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Ehrenamtliche Begründer stärken das Wir-Gefühl in Westend

Eberswalde: Erster Stadtteilverein gegründet

Vereinsvorsitzender: Kristian Stelse.
Vereinsvorsitzender: Kristian Stelse. © Foto: MOZ/MOnika Schmidt
Monika Schmidt / 03.11.2012, 04:19 Uhr
Eberswalde (MOZ) Westend soll wieder ein lebens- und liebenswerterer Stadtteil werden. Das haben sich die Mitglieder des neuen Stadtteilvereins, der am Donnerstag im Wilden Eber aus der Taufe gehoben wurde, auf die Fahne geschrieben. Weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen.

Letzten Anstoß für die Gründungsversammlung in Westend hatte der Stadtteilverein in Berlin-Tiergarten gegeben. "Ich habe mich dort umgesehen und fand das bürgerschaftliche Engagement, das sich dort entwickelt hat, sehr interessant. Diese Form der Demokratie von unten soll auch in Westend dazu beitragen, ein Wir-Gefühl zu entwickeln", sagt Danko Jur, der seit Januar dieses Jahres selbst Einwohner von Westend ist. Mit Jörg Kletzin, Silke und Guido Panzlaff, Ron Jordan, Frank Wimmers, André Seele und Kristian Stelse fand er engagierte Mitstreiter, die mit der Gründungsveranstaltung am Donnerstagabend jetzt Nägel mit Köpfen machen wollen. Zu den Partnern, die sich der Verein bereits ins Boot geholt hat, gehört Frank Göritz, der sich mit seiner Public Agentur für Marketing und Kommunikation unter anderem bei Musik nach Kassenschluss in Eberswalde einen Namen gemacht hat. Er wird den Verein beim ersten Westender Parkfest unterstützen, das im nächsten Jahr gefeiert werden soll. Als künftigen Festplatz hat sich der Wandlitzer den Bereich zwischen russischen Garnisionsfriedhof und ehemaligen Busbahnhof ausgesucht. "Das ist ein hübsches, kleines Areal, auf dem die Bürger selbst aktiv werden können, mit Ständen und einer kleinen Bühne. Das Programm könnten Kinder der Kita und Schule bestreiten", so die Überlegungen von Frank Göritz, die nicht beim Stadtteilverein, sondern auch im Rathaus auf Interesse stoßen.

"Die Identität im und mit dem Quartier ist wichtig. Deshalb begrüßen wir als Stadt alle Aktivitäten, die in diese Richtung gehen", sagte Bürgermeister Friedhelm Boginski, der sich die erste Stadtteilvereinsgründung in Eberswalde nicht entgehen lassen wollte. Dass die Westender durchaus verstehen, Feste zu feiern, hatte der Rathauschef erst vor wenigen Tagen bestätigt bekommen, als er beim ersten Oktoberfest für den Bieranstich sorgen durfte.

"Das war eines der schönsten Feste, das ich in Westend erlebt habe und nächstes Jahr unbedingt weitergeführt werden sollte", sagt Jörg Kletzin, der nicht nur in Westend lebt, sondern auch in diesem Stadtteil geboren wurde. "Das war hier immer ein angenehmes Wohngebiet, ist aber in letzter Zeit leider etwas weggerutscht. Dabei haben wir viel Potenziale hier: das Movie-Magic -Kino, das Freizeitbad baff, Gaststätten, den Treidelweg am Finowkanal und nicht zu vergessen den Bahnhof. Jetzt ist es Zeit, mehr Identität zu schaffen, die Westender für ein Miteinander zu begeistern", stellt sich Jörg Kletzin eines der Ziele des Stadtteilvereins vor.

Mit Haupt- und Nebenwohnung in Westend und Kupferhammer gemeldet sind immerhin 4929 Bürger, 864 davon sind unter 25 Jahre, 528 unter 18 Jahre alt. Vor allem die jungen Einwohner des Stadtteils dürften sich über mehr kulturelle Angebote freuen, die älteren hingegen auch über noch mehr soziales Engagement. Beides findet sich in der Satzung wieder, die der frischgekürte Verein am Donnerstagabend allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen hat. Den Vorsitz hat inzwischen Kristian Stelse inne. Der 29-Jährige ist Angestellter der Barnimer Kreisverwaltung und arbeitet im Dezernat Kreisentwicklung. In seiner Freizeit kickt Stelse in der ersten Männermannschaft von FV Preussen. Inzwischen gehört er als 2. Vizepräsident auch zur Vereinsspitze. "Im nächsten Jahr werden wir die Westender Sportvereine die Bürger des Stadtteiles wieder zum gemeinsamen Frühjahrsputz einladen. In diesem Jahr hat das schon gut geklappt. Wir wollen unser Viertel auch künftig ansehnlicher und wohnlicher gestalten. Mitstreiter sind dabei immer gern gesehen", sind sich der neue Vereinsvorsitzende und Danko Jur einig.

Geplant sind auch Bürgerversammlungen, bei den die jungen und älteren Westender sowie Einwohner des Kupferhammers Gelegenheit erhalten sollen, ihre Wünsche, Anregungen und Sorgen an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen.

Konkurrenz zu den Veranstaltungen der Stadt strebt der Verein allerdings nicht an. "Es geht uns um eine stärkere Identität der Westender mit ihrem Wohngebiet", betont Danko Jur, der auch auf viele ehrenamtliche Mitstreiter hofft.

Kontakt zum Verein: E-Mail-Adresse k.stelse@gmx.de

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ExMozLeser 04.11.2012 - 19:29:29

"Klappe die 2."

Ich schreib es nochmal! Der neue Vorsitzende wohnt nicht mal in Westend!!! So liebe MOZ jetzt könnt Ihr wieder löschen.

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