieben noch Begehrlichkeit wecken, wie es schon leider oftmals im deutsch-polnischen Grenzgebiet geschehen war. Wenn diese in Deutschland verlegten Stolpersteine ursprünglich als Denkanstöße gedacht sind, dann müssten sie für den Betrachter über den Status eines Türschildes, einer Adressbuchinformation hinaus führen. Um Interesse und/oder Anteilnahme an den jeweiligen Menschen jüdischer Abstammung und/oder jüdischen Glaubens bei den deutschen und den zunehmenden Multi-Kulti-Mischmasch-Nachfolgegenerationen zu wecken, wären ausführliche Biografien in den jeweiligen Ortschroniken, Heimatstuben oder Museen unumgänglich. Wir erbschuldbeladenen deutschen Nachfolgegenerationen haben ja eine andere Denkmalkultur, als die vielen hier lebenden Migranten, Zuwanderer und vielen, da noch kommenden Asylanten aus aller "notleidenen" Welt. Besonders die vielen und kinderreichen Moslems, die laut prognostizierter Statistik ja mal in der Bevölkerungsmehrheit hier in Deutschland bzw. Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern leben werden, könnten in der Zukunft mit unserem Schuld- und Sühne-Erbe, mit unserer Toten- und Denkmal-Kultur, unserem Grabpflege- und Bestattungswesen ein völlig anderes Verständnis, aufbringen. (Hoffentlich.) Oder schlimmstenfalls hätten sie gar keines. Denn ihr Koran schreibt denen ja ganz andere Gesetze und Lebensformen vor. ...

K.Tretner 28.10.2012 - 15:56:46

Stolpersteine...für wen?

Für die Opfer, oder für die Täter? Wenn es um Stolpersteine im wahrsten Sinne geht, dann haben sie bis in die heutige Zeit Bedeutung. Viele stolpern heute noch über ihre Vergangenheit. Ich denke, auch darin liegt der Sinn. Wenn heute noch viele Menschen Akteneinsicht in ihre Akten aus DDR-Zeiten haben möchten, werden auch dadurch "Stolpersteine" verlegt. Im einfachsten Sinn wird dann auf einmal klar, was heute noch an Machenschaften aktiv ist. 20 Jahre haben nicht gereicht, um die Stasi zu verdrängen. Der Gedanke lebt ewig, weil er immer neu geboren wird. Und darum wird auch der Gedanke des Stolpersteins in diesem Sinne weiterleben. Ob Weisheit oder dummer Spruch, muß jeder selbst entscheiden.

Endru 28.10.2012 - 12:07:00

Gedenken auch an die Opfer der Stalinisten

Habe eine Bitte an die Angermünder Bürger , auch die Zeit von 1945 bis 1989 in Ihrer Stadt aufzuarbeiten u. eine Gedenkmöglichkeit zu ersinnen ....

WackelDackel 28.10.2012 - 10:35:53

@desinfoagent

@wackeldackel will vip-opfer werden? gähn... Und nun ? Die Zeitumstellung nicht verkraftet ?

peter huth 28.10.2012 - 10:25:28

stolpersteine für deutsche in angermünde

@rudi sie argumentieren widersprüchlich. auf der einen seite nervt sie das augenfällige gedenken an tote - und sei es am straßenrand. auf der anderen seite vermissen sie das gedenken an die kriegsopfer in der deutschen bevölkerung. es gibt da einen markanten unterschied zwischen zivilen kriegsopfern und der gezielten vernichtung von teilen der deutschen bevölkerung und der bevölkerung anderer staaten durch das ns-regime. allen opfern beider weltkriege wird traditionell am volkstrauertag gedacht. er wird in der bundesrepublik seit 1952 zwei sonntage vor dem ersten adventssonntag begangen. da kann sich jede/jeder beteiligen.

desinfoagent 28.10.2012 - 09:46:39

@wackeldackel will vip-opfer werden?

gähn...

