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158 700 US-Bürger wählen in Deutschland ihren Präsidenten

Präsident Barack Obama  und Herausforderer Mitt Romney wollen die Stimmen der US-Amerikaner in Deutschland.
Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney wollen die Stimmen der US-Amerikaner in Deutschland. © Foto: dpa
30.10.2012, 13:45 Uhr
Berlin/Wiesbaden (dpa) Rund 158 700 US-Bürger können am 6. November für die Wahl ihres Präsidenten in Deutschland ihre Stimme abgeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden leben rund 101 600 Menschen mit amerikanischem Pass in Deutschland, knapp 8000 von ihnen sind jünger als 18 Jahre und damit nicht wahlberechtigt. Zu den etwa 93 700 wahlberechtigten US-Bürgern kommen weitere 50 000 in Deutschland stationierte US-Soldaten und 15 000 amerikanische Zivilangestellte, sagte eine Sprecherin der US-Botschaft in Berlin am Dienstag.

Allein knapp 15 000 amerikanische Bürger leben in Berlin. Dort ruft US-Botschafter Philip Murphy die amerikanischen Staatsbürger in einem Youtube-Video zum Urnengang auf - "egal, wo sie leben". In der Regel stimmen die Auslands-Amerikaner per Briefwahl ab. Ihre Stimme zählt in dem Bundesstaat, in dem sie in den USA gemeldet sind.

Auch Kinder und Jugendliche wählen auf Geheiß der US-Botschaft in Berlin - jedoch nur in einer Stimmungswahl. Rund 1700 Schüler aus mehreren Bundesländern geben einen Tag vor der offiziellen Wahl im "US Embassy Election 2012 School Project" eine Prognose für alle 50 US-Bundesstaaten ab. Auch mehr als 100 Schüler aus Berlin und Brandenburg nehmen an dem Schulprojekt teil. Nach Angaben der US-Botschaft haben sich 116 Englischkurse von weiterführenden Schulen aus insgesamt zehn Bundesländern intensiv mit der US-Politik beschäftigt, um ein fundiertes Stimmungsbild abzugeben.

Alle stimmberechtigten US-Bürger in Deutschland können ihre Wahlscheine online bis zu 30 Tage vor der Wahl bestellen. "Das ist der schnellste und sicherste Weg, den Stimmzettel rechtzeitig zu erhalten", heißt es auf der Internetseite der US-Botschaft. In der amerikanischen Vertretung gibt es zwar kein Wahlbüro, ausgefüllte Stimmzettel werden aber kostenlos in die USA geschickt.

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