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Aussicht auf Schließung der Baulücke an der ehemaligen Tankstelle

Ein Markt und das Stadtbild

Brigitte Horn / 02.11.2012, 19:29 Uhr - Aktualisiert 03.11.2012, 11:03
Biesenthal (MOZ) Die unbebaute Fläche vor dem Edeka-Markt in Biesenthal ist vielen Stadtverordneten schon lange ein Dorn im Auge. Immer wieder war versucht worden, Investoren für eine straßenbegleitende Bebauung in dem Bereich zu finden, um dort das Stadtbild abzurunden. In dem fraglichen Gebiet stand unter anderem bis kurz nach der Wende eine Tankstelle. Jetzt scheint ernsthaft Bewegung in diese über Jahre festgefahrene Geschichte zu kommen.

So hat ein Biesenthaler dort ein Grundstück erworben, um ein Gebäude in der für die Bahnhofstraße typischen Bebauung zu errichten. Außerdem will sich Edeka vergrößern und den neuen Markt direkt an der einstigen Bundesstraße und jetzigen Landesstraße, die Bernau mit Eberswalde verbindet, errichten. Allerdings kommt es dabei zu Kollisionen mit den Vorstellungen der Stadtväter und -mütter, wie auf der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Biesenthal zu hören war.

So soll nach Information von Bürgermeister André Stahl dort nicht nur ein markttypischer Flachbau entstehen. Er müsste auch über ein weiteres Geschoss und ein der Umgebung angepasstes Dach verfügen.

Die zu dritt erschienenen Edeka-Vertreter, der Expansionsleiter, die Marktleiterin von Biesenthal und der beauftragte Architekt, versuchten sich darauf hin in der Quadratur des Kreises. Zum einem legten sie den Stadtverordneten Entwürfe in der ein- sowie in der zweigeschossigen Version vor, die aber offenbar beide nicht so recht den Nerv der Stadtverordneten getroffen haben.

Gleichzeitig wurde den Stadtverordneten erklärt, dass ein Gebäude mit dem gewünschten Obergeschoss, in dem etwa Personal- und Sanitärräume eingerichtet werden könnten, für den Betriebsablauf nachteilig sein würden, weil die Mitarbeiter dann längere Wege hätten. Daher würden sie die Variante mit nur einem Geschoss bevorzugen.

Die Stadtverordneten haben die Meinungen der Edeka-Vertreter entgegen genommen, ohne sich näher zu positionieren. Das wurde dem Bauausschuss der Stadt übertragen. Der solle sich zeitnah mit dem Thema befassen und äußern, kündigte Bürgermeister André Stahl an.

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J.Krenzel 03.11.2012 - 09:20:01

Nein, wir haben nicht zuviel Einkaufsmärkte

Wenn man als Biesenthaler eine halbwegs angemessene Produktauswahl bei Lebensmitteln vorfinden möchte, muß man bisher entweder nach Bernau ins E-Center oder nach Finowfurt zu Real fahren. Es kann also der Lebensqualität nur guttun, wenn sich Edeka vergrößert. Wie kann es sein, daß eine geplante Verbesserung der Infrastruktur schon im Vorfeld so negativ gesehen wird?

E. Drahn 03.11.2012 - 01:18:03

Ein Markt und das Stadtbild

Der EDEKA Markt will sich also vergrößern. Haben wir hier in Biesenthal nicht schon genug Flächen mit Einkaufsmärkten bebaut. Ich hoffe dass sich die Stadtverordneten dagegen entscheiden. Man sollte auch bedenken dass der jetzige Markt schon eine Belastung für das Wohngebiet Grüner Weg ist. Die Rampe, für die Anlieferung der Ware, ist genau zu den Wohnblöcken gebaut. Der Krach durch die LKW ist jetzt schon unerträglich. Wenn der Markt vergrößert wird kommen bestimmt noch mehr Warenlieferungen. Ich habe auch gehört, dass der Kundenparkplatz vor den Wohnblock Grüner Weg 4 bis 5 gebaut werden soll. (Die Fläche wird jetzt als Anwohnerparkplatz genutzt.) Sollte das vorhaben so umgesetzt werden wird es Proteste geben.

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