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Jürgen Voigt als Direktkandidat gewählt

Werneuchener Pirat will in den Bundestag

Kandidiert: Jürgen Voigt aus Werneuchen
Kandidiert: Jürgen Voigt aus Werneuchen © Foto: Holger Kipp
Oliver Schwers / 29.10.2012, 20:17 Uhr
Schorfheide (os) Erstmals stellt sich die Piratenpartei in Brandenburg mit eigenem Direktkandidaten zur Bundestagswahl. Für den Wahlkreis 57 (Uckermark/nördlicher Barnim) wurde Jürgen Voigt aus Werneuchen am Wochenende als Bewerber gewählt. Bei der Aufstellungsversammlung der Partei in Strausberg setzte sich der 56-Jährige gegen einen weiteren Kandidaten durch und erhielt schließlich 100 Prozent aller Stimmen. Voigt ist gleichzeitig auf dem siebenten Platz der Landesliste in Brandenburg.

Zum Wahlkreis 57 gehören die Gemeinde Schorfheide, die Stadt Eberswalde sowie die Ämter Britz-Chorin-Oderberg und das Joachimsthal.

"Eigentlich wollte ich gar nicht kandidieren", so der frisch gekürte Direktkandidat. "Aber wenn es Piraten gibt, die der Meinung sind, dass ich es machen sollte, nehme ich es gerne an." Möglicherweise habe sein Engagement für den ländlichen Raum dazu beigetragen. Aus der Uckermark selbst hatte es keinen weiteren Kandidaten gegeben.

Der Diplomsozialpädagoge ist zwar im Raum Barnim bekannt, in der Uckermark trat er jedoch außer bei einigen Parteiveranstaltungen bisher kaum öffentlich in Erscheinung. "Künftig werde ich öfter in der Region präsent sein und zeigen, wer die Piraten sind", so Jürgen Voigt. Zur Vorbereitung des Wahlkampfes wird ein Team gebildet. Neben den eigentlichen Bundesthemen will sich der Direktkandidat für den nördlichen Barnim und die Uckermark, aber auch mit landeseigenen Problemen auseinandersetzen. Das betrifft zum Beispiel die Abdeckung mit schnellem Internet. Die Piraten fordern zudem überall WLAN.

Neue Ideen habe man gerade für den ländlichen Raum in Sachen Bildung, demografischer Wandel und öffentlicher Nahverkehr. Auch die medizinische Versorgung in den Dörfern interessiert die Piraten. "Ich bin bereit, über jedes Thema zu reden", so Voigt. Es sei auch unrealistisch, dass er das Direktmandat in Konkurrenz zu den großen Parteien holen könne. "Aber ein Ergebnis von etwa acht Prozent wäre schon sehr gut."

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Till 30.10.2012 - 20:48:46

Enterauftrag

Es könnten doch auch alle Piraten sich um Partner - Wählerstimmen bei den in der Volksinitiative "Rettet Brandenburg" (www.vi-rettet-brandenburg.de) zusammen gefassten 38 Brandenburger Bürgerinitiativen kümmern und die Wälder vor sinnlosen Windrädern helfen zu retten? Dann wäre das doch ein erster grüner Programmpunkt für den Wahlkampf - oder? Was wartet ihr noch? Auf zum entern...

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