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Im Foyer des Kulturhauses kam der Kultur-Stammtisch zusammen / Bereits konkrete Ideen

Erstes Projekt: Romantische Nächte

Margrit Höfer / 07.11.2012, 07:45 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) Gut gefüllt war am Montagabend das Foyer des Kulturhauses. Dorthin hatte Jörg Lehmann, Geschäftsführer der Kultur GmbH, zum ersten Kulturstammtisch eingeladen.

Zwar gibt es unterschiedliche Meinungen, wie ein solcher Stammtisch aussehen soll und was er bringt, doch eines wurde am Montagabend deutlich: Es gibt viele Themen, die Kulturschaffende und -interessierte eint, die sie gemeinsam nun voranbringen wollen.

Zum Beispiel Romantische Nächte. Die Künstlerinnen Sabe Wunsch und Uta Zwickirsch, die bereits 2002/2003 zu Romantik in der Grube eingeladen hatten, wollen diese erfolgreiche Veranstaltung neu auflegen. Im Museumspark sollen Geschichten und Geschichte erlebbar werden. Gesucht werden Schauspieler und Laien, Maskenbildner, Dekorateure und Kostüme. Und siehe da, rasch gingen die Zettel herum, auf denen sich Interessierte eintrugen. Die am 22. bzw. 29. November ab 18 Uhr im Kulturhaus mit den Künstlerinnen diese Romantischen Nächte mit Phantasie füllen, weiterentwickeln und sie im Sommer kommenden Jahres umsetzen. Mehr Mitstreiter sind willkommen.

Auch Stephan Wapenhans, Sänger und Chef von Werktreu fünf, sucht Mitstreiter. Nicht nur für die nächste Sommeroperette "Wie einst im Mai", sondern auch junge Leute. Denn wie schon erfolgreich in Baden bei Wien will er auch in Rüdersdorf das Pelle Musicalcamp anbieten. Mädchen und Jungen erhalten hier die Chance, unabhängig vom Geldbeutel und der sozialen Herkunft, herauszufinden, ob ein Künstler in ihnen schlummert. Mit den Teilnehmern wird ein Musical entwickelt.

Junge Leute, das war ein immer wiederkehrendes Thema beim ersten Stammtisch. Denn nicht nur die Bergkapelle leidet unter Nachwuchsmangel, auch so mancher Chor hat schon die Segel gestrichen. Jugendkoordinator Mario Reimann kennt das Problem: "Ich biete an, eine Untergruppe des Stammtisches zu bilden. Mit der AG Jugend könnten wir dann versuchen, herauszufinden, was den Jugendlichen fehlt, wie wir sie mit ins Boot holen können", bot er an. Pfarrer Ringo Effenberger bat darum, bei Veranstaltungsräumen die Kirchen nicht außen vor zu lassen, während André Bienert vom Hennickendorfer Verein für Städtepartnerschaft, Kultur und Sport auf ein anderes Problem aufmerksam machte: "Wir sind ziemlich überfordert, wenn es um Gema oder Finanzamt geht, und brauchen Hilfe von Vereinen, die sich da auskennen. Das war meine Hoffnung auf diesen Stammtisch", sagte er. Steffen Mancke, Chef der Rüdersdorfer Karnevals Gemeinschaft, bot an, da zu helfen. Er sieht bei Veranstaltungen wie etwa den Stienitzsee open ein verkehrslogistisches Problem. "Wollen wir Besucher bei unseren Veranstaltungen, müssen wir uns dringend darum kümmern, wie die Gäste hin- und zurückkommen", mahnte er ein weiteres Thema an. Auch schlug er vor, dass man es vielleicht erst einmal bei einem gemeinsamen Projekt in Rüdersdorf belässt, statt gleich mehrere anzugehen. Denn es gab den Vorschlag, beim Karneval der Kulturen in Berlin teilzunehmen. "Da ist okay, macht aber nur Sinn, wenn das professionell vorbereitet ist und nicht so auf die Schnelle", sagte Christian Reitmeyer von der Villa Bunter Hund. Mancke schlug vor, sich Zeit zu lassen und für 2014 alles vorzubereiten. Ursula Steffen aus der Kleiderkammer findet die Romantischen Nächte toll und sagte: "Das wäre doch mal eine Idee, die Jung und Alt verbinden könnte. Lasst uns das versuchen."

Thema war auch der Veranstaltungskalender 2013, der schon prall gefüllt ist. Man will Rücksicht nehmen, wird das aber nicht in jedem Fall immer schaffen, sagte Wolfgang Paschke aus Hennickendorf. Ende Januar/Anfang Februar 2013 gibt es den nächsten Stammtisch. Datum und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben. Themen sollen der Veranstaltungskalender (Meldungen ab sofort an Jörg Lehmann) und der Karneval der Kulturen sein.

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