Endru 28.10.2012 - 09:39:43

Stolpersteine für Deutsche in Angermünde

1942 wurde die Deutsche Familie Gerson ( Ehepaar mit Kindern ) aus Angermünde der Ermordung " zugeführt " --- SIE waren schuldlose Bürger der Stadt ! 2012 ( 70 Jahre später ) setzten Angermünder Bürger 6 Gedenksteine im öffentlichen Raum . Das Verbrechen fand einen Gedenkort , mögen weitere ähnliche Aktivitäten folgen...

WackelDackel 28.10.2012 - 09:17:29

@Rudi,

"Wo bitte sind die Stolpersteine für die vielen deutschen Opfer aus der Zivilbefölkerung, die bei der Befreiung / Besetzung oder Vertreibung grundlos ermordet wurden?" finde Dich endlich damit ab! Es gibt Opfer und es gibt VIP-Opfer. Israel nimmt sehr grossen Einfluss auf unsere Innen und Aussenpolitk, (siehe z.B. gratis U-Boot-Lieferungen, schnelles Ende der Bescheidungsdebatte) was übrigens auch ein Herr Möllemann bei seinem letzten Fallschirmsprung bemerkte ;) ... http://www.n-tv.de/politik/Moellemann-und-der-Mossad-article112883.html http://www.medienanalyse-international.de/fallschirmtod.html Keine Ahnung ob es sich hierbei um eine Verschwörung handelte, seltsam genug bleibt die Geschichte. Und nicht vergessen: Liquidation von Gegnern durch den Mossad waren schon immer Mittel israelischer Politik ... einige Beispiele ... http://de.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Bouchiki http://de.wikipedia.org/wiki/Chalid_Maschal http://www.handelsblatt.com/politik/international/medien-sprechen-von-ueberforderung-mossad-sucht-agenten-im-netz-seite-2/2366784-2.html

Rudi 28.10.2012 - 08:10:53

Meine Meinung

Ich finde dafür sind Gedenkstätten da, mir reicht es schon mit den Kreuzen von Verkehrstoten an Straßenrändern. Ich will nicht Pausenlos bei meinen Ausflügen, an Tot und Verbrechen erinnert werden. Wo bitte sind die Stolpersteine für die vielen deutschen Opfer aus der Zivilbefölkerung, die bei der Befreiung / Besetzung oder Vertreibung grundlos ermordet wurden? Fehler bei der Rechtschreibung könn Ihr behalten

peter huth 27.10.2012 - 23:09:01

stolpersteine erinnern auch an juden

günter nenning schreibt auf seiner website: "ein projekt, dass die erinnerung an die vertreibung und vernichtung der juden, der zigeuner, der politisch verfolgten, der homosexuellen, der zeugen jehovas und der euthanasieopfer im nationalsozialismus lebendig erhält." wir haben in der uckermark noch reichlich steine zu setzen und es wäre schön, wenn die kolleginnen und kollegen bei ihrer berichterstattung diese zitat beachten würden. bei wikipedia steht zu lesen: "Einen ersten mit einer Messingplatte versehenen und beschrifteten Stein ließ Demnig am 16. Dezember 1992, dem 50. Jahrestag des Befehls Heinrich Himmlers zur Deportation der ‚Zigeuner‘, vor dem Historischen Kölner Rathaus in das Pflaster ein. Auf dem Stein zu lesen sind die ersten Zeilen dieses Erlasses. Demnig mischte sich mit diesem Stein in die Diskussion um das Bleiberecht von aus Jugoslawien geflohenen Roma ein." eine diskussion, die wir heute wieder führen müssen.

MaxsMa 27.10.2012 - 10:44:39

Stolpersteine

Ene sehr gute Sache, die jetzt auch Angermünde entdeckt hat. Es gab in der Zeit des "real existiernden Sozialsmus" keine wirkliche Auf- und/oder Vearbeitung des Nationalsozialismus. Es wurde fast ausschließlich nur über kommunistishe Opfer gesprochen. Bei meinem nächsten Besuch werde ich ganz sicher in die Jägerstraße schauen.

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