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Lichterfest zum Jubiläum

Das Grab von Rouanet: Die letzte Ruhestätte des Namensgebers ihres Gymnasiums pflegen in der Regel die Schüler der siebenten Klassen. Gestern harkten Julia Bues, Benedikt Zinn und Marten Kläber (v.l.) Laub zusammen.
Das Grab von Rouanet: Die letzte Ruhestätte des Namensgebers ihres Gymnasiums pflegen in der Regel die Schüler der siebenten Klassen. Gestern harkten Julia Bues, Benedikt Zinn und Marten Kläber (v.l.) Laub zusammen. © Foto: Karl-Heinz Arendsee
Ruth Buder / 06.11.2012, 20:56 Uhr
Beeskow (MOZ) Das Rouanet-Gymnasium feiert sein 20-jähriges Bestehen - die ganze nächste Woche lang. Am Montagabend findet eine Festveranstaltung im Schützenhaus, am Mittwoch ein Lichterfest und am Freitag ein Absolvententreffen statt.

Schulleiter Klaus-Jürgen Teichert muss zum Jubiläumsfest nicht nur eine Rede halten, er übt auch singen. Denn er macht mit in dem gemischten Lehrer-Schüler-Chor, der am Montagabend während der offiziellen Feierstunde "Es schlagen freudig unsere Herzen" aus der Oper "Julius Cäsar" von Händel singen wird. "Alles vierstimmig", ist Teichert schon ein bisschen aufgeregt.

Die Feierstunde mit geladenen Gästen ist der einzige offizielle Akt, der Rest der Woche ist den Schülern vorbehalten. Es gibt keinen Unterricht, die ganze Woche ist dem Projekt "Licht" gewidmet, dessen Ergebnisse beim Lichterfest am Mittwochabend ab 18 Uhr präsentiert werden. Danach sind die Schüler zu einer großen Lasershow im Schützenhaus eingeladen. Am Donnerstag ist Schulfest mit abschließender Disko, und am Freitag treffen sich ehemalige Lehrer und Absolventen.

Rund 1800 Schüler haben seit der Eröffnung vor 20 Jahren das Gymnasium mit dem Abitur in der Tasche verlassen, leben und arbeiten heute auf dem ganzen Erdball verstreut.

Die Gründung des Beeskower Gymnasiums geht auf das Schulreformgesetz des Landes Brandenburg und den Beschluss der Abgeordneten des Altkreises Beeskow vom 5. Juni 1991 zurück, in Beeskow ein "humanistisches Gymnasium" zu errichten. Mit einem weiteren Beschluss wurde grünes Licht für die Sanierung des ehemaligen Kasernengeländes in der Breitscheidstraße gegeben. Seit November 1992 ist es würdiges Domizil des Gymnasiums. Schulleiter war in den Anfangsjahren Rolf Proksch, der heute in Berlin lebt und auch zur Festveranstaltung eingeladen ist.

Klaus-Jürgen Teichert (56) steht seit 1998 dem Gymnasium vor. Er ist stolz, wie sich seine Schule entwickelt hat, die Nachfrage beweist es. Die Schule ist auf dem Weg, wieder in allen Klassen vierzügig zu werden und platzt langsam aus allen Nähten. "Deshalb sind wir sehr froh, dass der Kreis als unser Träger einen Anbau in seine Investitionsliste aufgenommen hat", sagt Teichert.

50 Lehrer unterrichten derzeit 550 Schüler am Gymnasium. Die Anforderungen an die Pädagogen seien in all den Jahren gestiegen, sagt Teichert: "Denn die Schüler sind längst nicht mehr die homogene Gruppe, die sie einmal waren. Sie lassen sich nicht in ein Muster pressen. Aber darin liegt auch für uns Lehrer der Reiz, dass nicht alle mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten gleich sind."

Den Namen Rouanet trägt die Schule erst seit 2001. Mehrheitlich hatten sich damals Eltern und Schüler für den "Außenseiter" Jean Pierre Barthélemy Rouanet (1747-1837) entschieden, der als Kämmerer während des Napoleonischen Krieges Gutes für Beeskow geleistet hat. "Wer den Namen googelt findet uns sofort, das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal", findet der Schulleiter.

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